Nordkorea: Angeblich 4,7 Millionen neue Soldaten eingeschrieben

Pjöngjang zufolge haben sich 4,7 Millionen Studenten und Arbeiter für die Armee einschreiben lassen, seit Kim Jong-un Donald Trump einen "senilen Menschen" nannte. Nordkorea bereitet sich offenbar darauf vor, von den USA angegriffen zu werden.

Von Marco Maier

Wie viel davon Propaganda ist und wie groß der Kern der Wahrheit, ist ungewiss. Allerdings darf man durchaus davon ausgehen, dass die nordkoreanische Bevölkerung Angst vor einem Krieg mit den Vereinigten Staaten hat und durchaus nicht wenige überzeugte Anhänger des Staatschefs auch freiwillig ihren Dienst fürs Vaterland in der Armee leisten wollen. Und wenn es schlussendlich tatsächlich zwei bis drei Millionen Bürger sind, die so ihre Heimat verteidigen wollen, stellt dies durchaus eine enorme Streitmacht dar.

Demnach haben sich seit Kims Schlagabtausch mit Trump, bei dem er den US-Präsidenten einen "senilen Menschen" nannte, insgesamt 4,7 Millionen Studenten und Arbeiter bei der nordkoreanischen Armee eingeschrieben bzw. zur Rückkehr in den Militärdienst bereiterklärt, so südkoreanische Medien. Unter ihnen befänden sich auch 1,2 Millionen Frauen. Angesichts dessen, dass das Land schätzungsweise 25 Millionen Menschen umfasst, hieße dies, dass beinahe ein Fünftel der Gesamtbevölkerung der Armee beitreten wollte.

Auch wenn schlussendlich nur ein Teil davon tatsächlich auch zum Dienst einberufen wird, zeigt sich doch auch eine gewisse Nervosität in Nordkorea. Die wachsenden Spannungen führen dazu, dass man sich seitens Pjöngjangs darauf vorbereitet, tatsächlich in einen Krieg mit den USA verwickelt zu werden – und damit auch mit Südkorea und wahrscheinlich Japan.

Indessen warnte der nationale Sicherheitsberater Südkoreas davor, dass wegen eines unglücklichen Vorfalls ein Krieg zwischen dem Norden und den Vereinigten Staaten ausbrechen könnte, weil die Nerven so angespannt sind. Der Sprecher der regierenden Demokratischen Partei, Park Wan-ju, betonte: "Der Präsident sagte, die Vereiigten Staaten spächen von militärischen und diplomatischen Optionen, Südkorea jedoch kann nicht wieder durch den Krieg gehen".

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16 Kommentare

  1. Gestern mit Kim Telefoniert. Der Plan ist folgender: Nach dem Besuch des Amerikanischen Festlandes seiner Raketen lässt er eine Menschliche Brücke bauen und wird zu Fuß Amerikanisches Festland betreten um dort an der Parade auf dem Timesquer zu seinen Ehren teilzunehmen. Das US Militär freud sich über seinen neuen Oberbefehlshaber und hofft auf noch höhere Militärbudges.

    Trump wird vermutlich nach Russland ins Exil flüchten.

      1. Es läuft jetzt gerade eine Dokumentation über die amerikanischen Kriege im TV-Senter Arte, die von verschiedenen betroffenen Amerikanern – die mitkämpften – kommentiert wird. Sehr interessant. Da kommt die USA gar nicht gut weg.

    1. Die Asiaten haben immer in ihrer Geschichte ihre Nation und den Boden, auf dem sie geboren wurden, mit Herzblut verteidigt – dies strategisch und taktisch. Vietnam ist ein gutes Beispiel dafür. Da hat die ganze militärische Überlegenheit der USA nichts dagegen genützt. Die Koreaner werden das mit der gleichen Inbrunst und dem unbändigen Hass gegen die Amis genauso hinbringen wie die Vietnamesen. Und dieses Mal haben sich noch Russland und China als Stütze im Hintergrund. Auch Indien, Pakistan und Afghanistan stehen Gewehr bei Fuss. Indonesien, die Philippinen mit Duterte an der Spitze und Malaysia haben einsatzbereite Kämpfer gegen die USA. Wenn es knallen sollte, kann sich Nordkorea auch noch auf ein Reservoir an Helfern von dort verlassen. Nein, nein, das gewinnen die Amerikaner nie, und Japan und Südkorea stehen auf der Kippe, wenn es hart auf hart kommt, verteidigen dieses Mal die Asiaten zusammen ihren Boden und ihre Regionen. Die USA hat keinen Stich. Sie werden noch nie so verloren haben wie im euro-asiatischen Raum.

  2. …und in den USA melden sich vermutlich auch schon die Habenichtse bei den Marines, um Geld für ihr Studium zu bekommen.

    Narren, die sich von Psychopathen in ihren Regierungen mit wehenden Fahnen in den Untergang schicken lassen.

  3. @Berg

    genauso ist es!

    Denn dann würden die VSA vor dem Dilemma stehen, evtl. einen eigenen Verbündeten, mit hohem strategischen Wert, angreifen zu müssen.

    Das könnte ungeahnte Auswirkungen auf andere Verbündete haben. Und alle anderen Staaten mit Kernwaffen, oder die die kurz davor sind welche zu haben, würden eine eindeutige Haltung einnehmen – außer natürlich das gelobte Land, Groß-Israel wie es sich selbst bezeichnet.

  4. Zur Zeit veranstalten Mr. Trump und KIM die große Schau des Säbelrasselns —- aber man wird irgendwann der Diplomatie eine Chance geben müssen; denn ein Krieg – zumal ein Krieg mit A-Waffen – läßt sich in dem Krisengebiet nicht begrenzen.

    Ausgangslage :

    Nordkorea lehnt Verhandlungen über die Einstellung der Arbeiten an seiner „Überlebens-Versicherung“, dem Raketen- und A-Waffenprogramm, ab und die USA werden z.Zt. durch einen Angriff auf Nordkorea eine Konfrontation mit der Schutzmacht China nicht riskieren.

    Da Sanktionen absehbar nicht die gewünschte Wirkung entfalten, bleibt nur, eine Atommacht Nordkorea zu akzeptieren und das Militärpotential des Landes durch Verhandlungen zu binden. Ansatzpunkt hierfür wären Verhandlungen über den Abschluss eines Friedensvertrages mit einem wiedervereinigten Korea, den Nordkorea anstrebt und dem sich auch Südkorea nicht verweigern dürfte. Im Zuge dieser Verhandlungen wäre auch ein Interessenausgleich anderer Mächte möglich.

    Fazit : Diese Verhandlungen dürften sich über Jahre hinziehen und in dieser Zeit würde auch das Prinzip wirken :

    WANDEL DURCH ANNÄHERUNG !!

    Ob es nach Abschluss eines Friedensvertrages dann noch eine Atommacht Korea geben würde ????????????

     

  5. Na wer sagt's denn..die reißen sich geradezu darum..den Heldentod für ihren großen Führer zu leisten..und während der große Führer aus sicherer Entfernung das Schlachtfeld beobachtet..telefoniert er mit Trump über einen Waffenstillstand.

    Das Volk..obwohl etwas unterernährt…ist höchstpatriotisch..während der Führer sich etwas Luxus gönnt.

    Das Leben kann so einfach sein..genießenswert…wenn nur genug Trottel willig sind.

    Die einen für Führer&Vaterland…die anderen für's Kapital.

    Macht ja nix..weil merkt..doch keiner.

  6. Lösungen der künstlich aufgebauschten Norkorea-Krise stehen bereit. Die US-Regierung will sie aber nicht. Ihre Vertreter wollen an die Bodenschätze und ihr vor dem Zerplatzen befindliches Finanz-Betrugssystem noch weiter in die Zukunft schieben. So sieht's aus! Aber jetzt stehen sie vor starken, sehr starken Gegnern – nicht Nordkorea – sondern China, Russland, Iran, und weitere werden sich auf die asiatische Seite stellen. Möglicherweise wird die Menschheit diesen Zerstörungskonflikt nicht überleben, aber auch nicht die USA.

    Und nicht vergessen, die europäischen Regierungen – voran Deutschland – schüren aktiv diesen Kriegswahnsinn und die damit verbundene humanitäre Abschlachterei mit an, indem sie für Waffen, Geld, Training, Versorgungsmaterial und Söldner sorgen.

    Da muss man nicht weit schauen, um zu sehen, wer hier verrückt ist und mit diesem Machtwahnsinn die Welt in ein immer verstand-loseres Irrenhaus hinein manövriert. Die Nordkoreaner und ihre Führerschaft sind dagegen harmlos.

    "Man sagt uns, dass der nordkoreanische Führer Kim Jong-Un ein „Verrückter“ sei. Genau das sagten sie über Saddam, Gaddafi, Assad und alle anderen, die die Neokonservativen für eine US-Militäraktion vorgesehen hatten. Wir brauchen keine Fans von Nordkorea zu sein, um der Kriegspropaganda skeptisch gegenüberzustehen, die von den Massenmedien zugunsten der Neokonservativen und des militärisch-industriellen Komplexes verbreitet wird."

    "Wo sind die kühleren Köpfe in Washington, um dieses kriegerische Treiben in den Griff zu bekommen?

    Schlimmer noch, die Geschichte des Konflikts ist kaum bekannt. Die Vereingten Staaten von Amerika geben mehr für ihr Militär aus, als die nächstfolgenden zehn Länder zusammengenommen, mit Tausenden von Atomwaffen, die die Welt um ein Vielfaches zerstören können. Vor fast 70 Jahren führte ein von den USA angeführter Angriff auf Korea zur Massenvernichtung und zum Tod von fast 30 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung. Dieser Krieg ist noch nicht zu Ende.

    Warum wurde kein Friedensvertrag unterzeichnet? Der neugewählte südkoreanische Präsident Moon Jae-in hat direkte Verhandlungen mit Nordkorea vorgeschlagen, die zu einem Friedensvertrag führen sollen. Die USA befürworten einen solchen bilateralen Prozess nicht. Tatsächlich lachten die USA über ein durchaus vernünftiges Angebot der Russen und Chinesen, mit Zustimmung der Nordkoreaner ein „doppeltes Einfrieren“ zu beantragen – die Nordkoreaner würden Raketenstarts aussetzen, wenn die USA und Südkorea militärische Übungen einstellten, die den Sturz der nordkoreanischen Regierung zum Inhalt haben."

     

    Wie man die Koreakrise beenden kann
    http://antikrieg.com/aktuell/2017_09_26_wieman.htm

     

     

  7. "Also, wo sind die kühleren Köpfe? Ermutigend ist, dass sie sich in Südkorea befinden, das sicherlich im Falle eines Kriegsausbruchs massiv leiden würde. Während die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Nikki Haley damit prahlte, dass die neuen UNO-Sanktionen gegen Nordkorea zu einer nahezu vollständigen Blockade des Landes führen würden (was eine Kriegshandlung ist), hat die südkoreanische Regierung vergangene Woche etwas getan, was die Welt schockierte: sie kündigte ein humanitäres Hilfspaket in Höhe von acht Millionen Dollar für schwangere Mütter und Kinder in Nordkorea an. Die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Verbündeten sind wütend über den Schritt, aber wie könnte jemand den Mantel des „Humanismus“ beanspruchen und gleichzeitig Sanktionen verhängen, die darauf abzielen, Zivilisten auszuhungern, bis sie einen Sturz ihrer Regierung versuchen?"

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