Migranten im Boot werden im Mittelmeer von NGOs aufgegriffen und nach Italien gebracht. Bild: Youtube

Das UNHCR will in Libyen ein Aufnahmezentrum für Migranten eröffnen, welches bis zu 1.000 dieser Menschen aufnehmen kann. Allerdings betonte Sondergesandter Cochetel, dass der Andrang an Migranten die nach Europa wollen nicht abreißt. Es würde sich zusehends stauen, weil immer weniger von ihnen die Überfahrt nach Italien schaffen.

Von Redaktion

Das UN-Flüchtlingswerk verhandelt derzeit mit den libyschen Behörden darüber, ein Aufnahmezentrum für Migranten eröffnen zu können. Das sagte der Sondergesandte des UNHCR für das zentrale Mittelmeer, Vincent Cochetel, der "Welt". "Wir hoffen, dass wir bis zu 1.000 Flüchtlinge in einem solchen Zentrum unterbringen, medizinisch versorgen, psychosozial betreuen sowie dauerhafte Lösungen für sie finden können", sagte Cochetel.

Libysche Sicherheitskräfte würden die Einrichtung außen schützen, das UNHCR würde das Management übernehmen, so der Sondergesandte. "Es stauen sich Migranten in Libyen, die für ihre Überfahrt bezahlt haben und die noch nicht aus Libyen abgelegt haben. Es gibt das Risiko, dass nun noch mehr Migranten in Haftanstalten landen, entweder unter der Führung der Regierungsbehörden, oder solchen Lagern, die in den Händen der Schmuggler sind. Die Bedingungen sind schlimm", so Cochetel.

Er gab zu, dass das Aufnahmezentrum lediglich "ein Tropfen im Ozean" sei. Seit Juli sind die Zahlen der Migranten, die aus Libyen in Italien ankommen, drastisch gesunken. Die EU unterstützt die libysche Küstenwache bei der Kontrolle der libyschen Gewässer, zudem gehen libysche Behörden verstärkt gegen Schmuggler vor. Cochetel zufolge reißt der Strom der Migranten nach Libyen jedoch nicht ab. "Es kommen weniger Migranten aus Niger nach Libyen. Aber wir haben Informationen, dass nun mehr Menschen von Niger aus über Algerien und andere Länder nach Libyen einreisen. Wir können nicht feststellen, dass insgesamt weniger Menschen nach Libyen einreisen", sagte Cochetel.

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In Libyen werden die Menschenrechte vieler Flüchtlinge und Migranten in Haftzentren verletzt. Cochetel forderte die EU-Länder dazu auf, sich wegen der instabilen Situation in Libyen verstärkt auf Umsiedlung von Flüchtlingen aus den Transitländern Sudan, Tschad, Niger und Algerien zu konzentrieren. "Wir müssen aus den Transitländern mindestens 40.000 Menschen umsiedeln. Dafür sind die Bemühungen derzeit alles andere als ausreichend. Wir brauchen verbindliche Zusagen, auch von Deutschland", so Cochetel. "Wir erwarten von Deutschland, sich in Afrika ähnlich zu bemühen wie in Syrien und im Irak". Cochetel rechnet nicht damit, dass die Zahlen auf der Mittelmeerroute bald wieder steigen. "Wir rechnen mit maximal 3.000 bis 4.000 Menschen im Monat, die in Italien aus Libyen ankommen werden. Das sollte für Europa zu managen sein, wenn die Behörden die Verfahren beschleunigen", so Cochetel.

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9 KOMMENTARE

  1. Weil Migranten für ihre Überfahrt bezahlt haben,steht Europa in der Pflicht diese zu Übernehmen !??  Je mehr Menschen umgesiedelt werden,desto mehr werden folgen!

  2. Die Überfremdungspolitiker in den europäischen Ländern haben offensichtlich erkannt, daß sie mit dieser Politik sukzessive an ihrem eigenen Untergang arbeiten. Daher wollen sie  jetzt einer internationalen Organisation die von ihrer transatlantischen "Werte"bagage kontrolliert wird, die Überfremdungsagenda übertragen.

  3. Da wird versucht aus einer illegalen Masseninvasion eine legale zu machen – nichts anderes !

    … schau mer ma, wer am längeren Hebel sitzt, den längeren Atem hat und ob sich die Massen nicht bald zuhause sicherer fühlen !

    • @emma/judalisa/Otto usw. Wieder neue Namen hier 😂😂😂😂 tja, der gute Gaddafi hatte die Europäer gewarnt, und was macht ihr. Ihr bombt ihn weg. Also ich würde an eurer Stelle dort hin fliegen und für eine richtige Struktur sorgen. Helft den Emigranten bevor sie es werden. Baut dort Brunnen und Schulen auf. Zeigt ihnen wie man Felder bedient usw. Für Deutschland, für Frieden in Deutschland. Zeigt euren Patriotismus… 😂😂😂😂 Sammelt für so ein Projekt Geld. Oder werdet selbst Emigranten und zeigt ihnen wie es ist.

      • @Xili

        An Ihren "praktikablen und durchdachten Vorschlägen zur Weltrettung" lässt sich der Grad Ihrer Teraphiebedürftigkeit ablesen. Meine Empfehlung für Ihre zügige geistige Genesung: Lassen Sie sich zunächst im Park Ihrer Nähe einfach mal von einer Truppe Afrikaner ordentlich durchrumpeln! Nach diesem "persönlichen humanitären Akt" sind Sie dann sicher besser in der Lage zu urteilen. 

      • @Xili

        Da muss ich nochmal nachfassen, weil Ihr inhaltlich schwacher Kommentar so unglaublich naiv ist:

        Wieso bitte sollte sich ML (oder die anderen Adressaten) für etwaige Unfähigkeiten von Afrikanern in der Landbewirtschaftung usw. verantwortlich fühlen ??? Ist das nicht zuerst mal die vordringlichste Aufgabe derer, welche diese Afrikaner in die Welt gesetzt haben?

        Hat Ihnen ein Afrikaner beigebracht, wie man sich die Schuhe bindet oder sich sonst so durchs Leben schlägt? Eher nicht! Das haben Ihre Erzeuger gemacht – so, wie es sich gehört.

        Und mal theoretisch: Angenommen Ihre Erzeuger hätten bei der Informationsweitergabe und Ihrer Lebensbefähigung voll versagt. Sie sind existenzunfähig, haben aber gehört, dass in Afrika ganzjährig in Hülle und Fülle von ganz allein Bananen reif sind, welche man bei Hunger nur von der Staude nehmen braucht. Daher beschließen Sie eine Schlauchbootfahrt ins Paradies nach Afrika.

        Was glauben Sie, was einen Neger Ihre mangelhafte Kinderstube interessiert, wenn Sie kommen, um ihm und seiner Sippe die Bananen wegzufressen ??? Sie glauben, man würde Sie mit dem Schiff abholen? Oder einen Lehrer schicken, der Ihnen daheim was über Bananen erklärt? Oder Ihnen paar Bananen bringt, damit Sie bloß nicht ins Schlauchboot steigen?

        Bestenfalls bekämen Sie kurz und schmerzlos die Rübe runter geknallt, denn Sie wären ein Eindringling, von welchem ein Gefahrenpotential für den eigenen Lebensraum der Afrikaner ausgeht. Und das wäre normales natürliches Verhalten. Denn auch in Afrika kommt zuerst die eigene Sippe. Dann lange nichts. Und für Ihr Elend als Krummnase und mangelhafte Lebensbefähigung fühlt sich der Afrikaner sicher als Allerletztes zuständig.

        NACHDENKEN !

         

        •  

          Das Denken fällt so manchem schwer-

          drum läßt man auch so viele her.

          Die Dummen klatschen in die Hände,

          glauben nicht an eine Wende.

          Doch am End da klatscht er nicht,

          er zeiget nur sein dumm Gesicht.

      • @Xili: 

        Ooooch, das hatten wir schon. Es kommen ja nicht die Libyer, sondern die ganz Reichen aus den schwärzesten Tiefen Afrikas. Die kommen normalerweise höchstens bis in ihr Nachbardorf. Dass sie es durch die Sahara schaffen , liegt vielleicht an 67 Tonnen Bargeld, nach denen man im Netz suchen kann.

        Und dann kann man noch nach Fertilität, also geborene Kinder pro Frau suchen. Die liegt für Afrika und Afghanistan bei 5,0. Genug Nachschub für Gutmenschen, die aufopfernd dienen wollen.

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