Koreakrise: US-Kolonialherrengehabe und Geschäft für US-Rüstungsindustrie

Die Koreakrise wird zu einem gewaltigen Geschäft für die US-Rüstungsindustrie. Die USA spielen sich allerdings wieder einmal als Kolonialherren gegenüber Südkorea auf.

Von Marco Maier

Wird die Hochschaukelung der Koreakrise von den Vereinigten Staaten von Amerika nur dafür benutzt, um die eigene Rüstungsindustrie wieder einmal ordentlich aufzupäppeln? Angesichts der folgenden Meldung die gestern veröffentlicht wurde, könnte man nämlich durchaus daran glauben.

"Sie (also die Präsidenten Donald Trump und Moon Jae-in) haben versprochen, die gemeinsamen militärischen Möglichkeiten zu stärken. Präsident Trump unterstützte im Wesentlichen die Initiative Südkoreas, die Beschränkungen für die Kampfmasse der südkoreanischen Raketen aufzuheben. Präsident Trump gab auch im Wesentlichen seine Zustimmung für den Ankauf US-amerikanischer Waffen und Ausrüstung im Wert von vielen Milliarden Dollar durch Südkorea", heißt es in einer Pressemitteilung.

Alleine in diesen wenigen Sätzen wird deutlich, was los ist. Denn Washington erlaubt (!) es Südkorea, Raketen mit stärkerer Sprengkraft und mehr Masse zu bauen. Und wenn sie sich schon darauf vorbereiten, im Kampf gegen ihre nordkoreanischen Brüder und Schwestern dafür zu sorgen, dass es auf beiden Seiten viele Millionen Tote gibt, dann sollen sie gefälligst auch US-amerikanische (!) Waffen kaufen.

Das Verhalten der Amerikaner zeigt wieder einmal deutlich auf, wie arrogant und selbstgefällig die US-Politik ist. Ohne die Zustimmung des Weißen Hauses bzw. des Kongresses darf ein (eigentlich) souveränes Land wie Südkorea nicht einmal selbst darüber entscheiden, mit welchen Mitteln man die eigene (!) Landesverteidigung organisieren will. Washington offenbart damit wieder einmal eindrücklich, welches Kolonialherrengehabe man in der internationalen Politik an den Tag legt – ohne dafür auch nur ansatzweise mit Widerstand rechnen zu müssen.

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32 Kommentare

  1. Ablenkungsmanöver bei innenpolitischer Konzeptlosigkeit.

    Entgegen seinen Wahlversprechen scheint Trump deutlich weniger Konzepte für den Wiederaufbau der heimischen Wirtschaft zu haben als nötig. Statt dessen versucht er die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf neue, künstlich aufgeblasene potentielle Kriegsherde zu lenken. Seine Deregulierung der Banken ist da obendrein noch die Rolle rückwärts.

    Damit setzt er im Wesentlichen die Politik seiner Vorgänger fort. Trump – ein weiterer Kriegstreiber.

    Umgekehrt: Hätte er intelligente Konzepte für die Binnenwirtschaft, bräuchte er nicht Krieg als Ablenkungsmanöver, sondern würde die Erfolge seiner Konjunkturmaßnahmen in den Fokus schieben, um seine Wiederwahl zu lancieren.

    Platt gesagt: Wer Volkswirtschaft nicht kann, macht ein auf Krieg.

    1. @ Richard

      Ihren Kommentar kann ich voll und ganz unterschreiben.

      Es war ja klar, Trump gehört zum Establishment der USrael-Oberclique, auch wenn die Mitglieder dieser Gang untereinander nicht mehr so einig sind, wie auch schon. Warum sollte sich da die bisherige US-Politik ändern? Ausserdem versteht Trump nichts von internationaler Wirtschaft und auch nichts von Volkswirtschaft. Er sieht nur einzelne Wirtschaftsfakten punktuell und handelt dann entsprechend, ohne die weitergehenden Zusammenhänge im Auge zu haben. Der Mann ist in meinen Augen einfach beschränkt, aber genau Solche braucht das US-Regime, dabei hat er noch ordentlich viel Dreck am Stecken und ist jederzeit erpressbar von seinen Hintermännern. Von dieser Seite ist nichts Gutes zu erwarten.

    2. "Platt gesagt: Wer Volkswirtschaft nicht kann, macht ein auf Krieg."
      Mehr Worte braucht man dazu eigentlich nicht mehr los zu werden! Auch Trump wird sich, letzten Endes, als Lame Duck und Warlord outen müssen!

  2. was solln der Quatsch ? steht irgendwo geschrieben, dass Südkorea bei den Amis kaufen MUSS ? Nein, tut es nicht ! Lediglich die Aufrüstung Südkoreas wurde vom Sicherheitsrat bewilligt und in den USA der Verkauf frei gegeben. Das heißt aber noch lange nicht, dass Südkorea nicht auch woanders, wie z.B. beim Russen kaufen dürfte.

          1. Waren das die hilflosen Worte einer Gehirnlosen ?

            Hauche einfach nur noch ein leises unhörbares JA .

            Damit du dich bloß nicht mehr überanstrengst.

          2. Wenn man deine geistigen Ergüsse auf den Grill legte, könnte man damit eine schlichte Beileidsorgie  für dich ausrichten. – Aber ich fürchte, selbst den Grillkohlen würden angesicht des Elends auf dem Rost die Tränen kommen, und sie täten erlöschen. 

          3. Du schreibst >geistreich< groß ? – man merkt schon wieder, es wäre bei dir auch um die einfachste Grillkohle zu schade, um sie für dich geistloses Würstchen  zu verschwenden.

  3. „Trump unter Hausarrest“: Legende mit „psychologisch verständlichem“ Ursprung
    https://de.sputniknews.com/politik/20170904317302775-trump-unter-hausarrest-fake/

    Präsidiale Unzufriedenheit: Wackeln weitere Stühle in der Trump-Administration?
    https://de.sputniknews.com/politik/20170901317262154-trump-berater-unzufriedenheit/

    Assange: Trump setzt mit Drohung gegen China eigenes Amt aufs Spiel
    https://de.sputniknews.com/politik/20170904317292141-assange-trump-china-handel/

     

    Es wird ja immer toller, was da bei der USrael-Gang alles vor sich geht. Trump macht seinen psychopathischen Anwandlungen alle Ehre. Aber seine Hintermänner, die ihn abstellen wollen, scheinen nicht besser zu sein. Einem US-Präsidenten das Telefon zu sperren, das ist doch der totale Abbruch des intriganten US-Politsystems.

    Auch ist an den internen US-Querelen seit der Trump-Regierung zu erkennen, dass das US-Präsidentenamt tatsächlich nichts anderes als ein Marionetten-Amt ist. Da Trump sich wie ein wilder Hund benimmt, der nicht gut zu dressieren ist und immer wieder unerwartet unberechenbar handelt, greifen die Hintermänner nun zu solchen Methoden wie Hausarrest und Telefon-Wegnehmen. Damit entlarvt sich das US-Polit-Establishment und stellt nichts mehr als einen korrupten Sauhaufen dar, der konzeptlos sein „Super-Machtsystem“ nicht mehr im Griff hat und den Überblick völlig verloren hat. Vermutlich ist das schon lange so, die Aussenwelt hat das nur noch nicht gemerkt. Und dieser Sauhaufen terrorisiert die ganze Welt. Wird allerhöchste Zeit, dass damit Schluss ist.

      1. ganz bestimmt isse das auch, aber unabhängig davon, was glaubt ihr denn, wird passieren ohne gesondert erhobene Rundfunkanstaltsgebühr ?

        Lösen die sich deshalb in Luft auf oder werden die nicht mehr bezahlt ?

        Nix davon, dann zahlt den Sauhaufen eben der Michel über seine Steuern – so siehts aus !

        Für mich ist die GEZ-Debatte nichts weiter, als den Oppositionellen ein Sammelbecken zu bieten, wo sie sich abreagieren können.

        Als würde die jüdische Medienhoheit ausgerechnet in Deutschland ihre Gehirnwäsche an den Deutschen selbst bezahlen – lachhaft !

  4. Trump und seine Entourage samt seinen – auch gegen ihn – intrigant manipulierenden Hintermännern haben gegen die Asiaten keinen Stich. Und dahinter steht gleich das immer entschlossenere Russland, das offensichtlich gegenüber den Amerikanern immer weniger die Hoffnung hegt, mit dieser – bösartigen  und chaotischen – US-Regierung noch irgendetwas Gescheites in der globalen Politik zuwege zu bringen. Und DAS versuchte Putin lange Zeit – leider ohne Erfolg. Offensichtlich hat er jetzt genug von diesem Affenzirkus einer verlogenen und falsch-spielenden Machtclique in der US-Regierung, die die nationalen tiefgehenden Empfindlichkeiten der asiatischen Nationen, aber auch der russischen Bevölkerungen völlig unterschätzt.

    President Putin has hit back at the Western elite’s financial dominance over the world by vowing to destroy the US-led global financial and trade hegemony.”

    „Putin wants to break the Western hegemonic dominance of world trade by building a genuine global free trade system as opposed to the present sham-liberal system marked by a de-facto US protectionism of its own narrow interests. He continues:

    Russia advocates “the foundations of an open, equal and mutually beneficial multilateral trade system and the strengthening of the role of the WTO.”

    Den Amerikanern geht es ganz einfach ans Eingemachte. Besonders dann, wenn Putin einige Karten zur Stellung Amerikas in der Weltpolitik und im globalen Marktgeschehen unmissverständlich klar auf den Tisch legt. Was hat in diesem Politreigen ein Trump noch überhaupt zu melden? Dem wachsen doch alle Folgegeschehnisse über den Kopf. Und seine punktuellen, krampfhaft nach Fürsprache suchenden ad-hoc-Aktivitäten wirken nur noch lächerlich. Dass ihm in diesen heiklen Politgeschehen von den hysterische gewordenen Hintermännern seine Betriebsmittel entzogen werden, ist gut vorstellbar. Für diese ist es Fakt, dass wenn Trump das Maul aufmacht, richtet er Schaden an. An der gesamten Szenerie ist aber auch eines sichtbar, die oberste US-Macht-Gang ist am Absaufen.

    „It is especially noteworthy and welcome that Putin has in his analysis arrived to identifying the monopolistic dominance of world trade by the Western transnational corporations as a major structural problem. Putin wants to unleash the collective power of the antimonopoly agencies of the BRICS countries against those predatory corporations:

    “The goal is to create a package of cooperation measures to work against the restrictive business practices of large multinational corporations and trans-border violations of competition rules,”

    Putin Vows To Destroy West’s Financial Dominance Over World
    https://newspunch.com/putin-destroy-wests-financial-dominance/

  5. Ich sehe das etwas anderst wie Herr Maier ! Bei dem Korea Konflikt gehts den Amis letztentlich um mehr als nur um das armseelige Nordkorea . Und die Südkoreaner mit dem neuen Präsiderten und auch ein Großteil der Bevölkerung wollen nicht mehr so einen Krieg wie 1950 . Der nur den Interessen der Amis diehnt , die haben dazugelernt auch dank der Russen und Chinesen . Waffenverkäufe ? Die Karten die sich die Amis selbst zugespielt haben haben sich durch ihre eigenes Unvermögen sehr schlecht vieleicht sogar zu einer Falle für sie entwickel . Und jetzt um sich Luft zu verschaffen sollen die Südkorianer den Kampf im Fordergrund übernehmen damit die Amis nicht ganz das Gesicht verlieren  . Und ob die Südkorianer die Waffen der Amis kaufen ist nicht annähernt geklärt . Die Amis setzen die Südkorianer mit Wirtschaftsangelegenheiten schon eine Weile unter druck . Der Grund könnte sein das die Südkorianer nicht so wollen wies die Amis gerne hätten .  Südkorea weiss inzwischen ziemlich genau was es für eine Rolle bei den Amis spielt .

    Vieleicht sollte man ab und zu mal einen Bericht aus Asien lesen . Bei uns ist ja fast alles von den Amis eingefärbt .

  6. Ja, spitzenmäßig! – die Rothschilds, McCains, Soros und wie sie nicht alle heißen, verdienen nun an Nord- und Südkorea! Möglicherweise kann man den Japanern auch noch einige, veraltete Waffen auf das Auge drücken! Der Ami wird sich niemals ändern!

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