Doskozil: Die Balkanroute ist nicht geschlossen

Österreichs Verteidigungsminister warnt davor, dass die Balkanroute nicht geschlossen sei. Die Schlepper hätten neue Routen über den Balkan gefunden.

Von Redaktion

Österreich warnt vor der Entstehung neuer Flüchtlingsrouten in der Europäischen Union: "Nach unseren Erkenntnissen entstehen in jüngster Zeit auf dem Balkan neue Schlepperrouten, nachdem Ungarn und Mazedonien den Schutz der EU-Außengrenzen deutlich verschärft haben. Wir beobachten, dass viele Flüchtlinge, die heute beispielsweise aus Griechenland und Serbien kommen, neuerdings versuchen über die Route Slowakei weiter in Richtung Norden zu ziehen", sagte Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil der "Welt".

Polizei und Militär in Österreich hätten darum jetzt damit begonnen, "verdeckte Schwerpunktkontrollen" im Hinterland an der Grenze zur Slowakei durchzuführen. "Die Balkanroute ist immer noch nicht gänzlich geschlossen", sagte der Minister. Nach seinen Angaben sind rund 8.000 der insgesamt bisher 12.000 Asylantragssteller in diesem Jahr über den Balkan nach Österreich gelangt. Doskozil forderte die EU-Kommission zugleich auf, neue Vorschläge zur Schließung der Mittelmeerroute vorzulegen.

Wichtige EU-Regierungschefs hätten sich im August in Paris auf die Einrichtung von so genannten Verfahrenszentren geeinigt: "Brüssel muss jetzt endlich tätig werden. Ich erwarte jetzt neue konkrete Vorschläge der EU-Kommission. Wir brauchen endlich nachhaltige Lösungen." Laut Doskozil sollen europäische Beamte in diesen Zentren über den Asylantrag entscheiden. "Wer kein Asyl erhält, kann nicht nach Europa kommen", sagte er.

Die Bewachung dieser Zentren in Ländern wie Niger oder Mali bezeichnete er als "europäische Aufgabe", so Doskozil: "Gut ausgebildete EU-Soldaten könnten die Verfahrenszentren militärisch schützen. Sie könnten auch die Infrastruktur in diesen Lagern einrichten und sie betreiben, natürlich in enger Abstimmung mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)." Der Sozialdemokrat, der zu den größten Hoffnungsträgern in seiner Partei SPÖ gehört, bekräftigte, dass man nach den Wahlen mit allen Parteien Gespräche führen werde.

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Einen Vergleich zwischen der AfD in Deutschland und der FPÖ in Österreich lehnte er ab: "Man kann AfD und FPÖ nicht eins zu eins vergleichen. Die FPÖ sitzt seit Jahrzehnten im österreichischen Nationalrat und derzeit auch in zwei Landesregierungen. Grundsätzlich gilt: Wer den Anspruch hat, Kanzlerpartei zu sein und bleiben zu wollen, muss jene Themen aufgreifen, die der Bevölkerung ein Anliegen sind und diese auch glaubwürdig vertreten." Mit der AfD sei "jegliche Koalition unmöglich".

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11 Kommentare

  1. Doskozil ist alles andere als ein Verteidiger Österreichs. Er ist Teil der Schleuserbande und wird seine Saat ernten.

    Die AfD würde ihm sein Klientel postwendend retourieren, deshalb ist für diesen Politiker mit der AfD "jegliche Kooperation unmöglich". Sie wird ihm aufgezwungen werden, wie die Warheit über alle Priester & Politiker (ihren Niedergang bedeutet).

  2. Jetzt wird das Problem Massenmigration benutzt, um den Imperialismus der EU zu fördern . – noch mehr Truppen nach Afrika.

    Gleichzeitig wird das Projekt der Züchtung einer europäisch-negruiden Einheitsrasse nach Kalergi beschleunigt. Neben der illegalen Migration wird nun auch die legale Migration von Afrika nach Europa intensiviert.

    Die Aussagen des Doskozil zur AfD spiegeln die verbreitete gefährliche antidemokratische Entwicklung in den europäischen Machteliten wieder .

  3. Über eines können wir uns doch alle klar sein, keiner will und wird die Illegale Zuwanderung bekämpfen!!

    Jeder der es bis hierher geschafft hat,bleibt und wird die Sippe nachholen…..jeder der Merkel noch eine Stimme gibt,wird sich bis Ende des Jahres die Augen reiben !

  4. Wenn wir es die nächsten vier Jahre nicht schaffen, das Asylproblem in den Griff zu bekommen, sind wir hoffnungslos verloren und wir werden überrannt, wie damals in der Völkerwanderung 400 Jahre n.Ch. und die Indianer neuerer Zeitrechnung, die heute in der Minderheit sind und so gut wie keinen Gestaltungsspielraum mehr haben. Wer das verhindern will, kann nur noch die Alternativen wählen, alles andere wäre kollektiver Selbsmord.

  5. Die Schleuserrouten werden so lange offen sein wie in ganz Europa noch Altparteien an der Macht sind!  Das ist die einfache Wahrheit! Die volksverprellenden Eiertänze die sie vor den Wahlen aufführen sind nichts anderes als kumulative Lügengebäude!!! Im Übrigen wenn Österreich seine Grenzen konsequent schließt ist der Invasorenzug ziemlich gestoppt! Das wird aber nicht passieren solange die linken Parteien (rotgrünrosarot) in Österreich nicht entscheidend geschwächt sind. Die Schleusen nach Deutschland und den Transport der Invasorenarmee hat ein sozialistischer Bundeskanzler (jetzt sitzt er irgendwo und konsumiert den Judaslohn) geöffnet und die Schleusung wurde von der österreichischen Bundesbahn übernommen deren Generaldirektor der heutige Bundeskanzler Kern (SPÖ) war. Die Kosten für die Reinigung der Züge wurden nie veröffentlich, veröffentlicht wurden im Internet nur die Bilder der devastierten Garnituren die deutlich machten, daß Menschen transportiert wurden die noch nie in ihrem Leben ein Closett gesehen haben.

  6. Solange es gar nicht politisch gewollt ist, solange wird es die Schleuser Routen nach wie vor auch weiterhin geben.  

    Siehe Brenner …… Ein Beispiel von vielen ! 

    Wie sagte übrigens ein österreichischer General ?!

    "Es wäre absolut kein Problem sofort die lybische Meeresgrenze militärisch und auch logistisch zu bewältigen".

    Es muss also nur politisch gewollt sein – und das ist es nicht ! 

    1. Richtig,  a l l e s  ist politisch gewollt den betroffenen Menschen wird ein nie dagewesenes Schmierentheater vorgeführt dessen Protagonisten der politischen Halbwelt zuzurechnen sind!

  7. Anderes Thema

    Die Welt: Neue Umfragemethode sieht AfD ( NUR) klar als drittstärkste Partei

    Hallo, wieso NUR als drittstärkste und nicht sogar als zweitstärkste Partei ?????

    Was soll das – das ist hinterhältig und verlogen ……..denn die Wahrheit kann auch sein, das die AfD eh schon längst die 20-25Prozent Marke geknackt hat, dies aber vertuscht werden soll – warum wohl – liebe Wahlbeobachter ?! 

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