Chinas „grüne Revolution“ – eine Notwendigkeit

Peking will in absehbarer Zeit die Produktion und den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren stoppen. Das hat nicht nur ökologische Gründe, sondern vor allem handfeste wirtschaftliche.

Von Marco Maier

Kommt es im roten China zur "grünen Revolution"? Man könnte es beinahe meinen. Immerhin hieß es in der Parteizeitung "Renmin Ribao", dass das Industrieministerium der Volksrepublik an der Entwicklung eines Zeitplans arbeite, "um die Produktion und den Verkauf von Fahrzeugen mit herkömmlicher Energie zu stoppen". Und auch sonst arbeitet man schon daran, "Stromtankstellen" im ganzen Land flächendeckend anzubieten.

Was auf den ersten Blick danach klingt, dem Klimawandel entgegenwirken zu wollen, ist auf den zweiten Blick jedoch eher eine strategische Neuausrichtung. Denn einerseits ist klar, dass auch die Funktionäre der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) keine große Lust darauf haben, in versmogten und verdreckten Städten zu leben, in der der zunehmende Verkehr zu einer enormen Gesundheitsgefahr für die Menschen avanciert.

Andererseits jedoch geht es hierbei auch um die Abhängigkeit von den Ölimporten. Immerhin muss die Volksrepublik jährlich enorme Summen aufwenden, um Öl, Benzin und Diesel zu importieren. Um den infolge der Elektrifizierung des Verkehrs wachsenden Strombedarf zu decken, will man sich auch nicht mehr (nur) auf die Kohlekraftwerke verlassen, sondern – unter anderem mit russischer Mitwirkung – vielmehr auch einige neue Atomkraftwerke bauen. Hinzu kommen noch immer mehr Solaranlagen, die zusätzlichen Strom liefern sollen.

Chinas Vorteil hierbei ist auch der Umstand, dass das Land über große Reserven an den sogenannten "seltenen Erden" besitzt, die unter anderem auch für die leistungsfähigen Akkus benötigt werden. Viele chinesische Produzenten arbeiten zudem daran, ihre Elektrofahrzeuge massentauglich zu machen und auf dem wachsenden Markt erfolgreich zu sein.

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Klar spielen auch Umweltschutzaspekte in den chinesischen Planungen eine große Rolle, doch wenn sich diese mit den wirtschaftlichen Eigeninteressen des Landes decken, umso besser. Die kommunistische Planwirtschaft und das zentralstaatliche Ordnungsprinzip sorgen hierbei (trotz der allgemeinen Mängel einer solchen Wirtschaftspolitik) dafür, dass solche Veränderungen auch mit Nachdruck umgesetzt werden können. Denn: Wenn die Fahrzeugproduzenten, die Energieversorger und die Bereitsteller der Infrastruktur an einem Strang ziehen, funktioniert das auch.

Gegenüber den Europäern oder den Amerikanern besitzen die Chinesen also in Sachen Wirtschaftsumstellung einen entscheidenden Vorteil. Was nützt es nämlich, wenn (wie im "freien Westen") zwar immer mehr Elektrofahrzeuge angeboten werden, dafür jedoch einfach nicht die notwendige Infrastruktur vorhanden ist? Wer will schon Unsummen in "Stromtankstellen" investieren, wenn man gar nicht weiß, ob sich das überhaupt lohnt? Warum sollten die Energiekonzerne ihre Produktionskapazitäten massiv ausbauen, wenn man doch gar nicht sicher sein kann, ob man für diese zusätzliche Energiemenge überhaupt Abnehmer findet? Dies muss man hierbei durchaus berücksichtigen.

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11 Kommentare

  1. Solange das Bevölkerungswachstum nicht drastisch gestoppt wird, sind alle ökologischen Maßnahmen nur der verzweifelte Versuch etwas hinauszuschieben was ehedem nicht mehr aufzuhalten ist, nämlich der Niedergang der menschlichen Spezies. Wer es nicht glaubt muß nur lange genug leben um es noch erfahren zu können oder noch durch die Überlieferung seiner Vorvorderen zur Kenntnis zu nehmen, wenn dies dann noch überhaupt möglich ist.

  2. Elektroautos sind ein Irrweg.

    Dies deshalb, weil…

    a) die Akkus viel zu geringe Kapazität besitzen, um lang genug damit fahren zu können und

    b) man das ganze Land mit Atomkraftwerken pflastern müßte, um diese riesigen Mengen an Strom zu produzieren, um das Benzin ersetzen zu können. Völlig unrealistisch.

    —————————————

    Die Energiequelle der Zukunft wird weder Benzin noch Strom aus AKWs sein, sondern die Molekülbewegung der Atmosphäre, Physiker nennen sie "Braunsche Molekularbewegung".

    An dem Tag, an dem Deutsche Erfinder diese Technologie der Weltbevölkerung vorstellen, wird nichts mehr so sein wie vorher. Energie wird für jeden Menschen in praktisch unbegrenzter Menge kostenlos zur verfügung stehen und alle fossilen Brennstoffe dieses Planeten werden schlagartig völlig wertlos.

    Dieser Tag ist näher, als sich die meißten vorstellen können…

    1. Sie brauchen nicht fahren! Zehn Grad unter 0 und sie kommen nur bis zum Nachbarn, wenn Sie nicht anfrieren wollen. Danach wirft ein großer Teil die abgestorbenen, umweltfreundlich hergestellten Akkus weg. 

      Es gab Zeiten, da hat sich eine Gesellschaft der techn. Entwickelung folgen müssen. Heute wird erst die gesellsch. Anpassung vorgenommen ohne einen techn. Vorteil.. Haben die Grünen nicht schon genug Unheil in diese Welt gebracht? Ging  Alles nach hinten los, was gestern noch "Die Idee zur Weltenrettung" galt. 

      Wieviele Menschen auf dieser Welt sind dadurch bis heute verhungert?

      Leute Wählt Grün und schafft ihn ja nicht ab, den Furz!

  3. Die Hundefresser sind schon weiter als wir. Ein tolle Sache ! Wollte Gott seine Kreaturen schützen, wären diese Hundefresser erst gar nicht geboren. Dieses scheußliche gnadenlose  Volk. (Eben wurde in Brisant darüber berichtet:)

  4. Die neue Weltmacht-, die Hunde grausam quält, damit sie besser schmecken. Was für ein drecklges Volk ! Alle Nationen müssten zusammenstehen und aus dieser sogenannten Weltmacht wieder eine Zopf – Republik machen. Wenn man schon mit millitärischen Mittel gegen diese Barbaren nicht ankommen kann, dann eben mit resistenten Viren. Wenn so ein Volk von der Erde verschwindet, da kräht kein Hahn nach.

    1. He, warum beleidigst Du die 98% die kein Hundefleisch mehr Essen? Im übrigen sind die Chinesen überaus friedlich aber manchmal laut 😉

      Desweiteren: es gibt bereits jetzt gefühlte 97% Elektromofas und Roller (und 3 Radtaxi) in den chinesischen Städten…es ist deutlich ruhiger (außer dem Hupen) als noch vor 18 Jahren…

  5. Den Chinesen fehlt NowHow im Fahrzeugbau und die ganzen Patentgebühren gehen denen auch gegen den Strich weil sie ihre Ambitionen einbremsen. Die einzige Chance für die wär ne neu Technologie, in dem Fall elektromobilität. Ihr Vorgehen ist also genausowenig überraschend wie es erfolglos sein wird.

  6. @ Tony Katz

    Wenn 98% der Chinesen diese Quälerei (vom besten Freund des Menschen), diese Sadisten gerwähren lassen, ist es da nicht legitim , die direkt mit zu verachten ?

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