Bundestagswahl 2017: Die Ergebnisse in Bund und Ländern

Das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl 2017 ist da. Große Unterschiede gibt es in den Bundesländern. In Sachsen schaffte es die AfD sogar ganz knapp auf den ersten Platz – vor der CDU.

Von Marco Maier

Entsprechend des vorläufigen Ergebnisses der Bundestagswahl sieht es für die ganze Bundesrepublik in Sachen Zweitstimmen so aus:

CDU: 26,8 Prozent (200 Sitze, -55)
SPD: 20,5 Prozent (153 Sitze, -40)
AfD: 12,6 Prozent (94 Sitze, +94)
FDP: 10,7 Prozent (80 Sitze, +80)
Linke: 9,2 Prozent (69 Sitze, +5)
Grüne: 8,9 Prozent (67 Sitze, +4)
CSU: 6,2 Prozent (46 Sitze, -10)
Sonstige: 5,0 Prozent

In den Bundesländern selbst gibt es große Unterschiede. Das beste Ergebnis für die Union liegt in Bayern, wo die CSU 38,8 Prozent der Stimmen holen konnte. In Berlin gab es mit 22,7 Prozent hingegen das schlechteste Ergebnis für die Schwarzen. Die SPD holte mit 27,4 Prozent in Niedersachsen ihr bestes Ergebnis heraus, wobei sie dort hinter der CDU auf dem zweiten Platz liegt. In Sachsen hingegen gab es mit 10,5 Prozent für die Sozialdemokraten den schlechtesten Wert.

Die AfD konnte dafür in Sachsen mit 27,0 Prozent der Stimmen dort nicht nur das bundesweit beste Ergebnis einfahren, sondern mit 27,0 Prozent sogar ganz knapp vor der CDU auf den ersten Platz landen. Mit 7,8 Prozent der Stimmen erzielte die AfD in Hamburg ihr schlechtesten Bundesländer-Ergebnis. Die wieder erstarkte FDP schaffte in Nordrhein-Westfalen mit 13,1 Prozent ihr bestes Ergebnis. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen stimmten nur 6,2 Prozent der Wähler für die Liberalen, womit sie da das schlechteste Ergebnis erzielte.

Loading...

Für die Linke, die ein durchwachsenes Ergebnis erzielte, mit Verlusten in einigen Bundesländern bei Gewinnen in anderen, gab es in Berlin mit 18,8 Prozent Stimmenanteil das beste Ergebnis. Im konservativen Bayern hingegen gab es nur 6,1 Prozent für die Sozialisten – und damit dort das schlechteste Länderergebnis. Die Grünen hingegen konnten in Hamburg mit 13,3 Prozent am besten abschneiden, während die einstige Ökopartei insbesondere in den neuen Bundesländern große Probleme hat. In Sachsen-Anhalt gab es sogar nur 3,7 Prozent für diese Partei – und damit auch dort das schlechteste Ergebnis in den Bundesländern.

Hier die Ergebnisse der Bundesländer:

Baden-Württemberg

CDU: 34,4 Prozent (-11,3)
SPD: 16,4 Prozent (-4,2)
Grüne: 13,5 Prozent (+2,4)
FDP: 12,7 Prozent (+6,5)
AfD: 12,2 Prozent (+6,9)
Linke: 6,4 Prozent (+1,5)
Sonstige: 4,5 Prozent

Bayern

CSU: 38,8 Prozent (-10,5)
SPD: 15,3 Prozent (-4,7)
AfD: 12,4 Prozent (+8,1)
FDP: 10,2 Prozent (+5,1)
Grüne: 9,8 Prozent (+1,4)
Linke: 6,1 Prozent (+2,3)
Sonstige: 7,5 Prozent

Berlin

CDU: 22,7 Prozent (-5,7)
Linke: 18,8 Prozent (+0,3)
SPD: 17,9 Prozent (-6,7)
Grüne: 12,6 Prozent (+0,2)
AfD: 12,0 Prozent (+7,1)
FDP: 8,9 Prozent (+5,4)
Sonstige: 7,0 Prozent

Brandenburg

CDU: 26,7 Prozent (-8,1)
AfD: 20,2 Prozent (+14,2)
SPD: 17,6 Prozent (-5,6)
Linke: 17,2 Prozent (-5,3)
FDP: 7,1 Prozent (+4,5)
Grüne: 5,0 Prozent (+0,3)
Sonstige: 6,3 Prozent

Bremen

SPD: 26,8 Prozent (-8,8)
CDU: 25,0 Prozent (-4,2)
Linke: 13,5 Prozent (+3,4)
Grüne: 11,0 Prozent (-1,1)
AfD: 10,0 Prozent (+6,3)
FDP: 9,3 Prozent (+5,9)
Sonstige: 4,3 Prozent

Hamburg

CDU: 27,2 Prozent (-4,8)
SPD: 23,5 Prozent (-8,9)
Grüne: 13,9 Prozent (+1,3)
Linke: 12,2 Prozent (+3,4)
FDP: 10,8 Prozent (+6,0)
AfD: 7,8 Prozent (+3,6)
Sonstige 4,5 Prozent

Hessen

CDU: 30,9 Prozent (-8,3)
SPD: 23,5 Prozent (-5,3)
AfD: 11,9 Prozent (+6,3)
FDP: 11,6 Prozent (+6,0)
Grüne: 9,7 Prozent (-0,3)
Linke: 8,1 Prozent (+2,1)
Sonstige: 4,4 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern

CDU: 33,1 Prozent (-9,4)
AfD: 18,6 Prozent (+13,0)
Linke: 17,8 Prozent (-3,7)
SPD: 15,1 Prozent (-2,7)
FDP: 6,2 Prozent (+4,1)
Grüne: 4,3 Prozent (-0,1)
Sonstige: 4,9 Prozent

Niedersachsen

CDU: 34,9 Prozent (-6,1)
SPD: 27,4 Prozent (-5,6)
FDP: 9,3 Prozent (+5,1)
AfD: 9,1 Prozent (+5,4)
Grüne: 8,7 Prozent (-0,1)
Linke: 6,9 Prozent (+1,9)
Sonstige: 3,6 Prozent

Nordrhein-Westfalen

CDU: 32,6 Prozent (-7,1)
SPD: 26,0 Prozent (-5,9)
FDP: 13,1 Prozent (+7,9)
AfD: 9,4 Prozent (+5,5)
Grüne: 7,6 Prozent (-0,4)
Linke: 7,5 Prozent (+1,3)
Sonstige: 3,8 Prozent

Rheinland-Pfalz

CDU: 35,9 Prozent (-7,4)
SPD: 24,2 Prozent (-3,3)
AfD: 11,2 Prozent (+6,4)
FDP: 10,4 Prozent (+4,8)
Grüne: 7,6 Prozent (-0,1)
Linke: 6,8 Prozent (+1,4)
Sonstige: 3,9 Prozent

Saarland

CDU: 32,4 Prozent (-5,4)
SPD: 27,2 Prozent (-3,9)
Linke: 12,9 Prozent (+2,9)
AfD: 10,1 Prozent (+4,9)
FDP: 7,6 Prozent (+3,8)
Grüne: 6,0 Prozent (+0,3)
Sonstige: 3,9 Prozent

Sachsen

AfD: 27,0 Prozent (+20,3)
CDU: 26,9 Prozent (-15,8)
Linke: 16,1 Prozent (-3,9)
SPD: 10,5 Prozent (-4,1)
FDP: 8,2 Prozent (+5,1)
Grüne: 4,6 Prozent (-0,3)
Sonstige: 6,7 Prozent

Sachsen-Anhalt

CDU: 30,3 Prozent (-10,9)
AfD: 19,6 Prozent (+15,4)
Linke: 17,8 Prozent (-6,2)
SPD: 15,2 Prozent (-3,0)
FDP: 7,8 Prozent (+5,1)
Grüne: 3,7 Prozent (-0,3)
Sonstige: 5,7 Prozent

Schleswig-Holstein

CDU: 34,0 Prozent (-5,2)
SPD: 23,3 Prozent (-8,3)
FDP: 12,6 Prozent (+7,0)
Grüne: 12,0 Prozent (+2,6)
AfD: 8,2 Prozent (+3,6)
Linke: 7,3 Prozent (+2,1)
Sonstige: 2,7 Prozent

Thüringen

CDU: 28,8 Prozent (-10,0)
AfD: 22,7 Prozent (+16,5)
Linke: 16,9 Prozent (-6,6)
SPD: 13,2 Prozent (-2,9)
FDP: 7,8 Prozent (+5,2)
Grüne: 4,1 Prozent (-0,8)
Sonstige: 6,5 Prozent

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

7 Kommentare

    1. Das wird wohl so sein, daß man heruntergerechnet hat! Zum Trost kann ich aber berichten was Seehofer heute gesagt hat nämlich, daß die AfD praktisch das ganze Land mit stattlichen Stimmenanteilen durchdrungen hat sogar in Orten wo es gar keinen AfD Kandidaten gegeben hat, wurden teils zweistellige Ergebnisse erreicht.

  1. Wer kann sagen, daß die CDU und SPD nicht zusammen eine Koalition bilden werden? Geht die SPD wirklich in Opposition? Das mit der Jamaika-Regierung wird der CDU kaum unter die Nase gehen. Meine Hoffnung, daß v.a. in der Flüchtlingsfrage eine gute Lösung von der kommenden Regierung gefunden wird, kann ich sicher zu Allerheiligen gleich am Friedhof begraben. Nachdem meistens schon vor der Wahl ausgeschnapst wurde, wie es weitergeht, ist mit einer richtigen Änderung nicht zu rechnen.

    1. CDU und SPD sind keine zwei Parteien und können demnach auch keine Koalition bilden, sie sind ein und dasselbe ! Die Deutschlandabschaffer sind sich einig, – umso mehr und sicherer, wenn sie verschiedene bzw. alle Lager abdecken.

      … und "Jamaika" tangiert Merkel Null. "In der Ruhe liegt die Kraft" sagt die Rautenfrau und meint: "an mir kommt hier eh keiner vorbei". … was unter uns gesagt auch gar niemand will. Grüne und FDP sind ihr als Unterstützer und Nichtsmelder höchst willkommen.

      Im Prinzip könnte sie auch alleine regieren, es machte keinen Unterschied ! Die ganze Mischpoke, samt CDU, steckt unter einer Decke !

      Hier hilft nur noch eine Maßnahme und ich hoffe sehr, dass sie sich auch alsbald umsetzen lassen wird !

       

        1. In Bayern finden die nächsten Wahlen statt! Seehofer stand gestern schon der Angstschweiß ins Gesicht geschrieben! Soll die Jamaica-Koalition zustande kommen muß er das rotgrüne (Merkel und Grüne) Narrenschiff (Zitat F.J.Strauss) besteigen auf dem er sich mit Hofreiter eine Kajüte teilen kann!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.