Venezuela – nur eine von vielen Hürden auf dem Weg in die „Neue Weltordnung“

Die Liste der Verweigerer ist lang: Iran – Libyen – Syrien – Ukraine – Brasilien – Argentinien –  Venezuela….  

Von Eva Maria Griese

Man darf sich wundern, warum ein rohstoffreiches Land wie Venezuela in Armut und Chaos versinken kann. Der demokratisch gewählte Präsident Maduro steht von Seiten der Opposition massiv unter Druck. Die USA zeigen sich besorgt über die zunehmenden autoritären Tendenzen in seiner Regierung. Maduro möchte die Opposition durch eine neue verfassunggebende Versammlung schwächen. Jene Opposition, die erst durch die Millionen der CIA (und z.B. auch der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung) so mächtig wurde, mit denen der Geheimdienst schon während der Amtszeit von Chavez die Entstehung einer destabilisierenden Opposition förderte.

Der hemdsärmelige Pragmatiker Chavez hatte zu Ungunsten ausländischer Ölkonzerne die privatisierten Ressourcen wieder unter die Kontrolle des Staates gebracht und bescherte dadurch dem Großteil der Venezolaner einen verbesserten Lebensstandard. Millionen hatten zum ersten Mal einen Zugang zu Gesundheitsvorsorge und die Zahl der Pensionsbezieher hatte sich vervierfacht .

Laut einem US-Strategiepapier aus dem Jahr 2007, das Edward Snowden 2013 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte, sahen damals die USA Venezuela als ihren gefährlichsten Kontrahenten in der westlichen Hemisphäre. Es gab offenkundige und dokumentierte Mordversuche während seiner gesamten Präsidentschaft. Besonders erwähnenswert ist der Staatsstreich vom 11. April 2002, bei dem er entführt wurde und getötet werden sollte, was aber durch den beispiellosen Aufstand des venezolanischen Volkes und loyaler Militäreinheiten verhindert wurde. Auch der Krebstod von Chavez könnte eine nicht ganz natürliche Ursache haben.

Etwaige Ähnlichkeiten mit den fünf Mordanschlägen, denen Präsident Putin bisher entgangen ist, sind rein zufällig…..

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Laut einem sehr aufschlussreichen Artikel in der New York Times war die Situation in anderen südamerikanischen Ländern ähnlich. Boliviens Evo Morales hatte ebenso hohe Zustimmung in der Bevölkerung wie in Ecuador Raphael Correa oder in Brazilien Lula da Silva und später die von ihm geförderte Dilma Rousseff. Cristina de Kirchner folgte ihrem Mann Nestor in Argentinien.

Sie alle hatten zwar nicht die Presse, aber durch deren Lebensrealität die Sympathien der Menschen auf ihrer Seite. Nicht aber die Sympathien der Eliten der US-Schattenregierung und ihrer Geheimdienste. Statt Dilma Rousseff regiert Brasilien jetzt der US-Freund und Günstling Michel Temer, der trotz massiver Proteste von Seiten des Volkes gegen die Absetzung Rousseffs an die Macht kam.

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Immer wieder zeigte sich der Weltpolizist besorgt über mangelnde Demokratie oder angebliche Diktatoren in anderen, souveränen Staaten. Ob in Südamerika oder dem Nahen Osten, die US-Regierung scheute weder Kosten noch Mühen, mithilfe von millionenschweren Programmen dort die „Demokratie“ zu fördern oder eben jene angeblichen Diktatoren mittels „Regime-Change“ zu Fall zu bringen. Schon der Schah von Persien war auf Intervention den USA 1953 nach einem Militärputsch an die Stelle Mossadeghs gesetzt worden. Wie dieser Artikel in der „Welt“ darlegt, hat sich die CIA inzwischen zudem Putsch bekannt. Deren Dokumente bleiben grundsätzlich 50 Jahre unter Verschluss. Danach interessiert sich niemand mehr dafür und die Geschichte hat längst einen völlig anderen Verlauf genommen.

In Libyen stürzte man Dank der tüchtigen damaligen Außenministerin Hillary Clinton Oberst Gaddafi, ohne jedoch für Ersatz gesorgt zu haben. Aktuell ist Syriens gewählter Präsident Assad der Kandidat auf der Abschussliste. In der Ukraine ist der Machtwechsel bereits erfolgt, dort führt Kiew jetzt einen Bürgerkrieg gegen die Menschen im Osten des Landes. Die Krim hatte Glück, sie wurde gerade noch rechtzeitig von Russland „annektiert“.

Was aber dazu führte, dass seither der bei den westlichen Medien schon vor längerer Zeit in Ungnade gefallene russische Präsident Putin im Fadenkreuz des Weltpolizisten stand. Abgelöst wurde das mediale Putin-Bashing völlig abrupt, als die Amerikaner Donald Trump zu ihrem neuen Präsidenten kürten.

Der quasi versehentlich an die Macht gekommenen neue US-Präsident Donald hatte im Wahlkampf eine Annäherung an Russland in Aussicht gestellt. Und er war der Meinung, dass die USA in Zukunft nicht mehr für „Sicherheit und Demokratie im Rest der Welt verantwortlich“ sein wollten. Das machte Hoffnung darauf, dass sich die Weltmacht endlich von ihrem Geschäftsmodell des Diktatoren-Domino verabschieden würde.

Aber da hatte der mächtigste Mann der Welt wohl die Rechnung ohne jene noch viel mächtigeren Kräfte im Hintergrund gemacht, die jetzt den Regime-Change im eigenen Land betreiben.
Trumps Vorgänger, egal ob Republikaner oder Demokraten, waren durch die Finanzierung ihrer Kampagnen durch Finanzeliten, Rüstungs- und Pharmaindustrie oder auch Ölkonzerne  immer gewisse Verpflichtungen eingegangen. Ihre Gönner erwarteten eine Politik, die nicht so sehr im Sinne der Bürger oder gar der Weltgemeinschaft sein sollte, sondern eher den Interessen eben jener Eliten dienen musste.

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Da diese Konzerne auch einen Großteil der wichtigsten Medien ihr Eigen nennen, ist es für sie ein Leichtes, die Wahrnehmung der Öffentlichkeit in Bezug auf Arbeit und Image eines Präsidenten sowie die Notwendigkeit von Interventionen – besonders jene militärischer Art – zu steuern.

Donald Trump wiederum hatte seine Präsidentschaft selbst und durch Spenden privater Unterstützer finanziert und fühlt sich nur seinen Wählern verpflichtet. Schon während des Wahlkampfes hatten sämtliche Sprachrohre der mächtigen Schatten-Eliten versucht, diesen Kandidaten als absolut unwählbar zu präsentieren. Aber wie zuvor schon in den lateinamerikanischen Ländern hatten sich diesmal auch die US-Wähler nicht an die medialen Vorgaben in der auf diese Art  und Weise „betreuten Demokratie“ gehalten.

Über Nacht sahen sich die Eliten mit einem Mann konfrontiert, der alle ihre Geo-Strategien und Geschäftsmodelle über den Haufen werfen würde. Als die Schockstarre nachließ, dachte man darüber nach, wie man diesen unliebsamen Präsidenten wieder loswerden könnte. Und was liegt da näher, als ein Regime-Change im eigenen Land?

Der gesamte Stab der Administration samt Militär war ja sowieso noch auf den alten Kurs eingeschworen. Die Medien standen schon im Wahlkampf Gewehr bei Fuß, mussten also nur den alten Leierkasten immer weiterdrehen, auch um das eigene Gesicht zu wahren. Personelle  Änderungen im Stab müssen erst vom Kongress genehmigt werden, da hatte man also Möglichkeiten, allzu loyal zu Trump stehende Kandidaten abzulehnen. Viele der Executive Orders wurden einfach boykottiert. Da in der Partei des Präsidenten auch ein paar ehemalige Lobbyisten der Rüstungsindustrie sitzen, konnten sogar die Sanktionen gegen Russland  mit nur zwei Gegenstimmen – eine davon kam von Bernie Sanders – durchgebracht werden.

Der nur theoretisch mächtigste Mann der Welt musste zähneknirschend diese Kampfansage an Russland unterschreiben. Man unterstellte ihm ja verwerfliche Nähe zum „Aggressor“ Putin und so konnten die US-Eliten durch diese noch nicht einmal bewiesene Unterstellung mit einer einzigen Finte gleich alle beiden Lieblingsfeinde empfindlich treffen. Die berechtigte Hoffnung, dass mit dem neuen Präsidenten nicht nur eine neue Art der Kommunikation mit der Öffentlichkeit, sondern auch eine neue, friedlichere Außenpolitik ins Weiße Haus einziehen würde, werden täglich geringer.

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Das Diktatoren-Domino dürfte weitergehen. Es stehen noch ein paar widerspenstige Machthaber auf der Liste. Jene Politiker in Osteuropa, die für und nicht gegen ihre Völker arbeiten und die sich, genau wie Venezuelas Chavez, der Ukrainer Janukowitsch, der philippinische Präsident Duterte oder Russlands Putin (und neuerdings auch der amerikanische Präsident) der geplanten „Neuen Weltordnung“ einer im Hintergrund als „Tiefer Staat“ agierenden Machtelite widersetzen möchten. Die wohklingenden Namen von Dynastien wie Rockefeller, Rothschild und Warburg oder auch der des neureichen Milliardärs George Soros lassen bei allen Verschwörungstheoretikern sofort die Alarmglocken klingeln.

Sie alle zusammen arbeiten seit Generationen an einer „Neuen Weltordnung“: eine Welt – eine Währung – eine Regierung – ein Militär zur Überwachung und ein einheitliches Volk – der multikulturelle Einheitsmensch.

Die Bezeichnung „Verschwörungstheorie“ wurde übrigens von der CIA kreiert, um jeden denkenden Menschen, der bei ihren Aktionen Verdacht schöpft, mit nur einem Wort unglaubwürdig zu machen.

Aktuell wird versucht, wie bei allen anderen Regime-Changes auch hier eine Lüge zu benutzen, um sogar gegen den eigenen Präsidenten ein Amtsenthebungsverfahren einleiten zu können. Man wirft ihm, ohne dafür Beweise zu liefern vor, nur dank der Unterstützung der Russen die Wahl gewonnen zu haben. Auch das ist eine Verschwörungstheorie….

Noch versucht Trump, mit aller Kraft gegen die Widersacher im Weißen Haus seine Agenda durchzusetzen. Er erreicht bedeutende Erfolge, welche allerdings weitaus weniger Aufmerksamkeit erregen als seine Misserfolge. Sollte allerdings dieser Regime-Change im eigenen Haus gelingen, oder womöglich Trump unvorsichtigerweise eines unnatürlichen Todes sterben, trifft er im Jenseits auf prominente Gesellschaft. Sogar Kennedy ist schon da, man wird viel Gesprächsstoff haben…..

Nur eine Ausnahme gibt es: Angela Merkel darf Deutschland im Alleingang und ohne großen Gegenwind in die glorreiche multikulturelle Zukunft führen. Dafür ist sie dann auch schon mal die wichtigste Person des Jahres auf dem Cover der Eliten-Hauspostille…

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10 Kommentare

  1. Die wichtigste Hürde auf dem Weg zur NWO wäre der aufgeklärte und informierte Mensch, der eine Selbstbildung erfährt und autonomer Gedankengänge fähig ist, bedingt durch eine gesunde Immunität gegen mediale und schulisch – universitäre Verblödung!

    Da muß der Mensch ansezten, will er nicht weiter Opfer einer Versklavung sein, die kein Erbarmen kennt!

    1. Zusätzlich ist eine heute nicht mehr erkennbare Zivilcourage erforderlich, die nicht des Rückhaltes und der Zustimmung einer amorphen, verblödeten Masse bedarf!

      1. Manchmal ist diese Zivilcourage doch noch erkennbar. Bin gerade von einer längeren Busreise zurück, bei der ich eine Diskussion zwischen dem Fahrer und einer hinter ihm sitzenden Gutmenschin mit sozialpädagogischer Verblödung verfolgen konnte und habe mich innerlich fast tot gelacht. Dieser einfache Mann hat diese Frau komplett an die Wand diskutiert, sie wurde immer stiller und am Ende hat sie dann nur noch genickt, als er ihr sagte, daß man den vereinheitlichten Verdummungsmedien kein Wort mehr glauben könne. Dann hat er die Anlage voll aufgedreht und die Tante mußte sich noch in ohrenbetäubender Lautstärke "Hells Bells" von ACDC anhören.

  2. naja, die verblödete masse wird es begreifen in den nächsten vier jahren. die deutschen brauchen immer ewas länger. es könnte auch sein das proletariat beginnt etwas eher zu denken, dann allerdings ist hier der teufel los. die regierung hat ja nun das gesamte volk gegen einander ausgespielt. aber auch beim militär und bei der polizei wurde erkannt, das sie den dreck wegmachen sollen, den diese versaute regierung mit den schmutzigen rotgrünen faschisten verursacht haben. was wir jetzt haben ist wohl das schlechteste seid kriegsende. selbst honecker, der rote verbrecher kann sich mit merkel nicht messen. beide stürzten und stürzen das deutsche volk ins unglück. noch was zu merkel. sie hat honecker bald überholt in bezug auf die toten durch die mauer und durch die einfallenden okkupanten. das sind keine flüchtlinge, niemals und zu keiner zeit. sie fallen in unser land ein ohne anzuklopfen.merkel ist auch verantwortlich für die toten in paris, einer der mörder wurde durch merkel eingelassen in unser land. deswegen meine frage, wann hat merkel den honecker überholt?

  3. "Die Bezeichnung Verschwörungstheorie wurde übrigens von der CIA kreiert……." – ist sie selbst doch als verschwörerische Gesellschaft das stärkste Werkzeug der NWO-Verschwörung.                                                                                                                                  Wie mein Vorkommentator schon bemerkt, ist "die wichtigste Hürde auf dem Weg zur NWO der aufgeklärte und informierte Mensch………".                                                                                                                                                                                                                      Bewußtsein gilt als Machttfaktor und genau hier setzt aus diesem Grund mediale Manipulation an. Es sind die von den Verschwörern korrumpierten Meinungsmacher, die mit ihrer Medienmacht den "aufgeklärten Menschen" ( der sich nicht für dumm verkaufen lassen will) hindern wollen, zu hinterfragen und sich umfangreicher zu informieren . Sie nennen Hintergrundinformationen V.theorien und sie tabuisieren den Begriff , bezeichnen auch nur allzugern hartnäckige Vertreter unbequemer  Fakten als paranoid.                                                                                                                                                                                 Dabei ist doch nach herkömmlicher Definition unsere Gesellschaft durchgehend geprägt von Verschwörern und Verschwörungen.                                                                                                                             Jeder Geheimienst ist eine Verschwörung bzw. eine verschwörerische gesellschaft, jedes Handelskartell ist eine Verschwörung gegen den Verbraucher, jeder Korruptionsskandal ist bereits eine (kleinere) Verschwörung. Wir haben es auch mit einer V. zu tun, wenn die CIA Parteien, Journalisten und Politiker "finanziert".                                                                               

  4. … muss ich den bestimmt guten Artikel wirklich durchlesen um zu wissen, dass die Unaussprechlichen Namentlich nicht erwähnt werden ? Ich glaube nein !

    Dem armen Dietrich würden sich nicht nur die Nackenhaare stellen !

    Gesucht wird Phantomas !!!

     

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