Eine "Minuteman III"-Interkontinentalrakete der USA bei einem Test am 3. Mai 2017. Bild: US-Verteidigungsministerium, public domain

Während man Nordkorea für den Test von unausgereiften Raketen sanktioniert, arbeiten die USA bereits an der Entwicklung neuer Interkontinentalraketen.

Von Marco Maier

Boeing und Northrop Grumman erhielten den Auftrag, die noch aus dem Kalten Krieg stammenden "Minuteman III"-Interkontinentalraketen (ICBM) zu ersetzen. Die US-Air Force gibt den beiden Unternehmen dafür enorme Summen. Boing wird laut einer Ankündigung des Pentagons für die Entwicklungsarbeit 349 Millionen Dollar erhalten, Northrop Grumman immerhin noch 329 Millionen Dollar.

Entsprechend dem veröffentlichten Deal sollen sie in den nächsten drei Jahren parallel am Design der amerikanischen "next-generation ICBM" arbeiten. Die Air Force erwartet demnach, dass man im Jahr 2020 darüber entscheiden können, welches der beiden Unternehmen schlussendlich damit beauftragt wird, die 400 vom US-Verteidigungsministerium gewollten Interkontinentalraketen zu bauen.

Werbung

Die "Minuteman III"-Raketen wurden 1970 in den Dienst gestellt und haben zwischenzeitlich immer wieder Verbesserungsmaßnahmen erlebt. Doch nun ist es laut den obersten US-Militärs an der Zeit, die unter der Erde, in der Luft und im Meer stationierten Atomraketen durch modernere und bessere Systeme zu ersetzen. Es wird davon ausgegangen, dass die US-Regierung für die Modernisierung des gesamten Atomwaffenarsenals in den nächsten dreißig Jahren mindestens 1,5 Billionen (1.500 Milliarden) Dollar ausgeben wird müssen.

Angesichts dessen, dass die USA derzeit gerade Nordkorea für die Tests von unausgereiften Raketen massivst unter Druck setzen, kommt diese Ankündigung irgendwie zum falschen Zeitpunkt. Immerhin können die Amerikaner mit ihrem Atomwaffenarsenal jederzeit nukleare Bombenteppiche über jedes x-beliebige Land abwerfen.

10 KOMMENTARE

  1. Diese Ankündigung hat auch etwas Positives und Erhellendes die Zukunft betreffend!

    Wenn die USA ihr Atomwaffenarsenal ab 2020 erneuern will, so wird es in nächster Zeit kenen Waffengang gegen Russland oder China geben, denn die Antwort wäre vernichtend für die USA!

    Hätten sie diesen Waffengang für die Zeit vor 2025 oder früher geplant, wären solche Bestellungen nicht getätigt worden, denn die Installation solcher Raketen benötigt auch Zeit.

     

  2. Das Problem dabei ist die Tatsache, daß die einfach nichts dazulernen, denn tod ist tod und da spielt es auch keine Rolle mit welchen Mitteln man in`s Jenseits befördert wird. Anstatt sich Gedanken zu machen, wie die Menschheit generell auf diesem Planeten überleben könnte, versuchen sie sich mit gegenseitiger Hochrüstung zu übertrumpfen und merken garnicht, wie sich die Schraube immer näher dem Ende zubewegt und dann herunterfällt. Mit dem vorhandenen Waffenarsenal könnten wir uns x-mal auslöschen, was soll also der Mist mit weiterer Aufrüstung, die im Prinzip nur einen glücklich macht, die Aktionäre der Waffenproduzenten weltweit.

  3. @Analyst, das ist falscher Optimismus. Wenn's vielleicht die Älteren (hoffentlich!!) nicht treffen sollte, aber wir haben doch fast alle Kinder und Enkelkinder (außer unserer Kanzlerin natürlich). Besser wäre, die sollten das einstellen und im Land für ihre Bevölkerung bessere Bedingungen schaffen, aber das werden wir wohl nicht erleben.

    • Sachsenmädel@ Das ist schon richtig, was Du schreibst, ich meinte nur die momentane Situation und hege die dabei die Hoffnung, daß die verbleibende Zeit zur Deeskalation genutzt wird.

      Was ich allerding bei den USA bezweifle.

      Aber vielleicht rüsten die Russen und Chinesen in diesen verbleibenden Jahren so auf, daß ein Waffengang selbst für die USA als ein tödliches Unterfangen angesehen wird!

      Allerdings ist eine Welt, deren "Harmonie oder Gleichgewicht von giftigen Atomraketen abhängt, auch kein Grund, sich zurückzulehnen:(

  4. die denken eher so:

    ok, bevor wir neue baun , müssen wir die alten erst einmal ausprobieren, wär doch schade drum wenn die verrotten.

  5. Sie sollten erstmal die Sturmschäden der letzten Wochen in ihren Land bezahlen über 100 Milliarden die sie nicht haben…. ich frage mich wo nehmen sie das Geld für ihre Kriege her.

    • Ja @Walter meistens klappt's immer.  Aus irgend einer Ecke kommt immer das Geld her . Da kann man sich wundern, wie man will.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here