Ein Commander der US-Navy bekannte sich in einem großangelegten Fall von Bestechung und Betrug für schuldig. Er hatte die US Navy um mehrere Millionen Dollar betrogen.

Von Marco Maier

Die ganzen Geschäfte des US-Militärs mit diversen privaten Geschäftspartnern sorgen dafür, dass diverse Militärs in Versuchung kommen, sich selbst auf Kosten der Steuerzahler zu bereichern. Einer von ihnen ist der 48-jährige Commander Bobby Pitts, der als einer von 18 Personen in einem Betrugsfall für schuldig gesprochen wurde.

Demnach hat er mindestens 27 Navy-Vertreter mit kubanischen Zigarren, mindestens einer Prostituierten, Bargeld und spanischen Spanferkeln bestochen, um die Navy bei Diensten wie Essens- und Tankrechnungen zu übervorteilen, die bei Kriegsschiffen anfielen die in Südostasien ankerten. Da das US-Militär mit Unsummen bedacht wird, können dort auch entsprechende Betrügereien durchgeführt werden.

Pitts war von 2009 bis 2011 im Dienst des "Navy Fleet Industrial Supply Command" in Singapur. Insgesamt jedoch hatte er in rund zehn Jahren mindestens 35 Millionen ergaunert, wie festgestellt wurde. Ihm drohen nun bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar. Auch Vertreter des Militär-Vertragspartners "Glenn Defense Marine Asia" (GDMA) wurden laut der "San Diego Tribune" zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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8 thoughts on “US-Navy Commander veruntreute Millionen”

  1. … ich geb's ja schon zu : bei solchen Angelegenheiten sind totalitäre Regime klar im Vorteil – da klaut kein Commander, da klaut nur die Präsidenten-Clique !

    1. danke eckhard, du nimmst mir die worte aus dem mund, das dachte ich auch, 5 jahre und 250 tausend strafe für 35 millionen, das geschäft mach ich auch.

      1. Sehe ich auch so! Von rechts wegen sollte auch das ergaunerte Geld eingezogen werden, auch wenn der Kerl damit für ewig verschuldet ist. Kein Wunder, dass bei dieser Art der Verbrechensbekämpfung in den USA das Gangstertum blüht.

        1. @ M.L. – ich sagte mal spaßig in eine Runde: "Wenn man schon eine Bank überfällt, muss man danach so großzügig mit der Beute umgehen und von vorherein gleich 90% davon den Häschern vor die Füße werfen, damit die die Verfolgung aufgeben, weil sie ja mit dem Aufsammeln voll beschäftigt sind.

          Teile die Beute, und genieße in Ruhe den Rest der bleibt. 😉

          1. Tja, und wenn die Häscher der Staatsanwalt und Richter sind, dann wird das Rätsel um die verschwundenen Mio. wohl nie gelöst !

            Der Fall wurde "untersucht", bewertet und abgehandelt – das Urteil steht fest und alle sind aus dem Schneider. Wiederaufnahmeverfahren werden bis zum Eintritt der Verjährung abgelehnt.

            Herrliche Welt !

  2. Das sind doch Peanutzs im Vergleich zu den Cum Ex – Geschäften, die von Berlin 20- Jahre schweigsam geduldet wurden und über die keine von den  Saumedien berichtet hat. Wenn man Gangster sucht, schaut man am besten mal bei den deutschen Finanzministern vorbei.

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