Laut der US-Navy verlor die USS John S. McCain bei dem gestrigen Zusammenstoß mit einem Tanker zehn Seeleute. Kritik an den Sensorsystemen der Navy wird laut.

Von Marco Maier

Gestern morgen (Ortszeit) stieß die USS John S. McCain in der Straße von Malakka Nahe Singapur mit einem Tanker zusammen (wir berichteten). Während der Raketenkreuzer noch zum Hafen nach Singapur weiterfahren konnte, zeigte es sich, dass bei dem Unfall zehn Seemänner des Kriegsschiffs über Bord gingen.

Laut dem Navy Pacific Fleet Commander, Admiral Swift, wurden bislang eine Leiche sowie einige Leichenteile entdeckt. Malaysische Suchteams vor Ort suchen in den Gewässern östlich von Singapur jedoch noch nach weiteren sterblichen Überresten der vermissten US-Seemänner. Man werde die Suche so lange fortsetzen, bis es keinen Sinn mehr mache.

Über die Ursache des Zusammenstoßes wollte sich der Admiral jedoch noch nicht äußern. Die Untersuchungen seien noch in den Anfängen. Spekulationen darüber, dass die Crew des Schiffes überarbeitet oder unvorbereitet gewesen wäre, wies der Kommandeur zurück. Zudem habe es keinen Fehler im Steuerungssystem des Schiffes gegeben und auch eine Cyber-Attacke könne ausgeschlossen werden.

Laut offiziellen Angaben ist die USS John S. McCain linksseitig unter der Wasserlinie Leck geschlagen, während der deutlich größere Tanker Alnic MC nur geringe Schäden aufweise. Da dies schon der zweite derartige Vorfall binnen kurzer Zeit war, hat die Navy zumindest vorübergehend sämtliche Aktivitäten eingestellt.

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Kritische Stimmen in den USA machen sich bereits über die US-Navy lustig und monieren, dass die amerikanischen Kriegsschiffe offenbar mit einem so lausigen Sensorensystem ausgestattet sei, dass man selbst einen riesigen Tanker nicht erkennen könne, wenn dieser direkt vor der Nase auftaucht. Vor allem wundert man sich darüber, wie die Navy denn überhaupt einen größeren Krieg gegen Russland oder China führen wolle, wenn die Zulieferer für das Militär denn so eine schlechte Ausrüstung produzieren.

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21 thoughts on “US-Kriegsschiff-Crash kostet zehn Seemännern das Leben”

    1.  

      Trulla springt gleich an die Front

      schießt aus der Hüfte wie einst James Bond.

      Im Nahkampf haut sie mit der Krücke,

      so manche arme,alte Mücke.

      Zum Schluß da liegt 'se auf dem Rücken,

      verstreut sind ihre alten Krücken.

  1. Seeleute ? wusste gar nicht das auf einen Kriegsschiff Seeleute sind. Wenn man zu dämlich ist ein Schiff zu führen sollte man es lieber sein lassen, grins, so ein riesen Tanker ist ja kaum zu orten und das war ja nicht zum ersten mal.

    1. Das sieht ja eher so aus, als dass das Marineschiff an der Backbordseite von der "Birne" des Frachters getroffen wurde, dort ist ein nahezu kreisrundes Loch. Demnach ist der Frachter mit dem Marinefahrzeug kollidiert. Soweit ich mich an mein nautisches Studium erinnere haben Fahrzeuge von Steuerbord kommend Vorfahrt. Ausgenommen sind Fahrzeuge mit eingeschränkter Manöverierfähigkeit wie z.B. Segler oder auch Schleppverbände oder aber in einer Seeschiffahrtstraße gelten besondere Bestimmungen, die die grundlegende Regel außer Kraft setzen. Wohlan…

  2. Lol, ich wette, die waren sternhagelvoll. 😀

    Wer einen riesigen Tanker übersieht, kann nicht im vollbesitzt seiner mentalen Fähigkeiten sein.

    Die Amis haben offenbar Party gemacht.

  3. Mitleid ist fehl am Platz, denn so fern der Heimat im Bereich von Singapur kann ein US-Kriegsschiff nicht in Sachen legitimer Verteidigung unterwegs gewesen sein, sondern nur mit angreiferisch-einmischerischem Ziel.

  4. bescheidene Frage : WER sind denn die Zulieferer für das Militär, hier speziell der Sensoren ? Ich denke, da werden die Ermittlungen bereits auf Hochtouren laufen.

  5. Im Prinzip herrscht wohl ein Kampf zwischen der amerikanischen Landeselite und der globalen Elite, die der ersteren zeigt, dass sie die Pax Americana ad acta legen muß.

    Die amerikanische Landeslelite (Kongress) wird sich mit ihren weltweiten Interventionspolitik eine blutige Nase holen. Dies wird ihr gerade durch die globale Elite mitgeteilt.

    In diesem Zusammenhang muß man auch gewisse "Terrorattentate" sehen, wie z.B. das in Manchester, welches ein klares Siganal gegen USA war. Man kann nur hoffen, dass die Vertreter der Pax Americana nicht wie ein angeschlagener Boxer wild um sich schlagen und die Entscheidungsschlacht in einem großen Krieg suchen.

    Trumps Unterschrift zu den Sanktionen gegen Russland und damit auch gegen europäische Interessen, muß man wohl als bewußtes Manöver interpretieren die amerikanische Landeselite auflaufen zu lassen, weil sie damit nicht nur amerikanischen Wirtschaftsinteressen, sondern auch denen der globalen Elite schadet. Trump kann hinterher sagen, er wurde vom Kongress dazu gewzungen.

    Alles sehr kompliziert zur Zeit, man muß mit allem rechnen…

  6. Nach meinen Recherchen haben sich beide Schiffe im Bereich eines abknickenden Fahrwassers befunden. Der Ami hat seinen Kurs statt um 30° nach Bb. gleich um 90° verändert (Die Zahlen 3 und 9 lassen sich auf dem Bedienfeld leicht verwechseln) und ist aufgrund dieses Bedienungsfehlers für die Selbststeueranlege dem Tanker direkt vor den Bug gelaufen.

    Das ist vergleichbar, als wenn man auf der Autobahn zu scharf vor einem LKW einschert.

    Rums di Bums – und fertig ist der Crash. ….. Aber zugegeben wird natürlich nichts 😉  

  7. "… lassen sich leicht verwechseln" ???

    Man ist nicht in der Lage solch kleine Fehlerquellen auszuschließen, will aber Krieg spielen ???

    Da müssen wir wohl unserem Schöpfer danken, dass wir überhaupt noch leben !

    1. Ist schon klar, dass du geistig überfordert damit bist, um dir vorzustellen, dass ein Mensch morgens um 5,24Uhr auf der dunklen Brücke am Selbststeuerautomaten die Taste 3 mit der Taste 9 vertauscht. – Aber Müdigkeit ist nicht nur dort ein Problem.

      Nur Bettnässer haben damit nie Probleme – die lassen es einfach laufen, und frönen dann durchfeuchtet ihrer Spottsucht.

        1. Ja, das haben Kommandobrücken des nachts auf Schiffen so an sich. – In deinem Kopf ist es hingegen total zappenduster.

          Inzwischen heißt es aber offiziell, es sei ein Versagen der Ruderanlage gewesen – nur fragt man sich warum das Schiff auch unmittelbar nach dem Crash noch navigierfähig war.

          Versagen der Anlage, oder Versagen der Brückenwache – auf alle Fällen haben sie erst mal ein paar Leute gefeuert. 

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