Donald Trump. Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

Trumps neue Vision für das US-Engagement in Afghanistan ist klar: Mehr Bomben, mehr Soldaten und mehr Kampfeinsätze. "Nation building" gehört nicht dazu.

Von Marco Maier

Seit nunmehr sechzehn Jahren wüten die US-Truppen (samt NATO-Anhang) bereits in Afghanistan. Mit sehr bescheidenem Erfolg. Zwar hat das Land nun offiziell eine andere Regierung, doch die radikalislamischen Taliban kontrollieren inzwischen ein größeres Gebiet als noch im Jahr 2001.

Der Versuch, die Taliban zu schlagen und ein Marionettenregime zu installieren, welches die reichen Ressourcen des Landes an US-Konzerne verhökert, ist gnadenlos gescheitert. Zumindest im Pentagon hat man das erkannt, weshalb man nun – angesichts dessen, dass Trump eigentlich die Truppen abziehen wollte – darauf drängt, das Ganze nun als puren "Anti-Terror-Krieg" zu führen. Krieg ist immerhin ein gutes Business.

Trump will den Generälen in Afghanistan dafür deutlich freiere Hand lassen als Amtsvorgänger Obama. Diese haben nur ein Ziel zu erreichen: Den IS und al-Kaida zu zerschlagen und die Taliban daran zu hindern, die Macht über das ganze Land zu erlangen. Die "NATO-Partner" sollen den US-Truppen dabei helfen und ebenfalls mehr Soldaten zu senden. Geplant hat Trump derzeit eine Truppenaufstockung um 4.000 Mann.

Weiters wendet sich der US-Präsident, wie zu erwarten, von der bisherigen US-Strategie des "nation building" ab. Er weiß, dass die ganzen Abenteuer von Bush Junior und Obama in Ländern wie dem Irak oder Libyen nur völliges Chaos geschaffen haben. Auch in Afghanistan sieht es (neben Syrien) nicht besser aus. Also soll es nicht mehr wirklich um politische Einmischung gehen, sondern vor allem islamistische Gruppen zu bekämpfen – auch wenn es sich bei den Taliban um eine Gruppe handelt, die in den 80ern mit Hilfe durch Saudi-Arabien von der CIA gegründet wurde, um gegen die Sowjets zu kämpfen.

"Schlussendlich ist es eine Sache des afghanischen Volkes, ihre Zukunft in die eigene Hand zu nehmen, ihre Gesellschaft zu regieren und ewigen Frieden zu erreichen. Wir sind ein Partner und ein Freund, aber wir werden dem afghanischen Volk nicht diktieren, wie es zu leben hat oder wie es seine komplexe Gesellschaft zu regieren hat. Wir werden nicht mehr 'Nationen aufbauen'. Wir werden Terroristen töten", so Trump. Und weiter: "Von jetzt an hat der Sieg eine klare Definition" – nämlich die totale Zerschlagung von islamistischen Milizen.

19 KOMMENTARE

    • @ Chiemgauerin

      Ach was! Das macht die USrael-Oberclique schon seit Jahren, Terroristen bekämpfen. Dieses Kampfbild verbreitet sie immer und immer wieder durch die MSM und rechtfertigt damit ihre militärischen Mordkampagnen. In Tat und Wahrheit murkst sie die Zivilbevölkerungen ab oder schlägt diese in die Flucht. Das Ganze sind dann unvermeidbare Kollateralschäden. So wird ein Land geschwächt, um es anschliessend zu beherrschen und seine Bodenschätze auszubeuten.

      In Syrien schlug diese Strategie fehl, weil die Russen solch einen Vernichtungsablauf nicht zuliessen. Syrien ist damit ein Angelpunkt. Wenn die Russen zusammen mit den Syrern diesen dreckigen, mit Söldnern durchgeführten Partisanenkrieg gewinnen, bricht die USA in sich zusammen. Dann hat auch Europa, dessen Regierungen us-servil der anglo-amerikanischen Regierungs-Mafia immer die Stange hielt, für eine Weile nichts mehr zu lachen. Mitgefangen – Mitgehangen!

    • Ein Beispiel solcher Mordkampagnen gegenüber der Bevölkerung ist derzeit insbesondere der unvorstellbar grausame Krieg gegen den Jemen und seine Bevölkerung, die niemandem, aber auch gar niemandem etwas angetan hat.

      Trump hat dieses Jahr im Mai dafür mit den Saudis einen über $100 Milliarden hohen Rüstungsdeal gemacht und das gross an die Glocke der Weltpolitik gehängt. Trump ist damit das gleiche US-Regierungsschwein wie seine „angeblichen regierenden Widersacher“. Das amerikanische Establishment braucht den Krieg und die damit dicke Gewinne machenden Firmen, wo das Establishment seine Gelder investiert hat. Die Amerikaner würden dieses unvorstellbar grausame Abschlachten von Menschen niemals gut heissen.

      Was damit angerichtet wird, interessiert die USrael-Oberclique mit dem Menschfreund Soros nicht, noch erbarmt sich der neue "angebliche" Widersacher Trump für diese Bevölkerung. Und der "christliche" Vatikan begleitet dieses göttliche Morden stillschweigend, ohne irgendeinen Mucks darüber laut werden zu lassen. Gehört ja alles zur geplanten globalen Bevölkerungsdezimierung.

      31 Bilder, die beweisen, dass Jemen zur Hölle auf Erden geworden ist
      http://derwaechter.net/31-bilder-die-beweisen-dass-jemen-zur-hoelle-auf-erden-geworden-istbeweisen-dass-jemen-zur-hoelle-auf-erden-geworden-ist

       

    • Und dass Trump ein Mitglied des US-Establishments ist, dem er im politischen Zick-Zack-Kurs liebedienernd zuhilfe eilt, indem er Terroristen-Bekämpfung betreibt, tatsächlich aber die Zivilbevölkerung ausradiert, zeigt folgender Artikel nur zu gut:

      Eine neue Untersuchung zeigt, dass der monatelange Bombardierungsfeldzug von US-Präsident Donald Trump gegen ISIS bereits zu so vielen Todesopfern unter Zivilisten geführt hat wie diejenigen, die auf das Konto des Weißen Hauses unter der Führung Obamas über mehrere Jahre gehen.“

      Obama brauchte mehr als zwei Jahre, um so viele Zivilisten zu töten – Trump brauchte dafür weniger als sechs Monate
      http://derwaechter.net/obama-brauchte-mehr-als-zwei-jahre-um-soviele-zivilisten-zu-toeten-trump-brauchte-dafuer-weniger-als-sechs-monate

  1. Das ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, wenn man bedenkt, daß es ca. 1,6 Mill. Muslime auf dieser Welt gibt und diese sich in ihrem Einflußbereich ungern reinreden lassen, auch wenn sie unter sich zerstritten sind, aber der Feind von außen eint ja bekanntlich und deswegen wäre es sinnvoll nur dort einzugreifen, wo sie expandieren wollen und da gibt es ja genügend Experimentierfelder und das sogar mitten in Europa. Selbst Indien hat es nicht geschafft eine muslimische Abspaltung zu verhindern und Pakistan ist daraus erwachsen und wie dumm muß man eigentlich sein um nicht zu begreifen, daß eine Befriedung von außen nahezu unmöglich ist.

    • Der gute Donald sollte mal in's Geschichtsbuch schauen..die Afghanen sind ein störrisches Kriegervolk..da haben sich schon ganz andere die Hörner abgestoßen.

      Mission Impossible..um das mal in seiner Sprache zu sagen.

      Die Reaktion ist wie die eines Wespennestes..in das man hineinstochert..es wird angegriffen.

      Und noch etwas..Truppen im Ausland..und dann noch Krieg..kostet dem Ami viel Geld.

      Afghanistan ist ein Faß ohne Boden..und militärisch nicht zu besiegen..nur eine blutige Nase wird bleiben.

  2. Schaut aber nicht so aus als wenn sie Terroristen töten, eher die Zivilbevölkerung. Partner und Freund für Afghanistan ??? Diese Amiwitze werden immer peinlicher. 16 Jahre Terror in Afghanistan und nichts hat man erreicht ausser das man ihnen die schönen Boderschätze klaut. Ihre Terrorverbände die sie gegründet und finanziert haben fallen ihnen jetzt auf die Füße.

  3. Die Raubzüge wurden früher von den USA unter dem Titel

    "Demokratisierung" unternommen.

    Jetzt unter der Devise des "Tötens der Terroristen", wobei ich glaube, daß es mehr um die Liquidierung jener oppositionellen Kräfte geht, die sich diesem Raub der Ressourcen bewaffnet entgegenstellen!

    Natürlich nicht nur, aber die von den USA und anderen westlichen Geheimdiensten geführten Terroristen in Afghanistan bieten das perfekte Alibi, den oben genannten Widerstand zu neutralisieren!

  4. Die Soldaten bewachen in erster Linie die Mohnfelder. Die CIA braucht das Geld aus dem Opium-Handel für ihre verdeckten Kriege. In den USA stieg die Zahl der Heroin-Abhängigen genauso rasant an wie die Produktion in Afghanistan. Trump hatte schon angekündigt, dagegen vorzugehen. 

  5. Wo hat die CIA eigentlich nicht ihre dreckigen, blutverschmierten Finger im Spiel ?!

    Warum wird sie CIA nicht in die Mangel genommen und vernichtet ?! 

  6. Habe gelesen:… Das größte Unglück, das nie und nimmer eintreten darf ist für die Skyjumper: ….   Frieden auf der Erde…… Muß man da natürlich alles tun, um das zu verhindern, und wenn das ganze schöne Money draufgeht und man viele Menschenopfer benötigt. .. . Erinnert mich an Besessenheit. …. Oder gibt es da noch einen treffenderen Ausdruck dafür. Glaube, den hat man noch nicht erfunden.

  7. Nur weiter so! Die netten afghanischen Drogenbarone und US-Geschäftspartner, die Taliban, werden den US-Soldaten und deren europäischen Helfershelfern schon das Feuer unter den Arsch setzen, dass den Westlern das Lachen vergehen wird. Wer weiss, ob sie sich hintenherum nicht auch noch mit russischen Waffen eindecken und entsprechendes Training mit russischen Waffen üben. Nein, die Yankees haben diese Eroberungsschlächtereien einfach schon lange verloren. Sie können das einfach nicht einsehen.

    Taliban drohen Trump mit „heiligem Krieg bis zum letzten Atemzug“
    http://info-direkt.eu/2017/08/22/taliban-drohen-trump-mit-heiligem-krieg-bis-zum-letzten-atemzug/

     

     

  8. Ich vergesse nie, wie in einer TV-Sendung – zur Zeit des Starts des Afghanistankrieges der Amerikaner – ein Interviewer einen russischen Militär-Oberst fragte, was er denn darüber denke, dass jetzt die Amerikaner in Afghanistan Krieg führen und ob er glaube, die Amerikaner seien erfolgreicher als die Russen. Der Militärmensch grinste verschlagen und sagte abwinkend, „Afghanistan? Dort können Sie sich nur verstaubte Unterhosen holen und einen Haufen Flöhe einfangen“. Das hätten sich die Yankees zu Herzen nehmen sollen.

  9. Terroristen töten, prima bringt euch um Amis dann hat euer weltweiter Terror ein Ende und vergesst nicht euere Diener mit zu nehmen die hier bei uns noch rum krauchen.

  10. Weiterhin täglich im Durchschnitt drei polizeilich getötete Neger in den USA, dazu täglich unzählige von US-Militärs durch Bomben ermordete Ausländer in vielen Ländern, auch jenseits von Atlantik und Pazifik!

    Die USA sind ein Verbrecherstaat von Anfang an. Er ist auf den Leichenbergen von rund 100 Millionen ermordeten Einheimischen (Indianern) errichtet, zu denen unzählige aus Afrika Verschleppte hinzukommen. Das chronische Massenmorden seitens der US-Regierungen steht an ihrem Anfang und will nicht enden.

    Wer US-Produkte kauft, mordet mit.

  11. @ Emma D.

    So ist es! Ein Verbrecherstaat ist die USA, und das ist schon lange so. Die westlichen Regierungen in Europa, die diesem Verbrecherstaat dienen und us-servil die Kriegsschweinereien und die kriegerischen USrael-Mordkampagnen mitmachen, sind nicht besser. Solche Regierungsmitglieder sind allesamt abzuwählen und vor ein Kriegsgericht zu stellen.

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