Thailand: Nur ein weiterer US-Regime-Change-Versuch?

Die Regierungsgegner in Thailand werden vor allem von ausländischen Organisationen unterstützt. Darunter befindet sich auch das NED des US-Außenministeriums.

Von Marco Maier

Wer in Thailand die Königsfamilie diffamiert, muss mit harten Strafen rechnen. Einer der Anführer der sogenannten "Studentenproteste", Jatupat "Pai Dao Din" Boonpatararaksa, wurde erst kürzlich zu einer hohen Haftstrafe verurteilt, weil er irgendwelche Stories über den neuen Monarchen des Landes auf Facebook teilte.

Allerdings wird die Oppositionsfront, zu denen auch "Studenten-Aktivisten" gehören, aus dem Ausland unterstützt, um so einen "Thailändischen Maidan" zu inszenieren. Auch Boonpatararaksa erhält von den Botschaften der Vereinigten Staaten, Kanadas und diversen europäischen Ländern Hilfe und Unterstützung. So wurde seine Familie bereits von Botschaftsmitarbeitern (die oftmals auch aus Geheimdienstlern bestehen) besucht, darunter dem Second Secretary der kanadischen Botschaft in Bangkok, Shawn Friele.

Die thailändischen "Anwälte für Menschenrechte", die auch Boonpatararaksa unterstützen, sind nur ein Beispiel von Pseudo-NGOs, die jedoch in Wirklichkeit vom US-Außenministerium finanziert werden. Damit versucht die US-Regierung (auch unter Präsident Trump) sich in die internen Angelegenheiten anderer Länder einzumischen – nur eben eher indirekt durch das "National Endowment for Democracy" (NED).

Wer sich das angeblich so "drakonische Gesetz" gegen die Diffamierung des thailändischen Königshauses genauer ansieht, bemerkt, dass dieses Gesetz vor allem auf diese vom Ausland unterstützten "Oppositionellen" abzielt. Zudem hat jeder Staat Gesetze zum Schutz der herrschenden staatlichen Ordnung, die teilweise ebenfalls einen recht hohen Strafrahmen beinhalten (Stichwort: "Verfassungsfeinde").

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Angesichts dessen, dass die USA (zusammen mit ihren Alliierten) in Thailand einen Regime Change durchführen wollen, klingen die ganzen Vorwürfe gegenüber Russland, mit ein paar Hacks und der Veröffentlichung von heiklen Daten (über die die amerikanische Bevölkerung ohnehin hätte informiert werden sollen), geradezu lächerlich. Denn im Gegensatz zu Washingtons Aktivitäten in Thailand (oder der Ukraine, dem Irak, Libyen, Syrien…) hätten die Russen da schon ganz andere Kaliber auffahren müssen, um in den Vereinigten Staaten tatsächlich die Politlandschaft zu den eigenen Gunsten zu verändern.

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11 Kommentare

  1. Thailand Vietnam..war da nicht etwas mit Massenmorden an der Zivilbevölkerung. In Tschechien auf einen Markt ist ein Thai auf mich losgegangen weil er Bayrisch mit Amisprache verwechselt hat. Nachher stellte sich heraus das man seine gesammte Familie ermordet hat. Da habe ich begriffen was die Amis wirklich gemacht haben und ich war ihn nicht böse das er ein paar Dellen in mein Auto gehauen hat.

    1. War der Thai nicht ein Vietnamese ?

      In Tschechien sind viele Vietnamesen und die USA haben einen Vernichtungskrieg gegen Vietnam geführt . Thailand war und ist Militärbasis der USA .

  2. Was spricht eigentlich dagegen, pro-demokratische, pluarlistische Nichtregierungsorganisationen zu fördern? Wenn westliche Staaten mit Diktaturen zusammenarbeiten, wird ihnen das hier zum Vorwurf gemacht, wenn man nicht mit Diktaturen zusammenarbeit, sondern die demokratische Opposition fördert, ist es auch nicht richtig… sieht also eher nach einer zwanghaften Anti-Haltung gegen den Westen aus.

    1. Hier geht es eher um das zweierlei Maß: Saudi-Arabien und die Golfmonarchien: Gute Diktaturen. Norkorea, Iran, Venezuela: Böse Diktaturen. Gegen eine Zusammenarbeit spricht ja nichts, zumal man so vielleicht eher noch sanften Druck ausüben kann.

        1. vor allem darf "der westen" sich auf keinen fall um seine eigenen probleme kümmern sondern muss sich unbedingt auf egal welche weise im ausland einmischen – zumindest laut TM.  

  3. @tm   , ihre zwanghafte Pro-Westen Haltung dürfte wohl eher ihrem Wissensnotstand bezüglich der wahren Interessen des USA gesteuerten Westens geschuldet sein .

    Schlau machen , sonst ist man plötzlich in der falsche Ecke . Oder man hält es für die Richtige .

     

    1. … sagt der, der selbst zwanghaft in seiner Ecke klammert !

      Fällt dir aber auch nicht weiter auf, dass es noch andere Interessen als die der USA gibt !

  4. Daß auch die neue US-"Regierung" mit Trump an der Spitze lieber eine/n Shinawatra an der Spitze einer thailändischen Regierung sähe, ist völlig klar. Leider werden auch hierbei die kriminellen Machenschaften des vor seiner Gefängnisstrafe ins Ausland geflüchteten Thaksin gern "übersehen".

     

    Auch wenn der derzeitige Präsident Duterte (Philippinen) in seinem "Kampf den Drogen" mit Hunderten an ungesetzlich Getöteten gegen jedes Recht und jede Menschlichkeit verstößt: An Thaksin und die Tausende in seinem Namen Ermordeten kommt in Südostasien immer noch niemand auch nur ansatzweise heran. Solange der Flüchtling aus Dubai, Hongkong oder anderen "Wirkungsstätten" heraus weiterhin versucht, das Land durch seine sog. "Roten" (die ja eher Braune sind) in ein Bürgerkriegschaos zu stürzen, darf man dem derzeitigen PM Thailands, Ex-General Prayuth, nur alle zur Verfügung stehenden Daumen drücken, das Land auch mithilfe von sog. "Ermächtigungs-Gesetzen" im Sinne der überwältigenden Mehrheit der Menschen zu führen.

     

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