Monsanto behauptet stets, das Herbizid RoundUp sei sicher. Doch neu veröffentlichte Mails infolge eines Gerichtsprozesses werfen berechtigte Fragen auf.

Von Marco Maier

Dokumente, die in einem Gerichtsprozess gegen Monsanto veröffentlicht wurden, sorgen dafür, dass man sich Fragen stellen muss. Denn sie zeigen, wie sehr sich der Gentech- und Agrarkonzern darum bemühte, Einfluss auf die Nachrichtenmedien und die wissenschaftliche Forschung zu nehmen, wenn es um das weithin bekannte Herbizid RoundUp (Inhaltsstoff: Glyphosat) ging.

Selbst die "New York Times" kam nicht darum herum, darüber zu berichten, wie interne Debatten im Konzern über die Sicherheit des Produkts geführt wurden. Auch "Ghostwriter"-Studien die erstellt und als "unabhängige" Analysen verkauft wurden, gehören dazu. Genauso interne Bedenken.

So zeigen die Dokumente, dass der bekannte Akademiker Henry I. Miller, der sich stark für gentechnisch veränderte Organismen ausspricht, Monsanto im Jahr 2015 fragte, ob der Konzern nicht einen Artikel für ihn entwerfen wolle, der dann unter seinem Namen auf der "Forbes"-Webseite erscheinen sollte. Ein anderer Akademiker, John Acquavella, der früher für Monsanto arbeitete, schrieb 2015 eine Mail an die Geschäftsführung von Monsanto: "Ich kann nicht Teil einer irreführenden Autorenschaft in einer Präsentation oder Publikation sein". Weiters sagte er hinsichtlich der Art, in der das Unternehmen die Autorenschaft präsentieren wollte: "Wir nennen das Ghostwriting und das ist unethisch".

In den neu veröffentlichten Mails finden sich dann auch Sätze wie: "Wenn jemand zu mir kommt und sagt, sie wollen RoundUp testen, ich weiß wie ich reagieren würde – mit ernsthaften Bedenken". Bereits im Jahr 2002 sagte ein Monsanto-Manager: "Was ich von Ihnen höre ist, dass es weiterhin der Fall mit diesen Studien ist – Glyphosat ist OK, aber das formulierte Produkt (und ebenso das Tensid) macht den Schaden". Im Jahr 2003 sagte ein anderer Monsanto-Manager: "Man kann nicht sagen, dass RoundUp nicht ein Karzinogen ist … wir haben nicht die notwendigen Tests an der Formel gemacht, um diese Stellungnahme abzugeben".

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Alles in allem zeigt es sich: Bei Monsanto selbst ist man sich offenbar bewusst, dass Glyphosat bzw. RoundUp nicht wirklich sicher sein dürfte, doch weil das Herbizid einfach eine Cash Cow ist, will man alles Notwendige unternehmen, damit das auch noch längere Zeit so bleibt. Und wenn es sein muss, dann offensichtlich auch mit unlauteren Mitteln.

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13 thoughts on “RoundUp: Neue Monsanto-Mails werfen Fragen auf”

  1. Die gehen über Leichen.

    Hauptsache der Profit stimmt.

    Wir sind auf einen Irrweg, weil nicht mehr der Mensch sondern das Kapital an erster Stelle steht.

    Erst wenn wieder der Mensch an erster Stelle steht, dann wird die Menschheit wieder Menschlich sein.

    1. … solange wir über 7 Milliarden sind, wird der Mensch aber nicht an erster Stelle stehn. Wen juckt es schon bei solchen Massen, wenn regelmäßig ein paar Milliönchen über die Wupper gehn. Der Mensch hat sich selbst zur überflüssigen Massenware gemausert. Die Elite klein und fein, wird nicht unter den Toten sein, deshalb will da jeder rein !

      1. Ja, da gebe ich Dir vollkommen Recht.

        Was diese bescheuerten Idioten ausser Acht lassen und viele machen immer noch diesen Fehler. Normalsterbliche (wurden wahrscheinlich jede Information unterdrückt oder in Unkenntnis gelassen) und die elitären Kreis. Kann einen paar Beispiele geben, indem ihr einfach mal in Eure Wohnung und Kühlschrank anschaut und sich mal fragt. WER und WIE werden die eigentlich hergestellt. Schaut einfach mal den normalen Stuhl oder Tisch an. Keiner weiss es so genau, wie die und woraus die hergestellt werden. Schaut einfach mal eine Pizza an und stellt sich selbst mal die Frage. Woraus besteht eine Pizza? Die elementarste Sachen für eine Pizza ist: Wasser, Getreide, Tomaten, Milch (=> Käse), etwas Gemüse (je nach Pizza-Art), Fleisch (auch je nach Pizza-Art, etwas Salz (auch je nach Art: Gewürze) ……..

        Hier stellt die Frage, wer macht das ganze? Das ist es, was die elitären Kreis komplett ausser acht lassen. Merke das immer wieder.

  2. Jaja wissen wir schon, euren Gendreck könnt ihr euch sonst wo hin schieben. Kuckt mal euere Leute an die vor lauter Fett kaum mehr laufen können. Eckelhaft. Kein Gendreck in unseren Land.

  3. Round Up – Kills the Roots! Guaranteed! Eben genau das, was diese verschissene EU-Komission und die Vollstreckerin Merkel wollen – den Tod der Europäer! Dieses Zeug ist EINDEUTIG krebserregend, das stellt doch niemand mehr in Zweifel!!! Eine weitere Zulassung dieses Drecks, ist bewusster MASSENMORD!!!

    1. Atomkraftwerke.

      Da wird auch über Höchst oder Grenzwerte gefaselt.

      Vielleicht sind die ja auch undicht, soweit es die Werte zulassen. Wenn nicht, ist alles normal.

      Sowas könnte sich auch im geheimen Ereignen.

      Die Aufmerksamkeit einfach mit einem anderen Thema wie z.B. Vergiftete Eier Lenken.Oder

      Frauenfussball, oder auch  Dieselabgase. Ein wahnsinn 🙂

       

      1. Die Grenzdebilen in diesem Land haben doch viel mehr Angst vor einer fiktiven Klimaerwärmung! Blas es den Gehrintoten medial nur oft genug um die Ohren und sie werden die große Klimakanzlerin, als die Befreierin der westlichen Welt feiern! Ach ja, scheiß auf die Abholzung des Regenwaldes, Hauptsache das Hause Rothschild und Co. können wieder genug Milliarden für den Klimablass verdienen, denn die brauchen schließlich dringend die Kohle, um die Menschheit weiter zu drangsalieren und letzten endes auszulöschen!

  4. Das neue Roundup ist gar nicht so übel. Laut Empfehlung der Grünen kann man sich das sogar ins Müsli mischen. Nicht übertreiben mit der Dosierung, so Wie Safran, weniger ist mehr. Schmeckt ein bischen herb, und die Wirkung ist wie wenn man Hanf geraucht hat. Das beste ist, dass die Wirkung nie wieder nachlässt.

    1. Tja, jetzt ist das Geheimnis der Grünen kein Geheimnis mehr. Wie man günstig einen Dauerrausch kriegt, und gegen jedwede Angriffe der Vernunft für alle Zeiten hochimmunisiert wird. Wer mag, kann es ja mal ausprobieren, und einen Blick in die Welt der Grünen werfen. Müsli kaufen, ein Tütchen Roundup und los geht der Dauertripp nach Fantasia …

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