Politikum Massenvernichtungswaffen

Während manche Staaten legal Massenvernichtungswaffen horten, versuchen sie zu verhindern, dass andere Staaten welche haben. Wer gut und wer böse ist, bestimmt eine kleine Clique.

Von Marco Maier

Wer erinnert sich noch an die Lüge, die 2003 zum Irakkrieg führte? Damals hieß es auch, der Irak unter Saddam Hussein besäße Massenvernichtungswaffen. Klar, hatte dieser auch besessen – und gegen die Kurden in eigenen Land sowie gegen den Iran eingesetzt. Geliefert wurden die Komponenten übrigens von den Amerikanern und Europäern. Doch gefunden hatte man damals keine mehr, da diese entweder bereits eingesetzt oder vernichtet wurden.

Das hindert den Westen allerdings nicht daran, auch die syrische Regierung zu beschuldigen, Massenvernichtungswaffen (Giftgas) einzusetzen. Gut, dass es (seit der großen Vernichtungsaktion von chemischen Kampfstoffen unter russischer Vermittlung) eigentlich nur noch die (von den arabischen Ländern, der Türkei und dem Westen unterstützten) Islamisten sind, die (unter anderem auch in Khan Shaykhun) solche Waffen einsetzen und dann immer wieder die syrischen Regierungstruppen beschuldigen, spielt hierbei keine Rolle.

Nordkorea und der Iran dürfen laut dem Diktat der US-geführten Clique in den Vereinten Nationen keine Atomwaffen besitzen. Dass Länder wie Israel, Pakistan oder Indien solche Massenvernichtungswaffen besitzen, spielt hingegen keine Rolle. Denn wer gut oder böse ist, entscheidet eben diese Gruppe von Staaten – und "böse" Staaten dürfen solche Waffen eben nicht besitzen.

Wenn es um Massenvernichtungswaffen geht, kennt die vom westlichen Establishment geführte Clique kein Pardon. Wo käme man denn hin, wenn es ein globales "Gleichgewicht des Schreckens" gäbe? Was wäre, wenn Länder wie die USA (samt NATO-Anhang) oder Saudi-Arabien nicht mehr einfach so andere Länder angreifen könnten? Das wäre ja schrecklich, nicht?

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Klar, Massenvernichtungswaffen sind schrecklich – aber das sind konventionelle Kriege samt den Bombenteppichen aus NATO-Kriegsflugzeugen auch. Den Menschen in den Kriegsgebieten ist es schlussendlich egal, ob sie durch Bombensplitter, Gewehrkugeln, Napalm, Giftgas oder radioaktive Strahlung sterben, bzw. verkrüppelt werden. Effektiv macht dies nicht viel aus.

Aber: Man kann mit (angeblich eingesetzten oder im Besitz befindlichen) Massenvernichtungswaffen gut Stimmung machen – und zwar gegen jene, die diese auch (angeblich) verwenden oder besitzen. Hier geht es nur um Politik (und weiters auch um Wirtschaftsinteressen der Konzerne). Um nicht mehr und nicht weniger.

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6 Kommentare

  1. Schon klar wenn man Giftgasopfer mir blanken Händen anfasst. Wie blöde kann man noch sein um uns soetwas verkaufen zu wollen. Wer bitte besitzt denn Massenvernichtungswaffen….

    1. Seymon Hersh, der legändere audecker von Mylai hat die Waffenliedferungen durch Hillary Clinton beschrieben. Die USA liefern die Waffen an die Islamisten und die CIA schuhlt sie vor Ort im Umgang . In primitiven Schlossereien werden Gasflaschen zu Mörserraketen umgebaut.  Hab ich selbst in einem Film in Aleppo gesehen. So sollte das flächendeckende Bombadieren durch Obama getriggert werden. Russland schickte daraufhin einen Weltenzerstörer in 500 Skundenabstand vor die Israelische Küste. Israel hätte aufgehört zu existieren. Auge um Auge Zahn um Zahn. Die USA waren klug genug nach dem Bericht der UNO der die US Schuld verdichtete, den Schwanz ein zu ziehen. Und Israel schluckte die bittere Pille versüßt durch die vernichtung der Chemiewaffen. Die USA aber auch ihre willigen Helfer beim massenmord wie Merkel, sind die widerwärtigsten Verbrecher auf dieser Welt. Gäbe es gerechtigkeit würde Merkel an die Wand gestellt und erschossen. Im Abschluzssbericht der UNO sind die Bastelwaffen der CIA zubewundern.

  2. Wer den Dollar nicht will, "der hat Massenvernichtungswaffen". Sowie der Irak, Libyen und der Iran. Und was ist mit dem Russen, der auch keine Dollars mehr will ? Es scheint nicht so einfach zu sein Putin nach der Pfeife tanzen zu lassen. Und der Chinese ?  Die USA ist ohne Kriege im Arsch.

  3. Muß man denn unschuldige Massen vernichten? An was sind die denn schuld? Sicher nicht an dem herrschenden grausamen Chaos auf der Erde .Planen die sicher auch keine Neue Welt-Unordnung. Ist die derzeit herrschende schon arg genug.  Sollte man die ganzen toxischen Dinge an die Adressen der Urheber senden.  Neue Weltordnung? Weiß man, was das eigentlich bedeuten würde? Eine echte NWO  wäre eine konstruktive gut überdachte  Änderung der Mängel auf Erden. Und das mit Verstand, Nächstenliebe, ohne Boshaftigkeit, Umweltliebe, ohne Menschenopfer, und ohne Schielen auf Profit. ..Sollte man den Inhalt der sadistischen Bücher, die man schon lange liest und die schaurigen Pläne, die da einmal jemand wollte, endlich aus den eigenartigen Köpfen verbannen und sich auf das Gute besinnen.Bräuchte man sich dann auch nicht in hochgesicherten Bunkern im Dunklen irgendwo verstecken und könnte sich stolz als guter Mensch bezeichnen lassen.Kann soetwas kein Ziel sein??? Ist man da irgendwelche unlösbare  Deals  eingegangen?

  4. Finanzielle Massenvernichtungswaffen – biologische Massenvernichtungswaffen – chemische Massenvernichtungswaffen – atomare Massenvernichtungswaffen –  medizinische Massenvernichtungswaffen.                                                                                                                                    Im seinem Bestreben, sich und seinesgleichen ins Jenseits zu befördern,  ist Homo oeconomicus einzigartig.

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