Moskaus Gegenmaßnahmen: Vernichtender Schlag für die US-amerikanischen Gegner Russlands

Russland hat mit seiner Antwort – der Personalreduktion bei der US-Botschaft in Russland – den Akteuren die gegen Russland agitieren einen schweren, man könnte sagen, vernichtenden Schlag versetzt.

Von Viribus Unitis

Russland hat den Zeitpunkt für die Aktionen sorgfältig gewählt: Nach der Verabschiedung der Sanktionen durch beide Häuser des Kongresses, aber vor der Unterzeichnung der Sanktionen durch Trump. Kurz nach der Fertigstellung der Erweiterung der US-Botschaft, aber noch vor dem Bezug der neuen Räumlichkeiten durch Botschafts-Personal (technischer Innenausbau, also Computerkabel etc. ist noch nicht abgeschlossen).

Nach dem Vorschlag von Trump, Jon Huntsmann als neuen US-Botschafter für Russland zu ernennen, aber vor der Kongress-Bestätigung von Jon Huntsman. So blieb dem alten Obama-Botschafter Tefft die Aufgabe, die Reduktionsnote der Russen in Empfang zu nehmen und seinen Botschaftsangestellten die Nachricht zu überbringen. Ja mehr noch, er ist es auch noch, der die meisten nach Hause schicken muss – Jon Huntsman ist ja noch nicht da.

Eine Überraschung, mit der die USA nicht rechneten

Die meisten Berichte über die US-Botschaft in Washington zeigen das alte Botschaftsgebäude, das bis in die 1990er-Jahre in Betrieb war. Seit damals gibt es ein neues Botschaftsgebäude. Die Russen meinen, das oberste Stockwerk des neuen Botschaftsgebäudes sei mit Antennen zugepflastert, mit denen die NSA die Kommunikation in Moskau überwachen kann. Telefonate von um zum Kreml, zum Parlament und mehr – all dies falle unter diese NSA-Aufklärungsaktivitäten.

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Seit 2013 wird an einem ergänzenden Gebäude gebaut, dem „New Office Annex“. Der New Office Annex ist ein 7-Stockwerke-Bau und sollte Platz für 300 Büroarbeitsplätze, sowie Ausstellungsflächen und mehr – hier kann man lesen was denn alles so drin und dran ist. Mit dem Bau wurde das Bauunternehmen Caddell beauftragt, Auftragswert 143,9 Mio Dollar – hier – kann man den Baufortschritt beobachten.

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Das neue Gebäude (siehe Bild oben von hok) sollte Platz für 300 neue Büroarbeitsplätze und für den Publikumsverkehr bieten. Die Konsularabteilung sollte rein – also die Visa-Anträge und so – und wird vermutlich auch reinkommen. Das Gebäude ist sieben Stockwerke hoch, wovon das oberste Stockwerk als Ausstellungsräumlichkeiten ausgebaut ist und die anderen Stockwerke Büroarbeitsplätze beherbergen sollten.

Manche Büroarbeitsplätze wird man nach diesen Kürzungen nicht mehr brauchen, man kann aber auf diese Büroflächen jene Waren stellen, die nicht mehr im Botschafts-Außenlager – das die Russen zur Schließung angeordnet haben – gelagert werden können. Statt Schreibtisch und Computer wird diese nicht gebrauchte Bürofläche nun eben für Paletten und Stapler genutzt.

US-Botschaft in Moskau: Geschäftschädigend für die USA selbst

Sofort nach dieser Personal-Reduzierungs-Weisung durch die Russen haben die USA damit begonnen, den Visa-Prozess für Russen die in die USA wollen zu „entschleunigen“, weil, so die offizielle Begründung, man zu wenig Personal habe.

Die US-Botschaft in Moskau selbst, sowie Konsulate in St. Petersburg, Yekaterinburg und WladiWostok. Russland bearbeitet mit dem gleichen Stab – also auch 455 Personen – sowohl die Botschaft in Washington, wie auch vier (um eines mehr als die USA) Konsulate, nämlich jene in New York, San Francisco, Seattle und Houston.

Mehr als 30 Prozent aller im Silikon Valley arbeitenden Soft- und Hardware-Ingeneure sind Russen. Wenn die großen Computerakteure in den USA Personal brauchen, so wird wie bisher auch die US-Botschaft in Russland schnellstens Visa ausstellen.

Für andere Zwecke – Touristenvisa – wird es dauern, was den Russen nur recht ist. Warum sollte ein Russe in den USA Urlaub machen und dort sein Geld ausgeben, der solle doch zu Hause bleiben und dort sein Geld ausgeben – und nicht in den USA. Die USA schneiden sich mit der „Entschleunigung“ dieses Visa-Prozesses ins eigene wirtschaftliche Fleisch- weniger gut betuchte Russen-Touristen die in den USA ihr Geld ausgeben.

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Kern- und Dispo-Personal: Die Russen amputieren dem US-Politkraken die Fangarme

Bezüglich des tatsächlichen US-Botschaftspersonals das derzeit in Russland aktiv ist, gibt es keine Daten. Manche Berichte nehmen Zahlen aus 2013 – wobei diese Zahlen ohne jede Basis sind, keiner weiß ob sie stimmen, denn es gibt keine offizielle Quelle dafür. Und die US-Botschaft in Moskau weigert sich, auch gegenüber US-Medien Personalzahlen zu nennen.

Kern-Personal ist jenes, das man unbedingt braucht, um überhaupt Botschaft zu sein. Da gehört der Botschafter dazu, Botschaftsräte, die Attaches und mehr – jene zwingend notwendigen Systemerhalter, die den Normalbetrieb am laufen halten.

Die US-Botschaft hat z.B. Eigene Verbindungsleute zu den Raumfahrtbetrieben Russlands, weil US-Astronauten ja mit russischen Raketen ins All befördert werden und auch russische Raketentriebwerke in die USA geliefert werden, die dort US-Raketen antreiben. Das sind unverzichtbare System-Erhalter mit genau geregelten Aufgabengebieten, die eben das abarbeiten was an Routine- und Problembehebungsarbeit anfällt.

Das Dispo-Personal ist jenes, das ohne fixierten Aufgabenbereich Aktivitäten aller Art setzen kann. Beispielsweise kann dieses Personal mit Oppositionsgruppen Kontakt halten, mit diesen Maßnahmen erarbeiten und mehr.

Die USA haben letzten Dezember das Personal der russischen Botschaft in den USA gesamt auf 455 Personen beschränkt – vorher waren es 490. Das wiederum scheint jenes notwendige Minimum zu sein, wo man zwar seine Kern-Aktivitäten noch ausführen kann, und USA und Russland haben in Reziprozität die gleichen Notwendigkeiten, aber kein Personal mehr hat, um mit Dispo-Personal politische Aktivitäten zu setzen.

Und genau das haben die Russen den USA nun auferlegt. Praktisch das gesamte Dispo-Personal muss gehen, nur das unbedingt notwendige Kern-Personal, das dann für Polit-Aktivitäten mit Opposition und mehr keine Zeit hat, darf bleiben.

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Jene die in Soros' Auftrag ehemals in Russland Politik machten müssen gehen, und andere gibt es nicht. Soros – und die mit Ihm verbündeten US-Politiker – haben jeden Einfluss verloren. Die neuen Anti-Russland-Sanktionen wurden so zum Mega-Eigentor. Trick 17 wurde umgesetzt, das ist jener mit der Selbstüberlistung.

Man muss das weitergehend psychologisch bezogen auf die mit den USA zusammenarbeitenden Russen betrachten. Bisher konnten sich manche russischen Polit-Akteure auf die US-Diplomaten als Machtfaktor stützen. Ein Machtfaktor der von einem Tag auf den anderen von Russland eliminiert wurde. Wäre ich ein solcher russischer Polit-Akteur, mir würde das zu denken geben. Ich würde erkennen, dass es mit der Macht der USA nicht so weit her ist – und man sich mit diesen schwachen Akteuren besser nicht verbindet. In Zukunft wird man es schwer haben, Russen zu finden, die sich vertrauensvoll mit den USA zusammentun.

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14 Kommentare

    1. Super-Geil !

      Der russische Bär ist sehr genügsam,

      auf die Dauer doch nicht biegsam.

      Er schlägt zurück mit harter Tatze,

      und haut den Ami auf die Fratze.

      Da hilft kein Weinen und kein Fauchen,

      der Ami kann das gut gebrauchen.

  1. Alle Amis raus aus Russland.

    Der größte Feind der Freiheit sind die USA.

    Russland ist auf die größten Kriegstreiber dieser Welt die USA nicht angewiesen, denn es gibt noch andere Länder die aber eine ehrliche Absicht in Handel und Wandel haben.

    1. Und diesen Feind haben wir im eigenen Land und sind ihm auf Verdeih und Gederb ausgeliefert. Deutschland wird niemals frei sein solange es Mitglied  der NATO  mit der USA  an der Spitze ist.

  2.  

    Verwechseln wir bitte nicht unseren vom Konzern-Kapital erlaubten Freiraum nicht mit Freiheit,denn der erlaubte Freiraum ist nur ein Knast ohne Gitter der mit Freiheit nichts zu tun hat, aber die Kunst zu beherrschen sich Unabhängig zu versorgen ist die wahre Freiheit. Wir, das sind über 90% der Weltbevölkerung, dürfen nicht von Freiheit reden, da über 90% der Weltbevölkerung Lohnabhängig sind, was gleichbedeutend ist mit Versklavung durch Lohnabhängigkeit.

     

    Wo wir auch immer die Infrastruktur gebrauchen müssen oder glauben sie gebrauchen zu müssen,ob für eine Demo oder den Weg zur Arbeit,sind wir in Ohnmacht der Macht der Politiker und ihrer Drahtzieher  ausgeliefert.Die Infrastruktur der Macht, die Heute mittels Handy durch die Überwachung von dem selben, bis ins Private hinein reicht, ist die Macht die alles durchdringt.

     

  3. Bei vernünftigerer und ausgewogenerer Aussenpolitik könnte Deutschland genauso verfahren. Es ist ein von Deutschlands Politiker gewolltes politisches Gefängnis in dem man sich befindet. Die jetzt bald vor hundert Jahren stattgefundene Kriegsniederlage ist keine Ausrede für das politische Nachkriegsdesaster.

  4. Putin und seine Berater haben hier wieder einmal gezeigt,dass sie vom politischen Schachspielen mehr verstehen,als sich Trump und seine Berater  das je vorstellen konnten.

    Bei so einem Personalabbau ist erst einmal das eingetreten,wovon in den  USA niemand daran geglaubt hat,dass dies irgend einmal geschehen könnte.. Dieses neue Botschaftsgebäude wird auf Dauer auch für die Amis etwas zu gross sein,denn es werden nicht nur die Botschaftsangehörigen vermindert,nein,auch das russische Personal,was allerdings seinen Job verlieren wird,aber das ist eben die Kehrseite der Medaille.Auch Soros

    geheime Aufwiegler sind von dem Rauswurf betroffen und wenn die Russen nicht so schnell ihr Visum für einen Besuch in den USA bekommen,so soll es dem russischen Staat recht sein,denn die Touristen,welche keinVisa so schnell bekommen,können ihr Geld auch in Russland für einen Urlaub ausgeben.Alles Geld was in der RF bleibt,das kommt den Russen zugute und nicht dem Ami.

    Schnelles Visa bekommen nur diejenigen,welche dem Ami genehm sind und davon gibt es viele davon.Man denke nur an die Raketenspezialisten und Computerfachleute.Das Schachspiel wird auch wahrscheinlich weiter gehen,sollten die USA noch mehr Sanktionen gegen Russland beschließen,dann werden sich Putin und seine Berater schon etwas einfallen lassen.Der Rauswurf dieser Botschaftsangehörigen in dieser Grössenordnung werden den Amis noch richtig weh tun und neue Antworten auf neue Sanktionen,liegen wahrscheinlich schon in der Schublade unter Putins Schreibtisch.

  5. " Mehr als 30 Prozent aller im Silikon Valley arbeitenden Soft- und Hardware-Ingeneure sind Russen. "

     

    Unwahrscheinlich, da insgesamt nur 37% der Silicon Valley Mitarbeiter aus dem Ausland stammen und davon wiederum der mit Abstand größte Teil aus Indien, gefolgt von China, Großbritannien und Kanada. Vermutlich sind weit weniger als 5% der Beschäftigten Russen.

  6. Wäre ich ein solcher russischer Polit-Akteur, mir würde das zu denken geben. Ich würde erkennen, dass es mit der Macht der USA nicht so weit her ist – und man sich mit diesen schwachen Akteuren besser nicht verbindet.

    ich hätte nichts dagegen, wenn sie es wären und befürworte ausdrücklich, dass sie es werden! 🙂  

  7. Liebes Contra-Magazin, liebe Leser, es geht hier um einen weiteren Fall von Willkür-Justiz in Merkelistan! Ein Familienvater sitzt unschuldig im Gefängnis und befindet sich mittlerweile im Hungerstreik! Die Familie braucht dringend Hilfe und es wäre schön, wenn die Thematik an die Öffentlichkeit käme – hier erfährt man Näheres

    https://www.youtube.com/watch?v=9BZNGgQ0Thk

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