Kurz: Erdogan besitzt “diktatorische Züge”

Sebastian Kurz kritisiert den türkischen Präsidenten scharf. Weder Zollunion noch EU-Beitritt seien angesichts der aktuellen politischen Zustände in der Türkei denkbar.

Von Redaktion

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "diktatorische Züge" vorgeworfen. "Er entwickelt das Land in eine falsche und gefährliche Richtung. Sein Umgang mit Kritikern, Andersdenkenden und Minderheiten ist absolut inakzeptabel. Präsident Erdogan zeigt definitiv diktatorische Züge", sagte Kurz der "Welt".

Österreich unterstützt die Position von Kanzlerin Merkel, die eine Ausweitung der Zollunion mit Ankara "zurzeit" ablehnt."So wie derzeit in der Türkei die Menschenrechte und demokratischen Grundwerte systematisch verletzt werden, ist eine Vertiefung der Zollunion mit der Türkei völlig unrealistisch", sagte Kurz. Hintergrund: Ankara will schnellstmöglich mit der EU über eine Ausweitung der bestehenden Zollunion auf Landwirtschaftsprodukte, öffentliche Aufträge und Dienstleistungen verhandeln. Ziel ist ein stärkeres Wirtschaftswachstum.

Mit Blick auf den von der Türkei nach eigenen Angaben angestrebten EU-Beitritt bis zum Jahr 2023 sagte Kurz: "Auch wenn Ankara bis zum Jahr 2023 einen EU-Beitritt anstrebt, wird das nicht stattfinden." Es sei den Europäern bewusst, dass sich im Jahr 2023 die Gründung der türkischen Republik zum hundertsten Mal jähre. "Aber man muss trotzdem klar festhalten: Das Land bewegt sich immer weiter von Europa weg, die wirtschaftlichen Auswirkungen wären für beide Seiten unkalkulierbar und außerdem würde ein Beitritt die Aufnahmefähigkeit der EU überfordern", betonte Kurz.

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19 Kommentare

  1. Jaja  der Umgang mit den Minderheiten….bei uns ist es umgekehrt das ist der Umgang mit den Mehrheiten. Trotzdem Moslems haben in unseren Land nichts zu suchen keiner wurde je Deutsch und wenn sich einer dieser Sorte in unsere Politik geschlichen hat hetzt er gegen uns. Wenn wir einen Staat gründen wollen dann müssen es WIR tun und nicht irgendwelche Leute von irgendwo her.

      1. Mit dem "Kurz´en" werden wir noch böse Überraschungen erleben und ich krieg schon eine Krise, wenn ich sehe wie blind und blöd dem bereits große Teile nachlaufen.

        und wie bei Macron hinterfragt wieder keiner wofür und für wen Kurz eigentlich steht.

        Kurz ist eines dieser neuen jungen Gesichter der Neoliberalisten, ein reines Ziehkind und Kunstprodukt. Einer dieser süßen Zuckerbuben, der den Bürgern ihr letztes Hemd unterm Arsch verkauft und die sich darüber auch noch freuen weil er ja "so ein süßer netter Kerl ist, der es ja sooo gut mit allen meint".

        Mit Kurz als Regierenden wird es ein böses Erwachen geben für uns Österreicher 🙁

        p.s.: ja ich weis sorry; ich hatte ihn zu Beginn verteidigt und Hoffnung auf Veränderung in ihn gesetzt, nur leider musste ich in den letzten beiden Jahren erfahren wer da aller hinter Kurz steht und wofür er tatsächlich steht.

        1. Kurz ist meiner Meinung nach brandgefährlich!

          Er wird meines Erachtens, sollte er andie Macht kommen, vor unseren Augen eine sehr rasante Entwicklung durchmachen, die unsere kühnsten Albträume übertreffen werden!

           

  2. Kurz entwickelt sich immer mehr zum "Elite"-Adjudanten. Wenn schon dann ist die EU die größte vorstellbare Diktatur zur Auslöschung der weißen, europäischen Rasse an der Kurz kräftig versteckt, die Menschen dumm verkaufend,  mitarbeitet. Das "Flüchtlings"abkommen Merkel-Erdogan verfolgte einzig und allein sie Zerstörung der weißen, europäischen Rasse, inniglichst getragen von Kurz. Er soll endlich seine  bigotte Klappe halten.

  3. Ich mag den Erdogan auch nicht. Er hat aber eines klar erkannt: die EG/EU hat die Türken jahrzehntelang mit sogenannten Beitrittsverhandlungen an der Nase herumgeführt. Kein Politiker der EU hatte die Traute, die Türkei in die EU aufzunehmen. Erdogan zieht jetzt die Konsequenzen und neigt sich den Russen zu. Die Reaktion der Nato dürfte interessant werden. Wenn sie nicht loslassen kann, wird sie einige ihrer hochheiligen Prinzipien über Bord werfen müssen. Zur Zeit haben jedenfalls EU und Nato die Hosen ziemlich weit unten.

  4. Wer die Westpestagenten (Presse, NGOs, Nato, Globalmanager …) loswerden oder unwirksam machen will, um die Selbstbestimmung einer Nation wiederherzustellen, wird sich wohl kaum anders verhalten können als Erdogan.

  5. Aber einer meiner Lieblingsautoren, Hans Hoppe  "Der Wettbewerb der Gauner", "Demokratie, der Gott der keiner ist" lebt in der Türkei. Dann kann es schon mal nicht so schlimm sein, wie uns unsere Demokratische ReGIERung weismachen will.

  6. der kurz ist mir schnurz

    wagenknecht, auch ganz schlecht,

    erdolf und trump laufen nicht rund

    merkel auch dabei, dieses hirnlose ei

    so offensichtlich für jedermann

    doch das hirn schalten nur wenige an,

    ist doch voll zum kotzen,

    in jeder regierung der welt nur stinkende votzen.

  7. Erdogan wird nicht so verblödet sein sich von der EU politische Destabilisierungsagenten verordnen zu lassen. Und er ist auch nicht charakterlos genug sich von den internationalen Geldsäcken wie Soros für eine Politik gegen sein eigenes Volk und Land kaufen zu lassen. Kein EU Politiker hat die moralische Kompetenz sich  anderen gegenüber als Sittenrichter aufzuspielen! Mit den EU Politikern kann Erdogan locker mithalten. Daß er nicht mein politischer Freund ist tut dabei nichts zur Sache.

  8. Die EU steht in ihrer diktatorischen Ausrichtung Erdogan in nichts nach!

    Beispiel. Die Massenmigration und die damit einhergehende Islamisierung Europas gegen den Willen der Europäer!

    Die Finanzpolitik, die einer Enteignung gleich kommt.

    Die feindselige Haltung gegen Russland, die bei der Mehrheit keine Zustimmung findet.

    Die überbordende gesetzlichen Regelungen im Alltag, die vor allem die nationale Souveränität der einzelnen Staaten komplett untergräbt.

    Jahr für Jahr reklamiert sie für sich immer mehr Kompetenzen, die vorher den Nationen vorbehalten waren und zwingt meiner Meinung nach die einzelnen Staaten zu Verfassungsbrüchen!

    Siehe ESM Vertrag und die offenen Grenzen!

    Ich kann beim besten Willen keine demokratischen Elemente in der EU entdecken!

    Was Erdogan betrifft, so ist er keine Alternative, seine Diktatur funktioniert nur etwas gröber!

     

  9. Will man ein Diktator sein, braucht man zuerst einmal Leute, die einen dabei helfen, die Etagen schnell hinauf zu steigen, diese Leute brauchen dazu viel Geld, man selbst will natürlich auch viel davon, weil man natürlich die hochtrabenden  Wünsche von den Helfern gut an die Leute bringen soll. Sehr wichtig sind natürlich die vielen, die  bei der Verwirklichung der vielen Wünsche  notwendig sind und ohne die es nicht geht. Würde gerne einmal beobachten, was ein sog.Diktator ohne die vielen Geldgeber und Hörigen machen würde. Wäre es da sehr schnell mit dem Diktieren vorbei.Also: Gleichgesinnte schließen sich zusammen und sind von einem hochtrabenden Wunsch und Ziel besessen. Das ist alles Theorie. Müßte man mit den Diktatoren früherer  Zeiten ein Interview machen können.Ob da alles so gelaufen ist, wie diese  Super-Bossmenschen Alles geplant hatten ?  Zuviel Macht erzeugt Neid und ist nicht für allzu lange Zeit.

    1. @olga.chraska:

      Wegen dem Geld brauchen sich diese (Zensur) keine Sorgen zu machen. Draghi verschleudert es buchstäblich. Der Umsatz muss angekurbelt werden, weil sonst das ganze Finanzsystem in sich zusammenfällt und eine Weltwirtschaftskrise droht. (Buchtipp: “Der Crash kommt“ von Max Otte)

      Das Problem ist, wie setze ich das Geld ein, damit dieses Pyramidenspiel sich noch ne Runde dreht?

      Man kauft die Politik. Dort sind genau die Richtigen mit den richtigen Eigenschaften. Die Auswahl ist hart und effizient. Wie das Ding funktioniert, kann man bei Hans Hoppe „Demokratie, der Gott der keiner ist“ nachlesen. (Sollte es trotzdem einen Failman geben, steht ein harter Kern abrufbereit)

      Die brauchen sich keine Sorgen um Unterstützung machen, die Mehrheit der Bevölkerung gibt sie freudig,  gratis, schriftlich als Blankovollmacht (Wahlkreuz) ab. Wenn man sich dessen nicht sicher ist, wird halt alternativ eine Briefwahl angeboten, außerdem sind Staatsanwälte Weisungsgebunden.

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