Viele internationale Flugrouten führen über Krisengebiete. Angesichts dessen, dass z.B. der IS auch über Boden-Luft-Raketen verfügt, ist das fahrlässig.

Von Marco Maier

Nicht erst seit dem Abschuss von MH17 über der Ukraine weiß man, dass Flugrouten über Krisengebiete auch für Passagiermaschinen potentiell eine große Gefahr darstellen. Immerhin weiß man ja inzwischen auch, dass beispielsweise der "Islamische Staat" über Boden-Luft-Raketen (MANPADS) verfügt (wir berichteten) und gewiss keine Scheu davor hat, diese auch einzusetzen.

Nun schlagen auch die deutschen Piloten Alarm. Deutschlands Piloten erhalten nach eigenen Angaben keine ausreichenden und unabhängigen Informationen über die Kriegs- und Krisengebiete auf ihren Flugrouten. Das beklagte die Pilotengewerkschaft "Cockpit" in einer Erklärung. Weltweit gebe es eine hohe Zahl von Krisengebieten – gleichzeitig steige die Anzahl der Flugbewegungen stetig. "Dabei führen zahlreiche Flugrouten über und sogar in diese Gebiete", so die Pilotenvereinigung.

Die Gewerkschaft fordert einen zentralen und unabhängigen Ansprechpartner mit aktuellen und Airline-übergreifenden Bewertungen zu weltweiten Krisengebieten für die Piloten. Die wirtschaftlichen Interessen einer Airline dürften nicht das Sicherheitsniveau eines Fluges herabsetzen, so "Cockpit". Immerhin geht es hier auch um viele Menschenleben.

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2 thoughts on “Flugrouten über Krisengebiete – muss das sein?”

  1. Was haben die denn vor ? … wollen die im Zickzackkurs fliegen oder immer irgendwie "hintenrum" – das könnte sehr teuer werden, da fliegen die Piloten dann wohl ohne Passagiere.

    Oder ist es einfach nur so, dass der stetig wachsende Luftverkehr, die stetig wachsenden Luftwaffeneinsätze behindert ?

  2. Natürlich muss das sein jeder anständige Verbrecher muss auch einmal ein Passagiermaschine abgeschossen haben sonst hätten ja unsere Ermittler nichts zu tun. Siehe MH 17.  Arbeitsplatzbeschaffung giebt es natürlich auch in der Grauzone siehe Holland…..

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