Duterte: „Tötet die Idioten, die sich der Festnahme widersetzen“

Duterte fordert die philippinische Polizei dazu auf, keine Gnade mit jenen Kriminellen zu zeigen, die sich der Verhaftung widersetzen.

Von Marco Maier

Der philippinische Präsident, Rodrigo Roa Duterte, wird wegen seiner harten Linie gegenüber Drogendealern und Verbrechern immer wieder scharf kritisiert. Zwar ist eine Anti-Drogen-Politik, die auf Verhaftungen und Gewalt basiert kaum langfristig erfolgreich, so lange man nicht die Gründe für die grassierende Armut mitbekämpft, doch die Menschen auf den Philippinen haben von der extremen Drogenkriminalität einfach die Nase voll – und unterstützen die harte Linie deshalb auch weitestgehend.

Angesichts dessen, dass viele der Kriminellen Waffen besitzen und auch nicht davor zurückschrecken, diese gegen die Polizisten einzusetzen, gab Duterte kürzlich eine neue Order aus: "Eure Pflicht erfordert es den Widerstand jener zu brechen, die ihr festnehmt. Wenn er sich wehrt und er ist ein Gewalttätiger, dann dürft ihr diese Idioten töten. Das ist mein Befehl an euch."

Angesichts des Aufschreis nach der Tötung des 17-jährigen Kian Delos Santos während einer Drogenrazzia durch die Polizei, ordnete Duterte die Polizisten dazu an, die Kriminellen nur zur Selbstverteidigung zu töten. Er würde jene Polizisten nicht schützen, die unbewaffnete Verdächtige töten. Der Jugendliche wurde mit einer Waffe in der linken Hand gefunden, doch seine Familie betonte, dass er Rechtshänder gewesen sei und nichts mit Drogen am Hut gehabt hätte. Nun untersucht das Justizministerium den Fall.

Die Gegner Dutertes, allen voran die Anhänger der "Liberal Party" der alten korrupten Eliten, versuchen aus dem "Fall Kian" natürlich Kapital zu schlagen und die Stimmung im Land gegen Präsident Duterte zu drehen. Dieser geht nämlich mit aller Vehemenz gegen die Vertreter des alten Establishments vor. Allerdings wird auch ihm vorgeworfen, in seiner Zeit als Bürgermeister von Davao (wie es in der philippinischen Politik üblich ist) sämtliche wichtigen Wirtschaftszweige unter seine Kontrolle gebracht zu haben.

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6 Kommentare

  1. Solange man die Gründe für die Armut nicht bekämpft, bekommt man wahrscheinlich das Drogengeschäft nicht in den Griff. Das würde im Umkehrschluß bedeuten, daß Armut ein Freibrief für kriminelle Handlungen wäre und das geht einfach nicht, weil es Gesetze gibt, die die Herstellung und den Handel von Drogen unter schwerste Strafe stellt. Woran soll sich eigentlich ein Präsident halten, wenn nicht an bestehende Gesetze, denn die Gegenseite verfährt nach unmenschlichen Kriterien und das kann niemand zulassen und deshalb sind die Maßnahmen in aller Konsequenz richtig um dieses Krebsgeschwür einzudämmen. Hinsichtlich der Armut wäre Kritik und Verbesserungsvorschläge immer angebracht, aber Arm durch Verbrechen zu ersetzen ist auch nicht die Lösung und deshalb müßte überall auf der Welt diese Geisel wesentlich intensiver bekämpft werden, auch bei uns, wo sogar schon Bundestagsabgeordnete mit diesem Teufelszeug erwischt werden, obwohl auch sie gesetzlich gehalten sind, dies zu unterbinden und nun stellt sich die Frage, wer nun glaubwürdiger ist, ein Präsident mit Verantwortung oder ein Volksvertreter hierzulande, der die eigenen Regeln mißachtet und dafür eigentlich ins Gefängnis gehörte.

  2. Zb Afgahistan wer beschützt dort die Opiumfelder soviel ich gelesen habe Deutsche Soldaten. Wer schafft die ganzen Ernten in sein Land natürlich die Amis. Das Militär bringt das Zeug ins Land. Opium braucht keine Pharmaindustrie mehr die sind schon längst weiter. Wurde nicht vor kurzen der Opiumnotstand in USA  verkündet von Herrn Trump weil die süchtigen immer mehr werden. Klar der Gewinn bringt Milliarden ob Koks Herion oder sonst was wenn man die richtigen Partner zum Kohle machen hat. Na gut man hat Marihuna freigegeben das bringt aber gerade so viel das man  jetzt den Anbau besteuern kann unter strengen Regeln natürlich 🙂 Ok von mir aus machen die Amis was sie wollen. Aber hier bei uns  wenn sich POLITIKER !!! mit Koks und Christal Meth vollknallen sagt keiner was, siehe Abwässer des Bundestages   von denen halb Berlin noch mal High werden kann denn das Zeug wird unverändert aus geschieden, naja wenigstens die Ratten haben ihre Freude…deshalb keine Ratten essen, eine Empfehlung an die Obdachlosen 🙂

  3. Immer wieder erstaunlich wie man Drogen und Armut mit einander vermengt. Ein Armer kann kaum Drogenkonsument sein, denn er hat kein Geld für Drogen. Duterte macht das einzig sinnvolle er bejagt den Drogenhandel, denn dort helfen kein schönes Zureden, oder Therapiegruppen, wer tod ist braucht all diesen teuren Blödsinn nicht, so seine Denkweise, die auch greift. Jeder Dealer weiss, dass er mit SEINEM Leben spielt und nicht nur mit dem der Süchtigen, folglich ist sein Geschäftsmodell mit einem mehr an Risiko verbunden und so mancher überlegt sich, ob der Profit ES WERT IST!

    1. "Ein Armer kann kaum Drogenkonsument sein, denn er hat kein Geld für Drogen."

      Das wäre schön, aber leider sieht die Spirale anders aus. Armut geht Hand in Hand mit sozialer Ausgrenzung und Überlebensnöten, die mit Verzweiflung, die mit Ängsten und Depressionen, – da helfen Drogen, und die beschafft sich Armut per Beschaffungskriminalität, d.h. Einbruch, Diebstahl, Überfälle, Prostitution u.a..

      Schlimm, sehr schlimm, was zu was führen kann – muss nicht, aber kann und tut es auch sehr oft.

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