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Wahlzettel. Bild: Flickr / Awaya Legends CC BY-SA 2.0
Wahlzettel. Bild: Flickr / Awaya Legends CC BY-SA 2.0

Deutschland: Briefwahl in der Kritik

Die wachsende Zahl von Briefwählern steht unter Kritik. Jeder zehnte Wähler geht davon aus, seine Wahl später zu bereuen.

Von Redaktion

Der Staatsrechtler Ulrich Battis hält die wachsende Zahl von Briefwählern für problematisch. "Bei mehr als 25 Prozent Briefwählern wird es problematisch", sagte Battis der "Bild". "Was hier stattfindet, ist eine unzulässige Verkürzung des demokratischen Willensbildungsprozesses." Hinzu kommt der Umstand, dass es bei der Briefwahl auch Manipulationspotential gibt.

Eine frühe Entscheidung finde unter anderen Bedingungen statt, als die Stimmabgabe am Wahltag, sagte Battis. Beispielsweise sei es ein Unterschied, ob man sein Kreuz Wochen vor der Wahl unter dem Eindruck von Umfragen mache oder während der demografischen Ruhephase am Wahltag. Im Sport müssten auch alle Athleten zur gleichen Zeit an den Start und könnten nicht lange vor dem Wettkampf allein ihren Test absolvieren.

Battis fordert deshalb eine "deutliche Verkürzung der Frist für die Briefwahl auf beispielsweise eine Woche". Dies orientiere sich an den durchschnittlichen Laufzeiten der Post.
In einer INSA-Umfrage für die "Bild" gaben 30 Prozent der Wahlwilligen an, per Brief wählen zu wollen. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2013 betrug der Anteil der Briefwähler 24,6 Prozent.

77 Prozent der Briefwähler von 2013 wollen auch bei der Bundestagswahl 2017 wieder per Briefwahl abstimmen. 68 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland sind recht sicher, dass die Briefwahl den Grundsätzen der geheimen Wahl gerecht wird. Diejenigen, die an der Briefwahl teilnehmen wollen sind deutlich häufiger von der Sicherheit der Briefwahl überzeugt (86 Prozent) als diejenigen, die ihre Stimme nicht per Briefwahl abgeben (61 Prozent). 20 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Briefwahl stärker genutzt wird.

57 Prozent meinen, so wie die Briefwahl aktuell genutzt wird, sei gerade richtig. Nur fünf Prozent finden, dass es besser wäre, die Briefwahl käme seltener vor. 84 Prozent sind eher bis absolut sicher, dass sie ihre Wahlentscheidung nicht bereuen werden. 10,5 Prozent befürchten, dass sie seine Wahlentscheidung nach der Bundestagswahl bereuen werden.

Am häufigsten nannten die Befragten steigende Flüchtlingszahlen (48 Prozent), Skandale in der Regierung (45 Prozent) und steigende Arbeitslosigkeit (41 Prozent) als Ereignisse, die nach der Bundestagswahl eintreten könnten und derentwegen man seine Wahlentscheidung bereuen würde. Für die Umfrage wurden am 23. und 24. August 2017 insgesamt 1.049 Bürger befragt.

32 comments

  1. Das einzige Problem sehe ich, das eventuell wieder Säcke mit Briewählerstimmen ganz zufällig verschwinden oder vergessen werden.

    • oder säckeweise neue "gefunden" werden

    • @Das sehe ich auch so.

      Nach meinem Kenntnisstand wollen die Bürger in Ruhe und besonnen ihre Kreuze machen. Das geht eben zu Hause besser, als in den meisten Wahllokalen.

      Hinzu kommt, dass die Wahl immer häufiger noch mit weiteren Abstimmungen (Bürgerentscheide) gekoppelt ist. Da gibt es dann noch mehr Zettel und noch mehr Umschläge. Und gerade wenn man alles richtig machen will, dann passieren Fehler.

      Da die alternativen Parteien in der Zwischenzeit auch in vielen Kommunalvertretungen sitzen, sehe ich die "Einflussnahme" auf die Briefwahlunterlagen jedoch deutlich geringer als noch zur letzten Bundestagswahl.

      Weil der Briefwähler ja meist recht früh wählt, erreichen ihn nicht mehr die Schlamm- und Dreckaktionen der MSM, gegen "unliebsame" Parteien, kurz vor dem Wahltermin. Genau das wird der Grund sein, dass von offizieller Seite immer massiver Stimmung gegen die Briefwahl gemacht wird. Es ist nicht die Sorge um den Bürger, es sind die etablierten Parteien, die sich Sorgen um sich selbst machen.

      Mir ist jeder Bürger, der an der Briefwahl teilnimmt lieber, als diejenigen, die sich der Wahl verweigern.

       

      • so siehts aus !

      • Mir ist jeder Bürger, der an der Briefwahl teilnimmt lieber, als diejenigen, die sich der Wahl verweigern

        Bist halt ein braver Parteisoldat. Auch wenn die gesamte ReGIERung gegen ihre Gesetze verstößt und Millionen kulturfremde Bereicherer ohne Papiere pauschal importiert, gehst du noch brav Kreuzchen malen und um Zugabe betteln. Es ist doch wunderbar, wenn man EIN Mal in 4 Jahren für ein paar Minuten wichtig sein darf.

        Natürlich weiß ich, dass deine Partei das nieeemals machen wird, aber dann halt in Koalition mit einer gleichgesinnten Partei. Gleichgesinnt insofern, als dass man sich den Bauch vor Lachen hält und die anfallenden Brosamen schnell in Sicherheit bringt. Garantiert risikofrei.

         

        • Dabei fällt den Nichtwählern nach der Wahl, wenn Parteien und Kandidaten ihre Versprechungen vergessen und die Enttäuschung bei den Wählern über die Fortsetzung der wählerfeindlichen Politik einsetzt, möglicherweise eine nicht unbedeutende Aufgabe zu. Sie dienen dann Analysten und Ursachenforschern als Schuldige.

        • Tja Willi, wo bleibt denn nun deine Alternative zur Demokratie ?

          Was williste denn : Diktatur und Kommunismus ?

          • @ML:

            Die Frage entspricht deinem Intellekt. DIE wollen was von mir, und ich weigere mich ihren Verbrechen schriftlich zuzustimmen. 

          • Nachtrag: Oder war der Import von Millionen Facharbeiter im Wahlprogramm irgendeiner Partei angekündigt?

            Jedenfalls kann jeder mit etwas Grips sehen, dass die nächste Welle schon in Italien wartet. "10.000 Flüchtlinge innerhalb von 4 Tagen gerettet" usw.

            Am Brennerpass darf auf Geheiß der EU nicht kontrolliert werden, in Kiefersfelden an der Deutschen Grenze schon.

            Grund: Österreich würde den freien Warenverkehr behindern. 

          • die Antwort deinem, denn du hast keine !

            Du großer Held willst keine Wahl haben, am allerliebsten nie mehr – kannste mal sehn, wie schlau du bist !

          • Nachtrag: Der Import von Millionen Flachwi*ern scheint in deinem Wahlprogramm zu stehn, – anders lässt sich dein Wahlboykott gegenüber einer Partei die dies verhindern will nicht erklären.

  2. und wer sagt, daß diese briefe nicht vorher geöffnet werden und mit neuen wahlzetteln ausgetauscht werden.zeit bleibt dazu ja dann genug.ich trau frau ferkel nicht weiter als ich scheissen kann, und das ist grad mal vom arsch bis zur schüssel

    • Das müsste dann aber schon der Bürgermeister in einer Nacht und Nebelaktion selbst machen, denn Mitwisser kann man bei so einer Aktion nicht gebrauchen. Handlanger plappern nur zu gerne, niemand hat Kontrolle darüber wo die Info auftaucht und wann sich sowas gegen einen wendet. Viel zu riskant !

      • Nee, da irrste du dich, es gibt nichts einfacheres als die Briefwahl zu fälschen. Die "Säcke" tauschen die Säcke der echten Briefwähler mit vorbereiteten Säcken aus, die in etwa mit offiziösen Umfragen übereinstimmen und den lokalen Gegebenheiten aus der vorherigen Wahl ähneln, mit leichtem, aber irrelevanten Zuwachs von Alternativparteien.

        Der Wahlleiter und der Bürgermeister kommen doch aus den gleichen Altparteien, man kennt sich…

        Das ist das einfachste der Welt. Im Gegenteil, wer sowas macht, findet das noch cool und hält sich für den wahren Demokraten. Er denkt, er hätte die Demokratie gerettet.

         

         

         

        • @Diskowollo

          schwarz-links-gelb-rot-grüne Funktionär oder Mitarbeiter ticken etwas anders, sie freuen sich immer gewaltig, wenn sie Feinden ihrer "Demokratie" Schaden zufügen konnten, sie haben hinterher ein ganz gewaltiges Plauderbedürfnis.

          Enttäuscht sind sie dann nur, wenn man sie aufgrund ihrer Straftat zur Verantwortung zieht, weil sie doch davon ausgingen, dass sie, wenn man also schwarz-links-gelb-rot-grün ist, eigentlich schon selbst das Recht ist.

          Wenn sich früher die Auszähler und der Wahlleiter noch einen Pups ins Hemd freuten, wenn sie einen Wahlzettel "für" eine unliebsame Parrtei als ungültig erklärten, sind sie jetzt schon vorsichtiger geworden. Bei der letzten Bundestagswahl beklagten sich ja schon einige, dass unabhängige Wahlbeobachter so genau hinschauen und auch alles erklärt haben wollten.

          Ist ja auch eine Frechheit, wenn das Volk in einer Demokratie seine ureigensten Rechte in Anspruch nimmt!

          • Meiner Meinung müßte jede Wahl in Anwesentheit von Bürgern, der Presse, samt Kameras, überprüft und nachgezählt werden!

            Das amtliche und vor allem demokratisch zustande gekommene Endergebnis der Wahl dürfte somit erst einige Tage nach der Wahl feststehen.

            Wer sich in der wichtigsten Entscheidung innerhalb von jeweils vier Jahren auf Partei-Funktionäre verlässt, ist bald verlassen.

        • … und weiter, auch die Tauschsäcke müsste irgendjemand vorbereiten – ich bleibe dabei : zuviele Mitwisser, zu großes Risiko !

           

  3. In der BRD ist nicht die "unzulässige Verkürzung des Willensbildungsprozesses" ein nennenswertes Problem, sondern das permanente Einwirken der System)Medien auf genannten Prozeß. Auch zweifel ich an, dass eine unbefangene Willensbildung bei politischen Analphabeten (mind. 2/3 der Wähler) überhaupt stattfinden kann.

  4. In Österreich bei der Wahl van Bellen – Hofer war es doch auch schon zu Differenzen bei der Briefwahl gekommen. Das ist das Verkehrteste was die Wähler, die Änderungen wollen, machen können. Da kann ich mich nur Emma und Dauernörgler anschliessen. Hier passiert sicher das gleiche.

  5. lümrod, daß dieses

    Die Wahrheit ist, daß die Briefwahl  w e g e n  der Manipulationsmöglichkeiten eingeführt wurde. Wer weiß wo die österreichischen Grünen heute wären ohne Briefwahl. Im übrigen ist von erwiesenen Gesetzesbrechern nichts anderes zu erwarten als Betrug!

  6. Den Teufel werde ich tun und Briefwahl machen da ist den Betrug Tür und Tor geöffnet. Ich werde in die Wahlkabine gehen und zur Sicherheit meinen Wahlschein ablichten. Keine Chance den Betrügern !

  7. Den Teufel werde ich tun und eine Briefwahl machen da ist den Betrug Tür und Tor geöffnet ich werden in die Wahlkabine gehen und meinen Wahlschein ablichten.

  8. Für ein Beispiel , wie entscheidend sich die "Manipulation" von Briefwählerstimmen auf ein mögliches knappes Wahlergebnis auswirken kann, würde ich Berlin BTW 2013 anführen. Von den etwa 2,5 Mio. Wahlberechtigten waren über 20% Briefwähler, also eine halbe Million Erst- und Zweitstimmen.  Falls es immer noch üblich ist, die Briefwählerstimmen im Anschluß an die "Urnenstimmen" auszuzählen, bieten sich da einige Möglichkeiten für das "Zünglein an der Waage" .  

  9. Dieses Video bitte unbedingt vor den nächsten Wahlen ansehen!
    http://www.youtube.com/watch?v=w8FwS1oFGws
     

  10. Ich werde nicht wählen gehen, auch nicht per Briefwahl. Das ist nur ein Theater, alles nur manipuliert, wie während des Kommunismus. Eine kommunistische Diktatur habe ich 14 Jahre lang erlebt. Ich mache bei dem Zirkus nicht mit. Basta !

    • Na schön, dann kriegste eben wieder den ungeliebten Zirkus zurück !

      … oder haste außer bockig sein, noch einen anderen Plan B ?

    • lümrod, daß dieses

      Die Straßenbahn fährt weiter auch wenn sie zu Fuß gehen. Das Steuer herumreissen können sie nur wenn sie mit Gleichgesinnten einsteigen!

      • Gutes Beispiel – versuchen Sie doch einmal in der Straßenbahn "das Steuer herumzureißen".                                                                                           Die von den NWO-Globalisten verordnete Politik ist eingleisig, die Strecke ist gelegt und abschüssig, das Austauschen des Zugführers könnte ( zugegebenermaßen) die Schußfahrt verlangsamen.

        • lümrod, daß dieses

          Welche Widerstände tatsächlich zu bewältigen sind weiß man erst wenn Widerstand geleistet wird. Oft ist dann festzustellen, daß die erwarteten Widerstände ein Produkt des eigenen Pessimismus waren oder daß man das eigene Bewältigungspotenzial bei weitem unterschätzt hat. All das ist nur zu erfahren wenn man "einsteigt"! Feindliche Gegenkräfte und seien sie noch so schwach, erscheinen naturgemäß immer übermächtig  wenn kein Widerstand geleistet wird.

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