Ärzte ohne Grenzen darf keine Migranten mehr herausfischen

Italienische und libyische Behörden setzten "Ärzte ohne Grenzen" unter Druck. Nun wird deren Schiff vorerst nicht mehr auslaufen und Migranten aus dem Mittelmeer fischen.

Von Michael Steiner

Gestern erklärte die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen", dass deren Schiff "Prudence" – welches das größte "Rettungsschiff" im Mittelmeer ist – vorläufig nicht mehr auslaufen werde. Grund dafür ist der Druck der italienischen und libyschen Behörden. Diese werfen der NGO vor, illegale Migranten nach Europa zu schleppen.

Weiters weigert sich die Organisation, einen von Rom vorgelegten Kodex zur Rettung von Migranten zu unterschreiben, der unter anderem auch bewaffnete Polizisten an Bord vorschreibt. Aber auch die libysche Küstenwache drohte den Schiffen mit ernsthaften Konsequenzen, da diese immer wieder in die libyschen Gewässer eindringen und dort die illegalen Migranten herausfischen – oftmals mit Schleppern abgesprochen.

Allerdings will Ärzte ohne Grenzen weiterhin andere Einsätze unterstützen, wie Medien berichten. Unter anderem auch auf dem Schiff "Aquarius", welches sie mit der Organisation "SOS Méditerranée" betreibt. Im Endeffekt also macht man weiter wie bisher.

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7 Kommentare

  1. Danach wird die Handlungsweise von "Ärzte ohne Grenzen" nun auch von diesen beiden Staaten als Schleppertätigkeit angesehen.

    Die richtigen Schlussfolgerungen müssten sein, Verbot dieser Organisation, Einziehung der Vermögenswerte, Zerstörung der Schiffe und Bestrafung der Mitglieder.

    Alles andere ist nur halbherzig und der momentanen Öffentlichkeit geschuldet.

  2. Oh je das Schleppergeschäft bricht zusammen. Wo nehmen eigendlich diese Schlepperorganisationen das Geld her für ihre Schiffe und Besatzung das kostet doch Unsummen. Italien macht das richtig, Lybien scheint auch nicht begeistert von dem was da abläuft. Mal schaun wenn sie das erste Schlepperhotel abschießen in ihren Gewässern.

  3. ich hab an ärzte ohne grenzen schon des öfteren gespendet, aber damit hat es sich. wer sich zum werkzeug unserer gesellschaftszerstörer macht,hat von mir nix mehr zu erwarten.

    1. Wer an NGOs jeglicher Coleur spendet, macht sich mitschuldig an der Verelendung der Welt ! Ich kenne eine ehemals begeisternde Spenderin für eine Org., die in Tibet eine Schule erbauen wollte. Sie flog selber hin, um das Ergebnis ihrer Spenden zu bewundern.

      Im Flugzeug flog ein Vertreter dieser NGO mit, natürlich 1. Klasse ! Abgeholt wurde er in einem nagelneuen SUV und in das 1. Hotel am Platze gebracht ! Die Schule war im Prinzip fertig… und wurde als Polizeiposten genutzt.

      Das hat ihr endgültig die Augen geöffnet, sie wählt jetzt die AfD !

  4. Bin mal gespannt, wie lange das anhält. Wenn die ersten Boote absaufen, wird das Geschrei wieder riesengross sein. Das die Invasorenströme aufhören, ist natürlich Blödsinn. Das geht alles munter weiter. Der Nachschub ist postfaktisch grenzenlos. Was uns Deutsche angeht, so wird vor der Wahl nicht viel passieren. Aber danach dürfen wir wieder das volle Programm geniessen. Deutschland kann doch nicht zulassen……..bla, bla, bla. Das alte Lied mit neuen Strophen. Und die Milliarden werden wieder fliessen, als gäbe es kein Morgen. Und der neue Kanzler ( wer könnte das wohl sein?) wird uns an unsere Verantwortung erinnern. Ich auf jedenfall fühle mich nicht verantwortlich. Ich habe niemanden eingeladen und auch niemanden in irgendeinen Äppelkahn gesetzt. Und wenn die Dinger absaufen? Das Risiko trägt wohl jeder selber.

  5. Je mehr absaufen desto besser. Nachschub ohne Ende. Es wird dauern, bis die 400 Mil. in Europa ankommen. Schade, dass ich auch Kinder und Enkelkinder habe, die muss ich wohl als verloren abschreiben. Danke dafür FM.

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