Zentralbanken: Gold statt Papier?

Noch von 1995 bis 2009 haben die Zentralbanken mehr Gold verkauft als gekauft. Seitdem hat sich das stark gedreht.

Von Marco Maier

Lange Zeit hielten die Zentralbanken dieser Welt enorme Goldvorräte. Bis zu Beginn der 1970er-Jahre, als die USA das Bretton-Woods-System auflösten, war dies wegen der Goldbindung auch notwendig. Doch dann begann der sukzessive Abverkauf, wie auch die nachfolgende Grafik zeigt: 


Lagen die Nettoverkäufe noch im Jahr 1995 bei unter 200 Tonnen, steigerten sich diese bis zum Jahr 2005 auf über 600 Tonnen, um dann bis zum Jahr 2009 wieder fast auf den Nullpunkt abzusinken. Im Jahr 2010 gab es dann zum ersten Mal seit langem wieder ein leichtes Plus bei den Nettoeinkäufen.

Von 2001 bis 2015 gab es, so die offiziellen Angaben, jährlich ein Wachstum von 500-600 Tonnen Gold pro Jahr. Hauptkäufer waren hierbei China, Russland und Indien, die besonders großen Wert auf das Edelmetall legen.

Dieser Trend hielt auch im Jahr 2016 an – und dürfte sich noch weiter fortsetzen. Denn im globalen Abwertungswettstreit der Währungen, sinkt auch das allgemeine Vertrauen in die Papierwährungen. Gold wirft zwar keine Zinsen ab, ist jedoch auch nicht beliebig inflationierbar.

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4 Kommentare

  1. Entgegen den Gesetzen der Marktwirtschaft stiegen die Goldpreise, als die Zentralbanken Gold verkauften und ist nun Gold auf einem relativ niedrigen Niveau, wenn die Zentralbanken Gold kaufen.

    Der Goldpreis ist manipuliert, in erster Linie vermutlich um eine Stabilität des Fiat Money zu simulieren.

  2. Der Goldkurs ist innerhalb der letzten fünf Jahre von 1800 USD auf unter 1300 USD per Unze gefallen. Als Anlage ist er ein hohes Risiko und die kurzen Sprünge nach oben wiegen den Verlust lange nicht auf. Früher war das Geld an den Goldbesitz des Landes gekoppelt und das Gold als Sicherheit  war soviel wert wie die Währung oder umgekehrt. Heute druckt man Geld nach belieben und die Deckung durch die Goldreserven ist nicht mehr gegeben und deshalb nicht mehr wert als Monopoly-Geld und mit hohen Risiken des Verfalls verbunden. Da Gold ehedem immer knapper wird, ist es eigentlich völlig unverständlich daß die Kurse fallen, denn Knappheit erhöht in der Regel den Preis und somit den Kurs. Wenn da nicht mal kräftig manipuliert wird um die Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Wert des Geldes und der Umlaufmenge nicht ins uferlose wachsen zu lassen.

    1. Hallo mitanand, Nach meinem Wissen, (kann „Fake News“ sein) auf ein Kilogramm wahres, fysisches Gold sind im Umlauf 24 kg Papiergold. Dies soll bedeuten: Wenn sich der Goldkaufer sein Gold nicht fysisch abholt, dann kriegt er von der Bank nur Bestaetigung, dass er der Inhaber von N-kg Gold ist. Wenn er sein Gold vekauft, dann kriegt er den Verkaufspreiss auf sein Konto gutgeschrieben und die Bestaetigung wird vernichtet oder weiterverkauft. Es geht gut solange keiner sein Gold fysisch abholt…

  3. Gold trägt den Wert schon in sich und wenn man Gold zum richtigen Zeitpunkt gekauft hat, kann man gar nicht falsch gemacht haben. Da kann Herr Rot…hild an den Preisen drehen wie er will. Gold ist seit Jahrtausenden der sicherste Hafen, das hat alleine die Geschichte bewiesen.

    Wer was anders behauptet, hat null Ahnung, ist ein Systemschreiber, oder kann sich Gold einfach nur nicht leisten.

    (Das ich hier von echten Gold rede und nicht von Papiergold, oder Gold was man über Banken gekauft hat, sollte jedem klar sein.)

     

     

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