Weniger EU-Zuwanderer in die Schweiz

Die Zuwanderung aus der EU und der EFTA in die Schweiz ist auf einen Tiefstand angelangt – ein Niveau, wie es seit 2007 nicht mehr so niedrig war.

Von Marco Maier

Wie Schweizer Medien berichten, ist die Zahl der Zuwanderer aus der EU und der EFTA in die Schweiz auf den niedrigsten Stand seit Einführung der vollen Personenfreizügigkeit im Jahr 2007 gefallen – damals kamen im ersten Halbjahr 15.697 Personen aus diesen Staaten. Die Schweiz ist offenbar nicht mehr attraktiv genug.

Wie "Der Bund" und der "Tages-Anzeiger" berichten, hat sich die Zahl mit netto 15.033 von Januar bis Juni 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 sogar halbiert. Dies ist ein starker Rückgang. Der Höchststand wurde im Jahr 2008 erreicht, als netto 39.743 Personen aus der EU und der EFTA im ersten Halbjahr in die Schweiz einwanderten.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einerseits stabilisiert sich die Wirtschaft in vielen europäischen Ländern, andererseits zeigt die politische Auseinandersetzung in Sachen Zuwanderung in der Schweiz für Verunsicherung. Auch die Nachfrage der eidgenössischen Unternehmen nach Fachkräften sinkt.

Zudem: Kamen früher vor allem Deutsche in die Schweiz, sind es inzwischen vorwiegend Osteuropäer – und da vor allem Bulgaren und Rumänen, die in die Eidgenossenschaft drängen. Laut dem Tages-Anzeiger kamen im letzten Jahr 29 Prozent der EU-Zuwanderer aus Osteuropa, 40 Prozent aus Südeuropa.

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