Zu viel ist nicht genug. Weil Trumps Pläne zur Aufstockung des Militärbudgets nicht genug waren, verteilt das Abgeordnetenhaus noch mehr Geld. Das US-Imperium muss mit allen Mitteln verteidigt werden.

Von Marco Maier

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben zwar mehr Schulden als eine Meute von Straßenhunden Flöhe, sowie ein überbordendes Haushaltsdefizit, doch das hält die US-Politiker nicht davon ab, mehr und mehr Geld in den Kriegsapparat zu stecken. So beschloss der Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses die Erhöhung des Militärbudgets auf rund 700 Milliarden Dollar mit 60 zu 1.

Damit haben die Abgeordneten sogar noch mehr Geld locker gemacht, als es Präsident Trump eigentlich wollte. Dieser stellte für das Haushaltsjahr 2018 in seinem Haushaltsentwurf ein Plus von 54 Milliarden Dollar (oder neun Prozent) auf 603 Milliarden Dollar zur Verfügung. Doch die Abgeordneten wollten gleich 658,1 Milliarden Dollar locker machen, doch dann habe man sich auf einen Kompromiss von 631,5 Milliarden Dollar geeinigt.

Hinzu kommt noch weitere 65 Milliarden Dollar für Auslandseinsätze im Rahmen von "Overseas Contingency Operations" und dem "Global War on Terrorism", die auch Trump schon einforderte. Mit dabei in dem Finanzpaket sind auch 28 Milliarden Dollar in Form eines Blankoschecks für den National Defense Restoration Fund, über die Verteidigungsminister Mattis nach Belieben verfügen kann. Denn: Zwar muss er den Kongress 15 Tage vor Tätigung der Ausgabe von Finanzmitteln aus dem Fonds informieren, doch dieser hat damit faktisch keine Zeit, ein Gesetz zu beschließen um dies zu stoppen.

Weiters stellten die Abgeordneten – darunter auch Trump-Feind John McCain – fest, dass selbst diese Budgeterhöhung nicht genug ist. Für das Jahr 2019 müsse man auf jeden Fall noch mehr Geld in die Hand nehmen, da die vielen Jahre des "Antiterrorkampfes" die Streitkräfte zu sehr beansprucht hätten. Aber gut, ein globales Imperium ist nun einmal teuer.

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Die Frage ist nun, wie die US-Politiker nun diese zusätzlichen Ausgaben von immerhin rund 28 Milliarden Dollar gegenfinanzieren wollen. Wahrscheinlich wie üblich mit noch mehr Schulden. Und jeder, der US-Staatsanleihen kauft, macht sich damit an dieser massiven Aufrüstung der Vereinigten Staaten mitschuldig, die Investitionen in die Raketenabwehr, neue Kriegsschiffe, U-Boote, Drohnen, Panzer, sowie mehr Soldaten für Auslandseinsätze ermöglichen.

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12 thoughts on “USA: Mit viel mehr Geld für das Militär auf massivem Kriegskurs”

  1. Die Amerikaner sind aber auch wirklich schlecht dran. Welche Erfolge kann die glorreiche " Army " in ihrer Geschichte denn so vorweisen? Das sie die Deutschen geschlagen haben? Das war wohl eher die rote Armee. Vietnam? Da haben sie einen auf die Mütze bekommen. Irak? Das war nichts anderes als Tontaubenschiessen. Afghanistan? Auch eine völlige Nullnummer. Die Liste lässt sich weiter fortsetzten. Und das immer gegen Gegner, die eigentlich keine sind. Man erdrückt die Gegner mit der schieren Masse an Waffen. Und wenn es mal eng wird, schmeisst man einfach eine Atombombe. 

    Die Amis sollen bloss dem lieben Gott auf Knien danken, das sie nicht mal einem gleichwertigen Gegener gegenüberstehen. Das sollten wir übrigens alle tun. Gegen die Russen oder die Chinesen wird das kein Selbstläufer.

    Den Amis fehlt es einfach an Erfahrung. Sie wissen nicht, wie es ist, wenn das eigene Land betroffen ist. So eine Art 11.Sept. x 10.000. Vielleicht fangen sie mal an nachzudenken, wenn ihre Städte in Schutt und Asche liegen. Die Amis lieben den Krieg, weil er nicht bei ihnen stattfindet. Dafür ist Europa vorgesehen. Mit dem Leben der Europäer gehen sie doch sehr grosszügig um. Im Prinzip kann man sagen, es ist ihnen auch völlig egal.

     

  2. " ein überbordendes Haushaltsdefizit"

     

    Im März lag das Defizit im Bundeshaushalt bei eher moderaten 3,4% des BIPs, wobei es unter Obama noch klar weniger waren (2,5% des BIPs im März 2016).

    1. Dass Sie immer noch im veralteten Denken verhaftet sind, zeigt Ihr untauglicher Vergleich der Staatsschulden im Verhältnis zum BIP, der eine reine Erfindung von Technokraten ist, um die Schuldenhöhe optisch minimal darzustellen!

      Der eigentliche aussagekräftige Kennzahl lautet: die Höhe der Staatsschulden mit den Einnahmen eines Staates pro Jahr zu vergleichen! Und da sieht es bei fast allen Ländern der Nato / EU äußerst düster aus!

      Der Staatsschulden-BIP-Vergleich ist eine Volksverdummung ohne gleichen, die seit Jahrzehnten von interessierter Seite (FED / EZB) und ihren Lakaien den Mainstreammedien verdkündet wird.

      Auch andere volkswirtschaftliche Kennzahlen wie Inflation, Geldmenge, Ölpreis, Goldpreis etc. bedürfen dringend einer wahrhaftigen Darstellung!

      1. Richtig, jeden Unternehmer der einen solchen Jahresabschluß vorlegte, erklärte man für verrückt !

        Egal um welchen Haushalt es sich handelt, es zählen immer nur konkrete Einnahmen, Ausgaben und Schulden. Und nicht zu erwartende Einnahmen, das sind Luftschlösser !

        Schulden und vorraussichtliche Einnahmen, ja nicht mal Einnahmen, sondern vorraussichtliche Umsätze im Vergleich darzustellen, ist wie … fällt mir kein Vergleich ein, sowas gibt's nicht. Der Erfinder muss total bekifft gewesen sein.

  3. Krieg als Geschäftsmodell.

    Die Rüstungsindustrie dürfte sich mehrheitlich im Besitz der Wallstreet-Banken befinden. Aufrüstung wird da zur Gewinnsteigerung und Krieg zum Geschäftsmodell. Je mehr Krieg und je länger er dauert, desto höher die Gewinne.

    Der letzte Weltkrieg dürfte für die Wallstreet ein Bombengeschäft gewesen sein.

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    Aufrüsten für den Irankrieg?

    Trump machte vor der Wahl in seiner Rede vor der AIPAC viel Stimmung gegen den Iran – jedenfalls, um jüdische Gelder für den Wahlkampf einzusammeln.

    Es ist also zu befürchten, dass er verrückt genug ist, auf den Israelfeind Iran los zu gehen. Auch die Truppenverstärkungen in Afghanistan, also an der Nordflanke des Irans deuten darauf hin.

  4. "…den Israelfeind Iran…"

    IsraHell ist iranfeindlich.
    So wie (das Volk) Israel allen anderen Völker feindlich gegenüber steht.

    Yitzhak Attia, der Direktor französischsprachiger Seminare am Yad-Vashem-Holocaustinstitut in Tel Aviv, schrieb dies selbst in der gleichen Ausgabe des Magazins „Israel“:

    „Selbst wenn die Vernunft uns sagt, uns selbst mit all ihrer Kraft die ganze Absurdität dieser Konfrontation zwischen dem kleinen und unbedeutenden Volk Israel [d. h. dem gesamten Judentum weltweit, nicht nur „dem Staat Israel“] und dem Rest der Menschheit entgegenschreit… so absurd, so zusammenhanglos und monströs, wie es scheinen mag, wir befinden uns im Nahkampf zwischen Israel und den Nationen – und er kann nur genozidal und total sein, weil es um unsere und ihre Identitäten geht.“

    Sie haben richtig gelesen: Zwischen dem jüdischen Volk und dem Rest der Menschheit kann der Kampf nur „genozidal und total“ sein. Der „Friede“, den Israel zu bringen beabsichtigt, ist nicht mehr und nicht weniger als „Genozid“, der Hinrichtungsbefehl für die gesamte Menschheit – außer jenen, die als kulturlose Sklaven weiterleben dürfen.

  5. scheiss auf den tag an dem moses das volk israel aus ägypten geführt hat.

    und der angeblich liebe gott der allmächtige hat diese scheisse nicht voraus gesehn? so ein lappen.

  6. Der US Rüstungskomplex ist ein gefräsiges Monster das kein Mensch mehr unter Kontrolle bekommt. Die Rüstungsausgabe können gar nicht anders als wachsen und die USA damit in Kriege oder die Zahlungsunfähigkeit zwingen. Kennedy und sein Vorgänger sahen genau diese Entwicklung, als größte Bedrohung für die USA und die Welt, voraus. Nun ist es zu spät für Korrekturen.

  7. "Und jeder, der US-Staatsanleihen kauft, macht sich damit an dieser massiven Aufrüstung der Vereinigten Staaten mitschuldig,…"

     

    Vor allem Russland und China. Lach. Die ebeiden Länder finanzieren ihren eigenen Untergang.

  8. US-Kolumnist erklärt, warum Merkel die westliche Welt nicht anführen kann

    http://www.huffingtonpost.de/2017/07/17/merkel-anfuehrerin-der-freien-welt_n_17512166.html?utm_hp_ref=politik

    Nach der Wahl von US-Präsident Trump hatten Medien Kanzlerin Merkel zur "Anführerin der freien Welt" ausgerufen

    Ein US-Kolumnist erklärt, Deutschland sei völlig ungeeignet, die Führungsrolle der USA zu übernehmen

    Nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump hatte die "New York Times" Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein besonderes Prädikat verlieren: Die "Anführerin der freien Welt" sollte sie künftig sein. Das sorgte für Aufregung.

    Der Kolumnist James Kirchick sagt: nein. In einem Beitrag für die US-Nachrichtenseite "Daily Beast" erklärt er warum. Der Beitrag erschien übersetzt auch in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    Deutschland ist zu friedlich

    Kirchick schreibt, er könne verstehen, warum viele Liberale in den USA Deutschland als Vorbild und Hoffnungsträger verstünden. Er nennt als Stichwörter die Flüchtlingspolitik, die Energiewende, die vielseitige und kooperative Diplomatie.

    Doch egal, wie stark Deutschland die Werte des Westens auch verkörpern möge: "Angela Merkel führt ein Land, das in keiner Weise in der Lage ist, diese Werte auf der Weltbühne zu verteidigen, und schon gar nicht im gleichen Maße wie die Vereinigten Staaten", schreibt Kirchick.

    Die liberale Weltordnung, die Washington errichtet habe, sei von der "enormen und unerreichten militärischen Stärke" der USA untermauert gewesen. Deutschland sei dagegen immer "mit dem Pazifismus verheiratet" gewesen.

    Als Beispiel nennt Kirchick die 2016 vom damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) geübte Kritik an den Nato-Manövern im Osten Europas. Als "Säbelrasseln und Kriegsgeheul" hatte Steinmeier die Übungen verurteilt. Der aktuelle Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) habe das Zwei-Prozent-Ziel der Nato unlängst als "völlig unrealistisch" bezeichnet.

    "Deutschlands Vorliebe für den Frieden ist völlig verständlich angesichts seiner Geschichte", schreibt Kirchick. Leider Gottes mache diese Vorliebe das Land aber ungeeignet dafür, "die freie Welt in einer Zeit anzuführen, in der autoritäre Kräfte ihren Willen mit militärischer Macht durchsetzen".

     

     

    Kommentar

    USA führen nicht die Welt, sie unterdrücken sie.

    Hier wird also frei und offen zugegeben, dass die USA Kriegstreiber und Zündler am Weltfrieden sind und wer autoritär ist, das beweisen die USA mit ihren Kriegseinsätzen schon seit vielen Jahrzehnten !!!!

    Wenn das kein Grund ist sich endlich von der NATO und dem guten Verhältnis zu den zu den USA zu verabschieden, dann weiß ich auch nichts mehr.

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