Russisch-chinesische Verhandlungen. Bild: kremlin.ru

Angesichts der Bedrohung durch USA und NATO, welche die globale US-Hegemonie ausbauen wollen, werden Russland und China ihre militärische Zusammenarbeit ausweiten.

Von Marco Maier

Vor wenigen Tagen, am 29. Juni, bestätigte das chinesische Verteidigungsministerium, dass Peking und Moskau eine sogenannte Roadmap unterzeichneten, welches den Ausbau der militärischen Zusammenarbeit von 2017 bis 2020 zum Ziel hat. Unterzeichnet wurde dieses jedoch bereits am 7. Juni, als sich die Verteidigungsminister Chinas, Chang Wanquan, und Russlands, Sergei Shoigu, sich in der kasachischen Hauptstadt Astana beim Treffen der Shanghai Cooperation Organization (SCO) trafen.

Dieser Ausbau der militärischen Zusammenarbeit gilt als wichtiger Meilenstein im Ausbau der bilateralen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China. Immerhin sehen sich beide Staaten der militärischen Bedrohung durch die Vereinigten Staaten von Amerika bzw. des transatlantischen Militärbündnisses NATO gegenüber, welches als außenpolitisch-militaristisches Instrument Washingtons gilt.

Das heute und morgen stattfindende Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten, Xi Jinping, und dessen russischen Amtskollegen Wladimir Putin soll dazu beitragen, weitere Abkommen und Vereinbarungen zu schließen. Bereits am 29. Juni tragen sich der Stellvertretende Premierminister Russlands Juri Trutnew und Chinas Vizepremier Wang Yang in Peking, wo beide Seiten damit übereinstimmten, die Kooperation zwischen dem chinesischen Nordosten und Russlands Fernen Osten, sowie der Baikal-Region zu verstärken.

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Dazu passt es auch, dass beide Länder auch in diesem Jahr eine gemeinsame Marineübung ("Joint Sea 2017") in der Ostsee abhalten, um dort – wie schon in den beiden Vorjahren – die militärische Zusammenarbeit zu verbessern und auch der NATO zu zeigen, dass sie sich im Falle eines Aggressionskriegs gegen Russland ebenso mit China anlegen würden.

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5 KOMMENTARE

  1. Da wird die Rothschild NATO-Verbrecherbande aber keine Freude haben, wenn Russland und China ein Militärbündnis bildet! Da könnt ihr US-NATO Arschlöcher eure Neue Welt Ordnung in den Arsch schieben, weil Russland und China Euch weck radiert mit den aller neuersten Atomrekaten. Good bye Amerika!!!!

  2. Das über die für USA bedrohliche Verbindung zwischen Russland und Deutschland hat G.Friedman in dem berühmten Chicago Council dem Brzezinski nachgeplappert.. Vor 30 Jahren war das tatsächlich noch so. Jedoch seitdem haben sich die Verhältnisse in der Beziehung durch den explosionsartigen Wachstum von China drastisch gewandelt. Jetzt ist die Achse China – Russland 1000 mal für USA mehr bedrohlich, als die Achse Deutschland – Russland jemals werden konnte. Die Entwicklung passierte quasi über die Nacht und bis es geschehen ist, hat keiner in dem Westen damit gerechnet. Damit wurde der Schicksal von USA, dem Westen, NATO besiegelt: sie müssen auf allen Ebenen verlieren. Das zeichnet sich schon deutlich ab. Die Eliten Europa werden an der USA Seite gehalten durch Versprechen an der Teilhabe russischen Rohstoffe, nach dem Unterordnen von Russland, und durch Verbrechen an eigenen Bevölkerung, wozu sie durch USA bewogen wurden. Jedoch die Entwicklung des Machtverlustes an Russland, China hat im Westen viele Folgen schon jetzt: Verarmung der Bevölkerung, immer stärkere Repressionen des Staates u.a. . Damit möchten sich die Eliten noch ein Weilchen länger halten in der Hoffnung, das das Weilchen nie endet.
    Katar hat deshalb die Seiten gewechselt, weil USA die versprochene Machtlösung für die Pipeline nach Europa nicht realisieren konnte (die Gegenseite kann das). Ähnliches passiert jetzt gerade in Europa (keine Chance auf russische Rohstoffe umsonst und billige Russen), nur den Seitenwechsel wird es nicht geben, weil die EU – Eliten sind mehr mit US Oligarchen verbunden, als mit eigenen Bevölkerung und lassen sie lieber bluten.

  3. Das zwischen China und Rußland ist eher so eine Art Notgemeinschaft gegen Amerika. Die Chinesen ticken völlig anders als der Rest der Welt und alles was sie außenpolitisch unternehmen unterliegt mehr als anderswo der Kosten/Nutzen-Überlegung. Es wird deshalb nahezu unmöglich sein, über eine vernunftsbegründete Verbindung hinaus gemeinsames zu erreichen, man könnte auch sagen, Freundschaft im klassischen Sinne wird es nicht geben, denn das ähnelt eher einer gut erstellten neuen Unterkunft, allerdings auf Treibsand gebaut.

    • Diese Freundschaft wäre trotz der Kriegsgräuel zwischen Russland und Deutschland zu einem früheren Zeitpunkt möglich gewesen. Inzwischen dürfte D. seinen Reiz für Russland verloren haben, wenn man nur einmal die Leistungen der Schüler in naturwissenschaftlichen Fächern vergleicht. Im übrigen: wer möchte einen Vielvölkerstaat mit labilen Strukturen zum Partner, der die "Ehe für alle" für sein Hauptproblem hält und auf die Zersetzung seiner Gesellschaftsordnung noch stolz ist?

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