Risiko eines transatlantischen Handelskriegs wächst

Die US-Sanktionspolitik gegen Russland und Europa kann sich zu einem transatlantischen Handelskrieg ausweiten. Dieser wird den USA allerdings nicht helfen.

Von Marco Maier

Wie es aussieht, bricht das transatlantische Machtgefüge angesichts des wirtschaftsnationalistischen Kurses der Trump-Administration langsam zusammen. Kommt es tatsächlich zu einem Handelskrieg zwischen den USA und der EU, könnte dies die politischen Gräben zwischen beiden Mächten aufreißen – und Europa unter Umständen näher an Russland und China binden.

Der EU-Parlamentarier Elmar Brok (CDU) hat den USA nämlich vorgeworfen, sich mit der einseitigen Verschärfung der Russland-Sanktionen Wettbewerbsvorteile für heimische Unternehmen verschaffen zu wollen. "Russische Erdgaslieferungen nach Europa sollen behindert oder unmöglich gemacht werden, damit US-Anbieter mehr Flüssiggas in Europa verkaufen können", sagte Brok dem "Handelsblatt".

"Die USA ergreifen Maßnahmen, die von Europäern bezahlt werden sollen. Das geht nicht", fügte der Experte für Außenpolitik hinzu. Falls diese Sanktionen unverändert im Kongress beschlossen und von US-Präsident Donald Trump gebilligt würden, müsse die EU reagieren, so Brok. "Wir könnten Maßnahmen gegen US-Agrarimporte nach Europa ergreifen", sagte er.

Er wies darauf hin, dass die USA auch andere unfreundliche handelspolitische Maßnahmen angekündigt hätten, etwa gegen europäische Stahlimporte. "Wenn es so weitergeht, wächst das Risiko eines transatlantischen Handelskriegs", sagte Brok.

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Die Fed ermöglicht die zerstörerische Agenda Bidens und des Kongresses

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

8 Kommentare

    1. Uwe

      Gerade????? Der Wirtschaftskrieg läuft schon seit mehr als 100 Jahre und hat Deutschland

      mehrere Billionen gekostet.wie würde es den Deutschen gehen wenn es das Geld hätte.

  1. Die USA ergreifen Maßnahmen, die von Europäern bezahlt werden sollen. Und Mexico soll doch auch die Mauer Bezahlen. Sind die USrael vielleicht  Zahlungsunfähig. Das wäre Glück für die Amis, Ratten und Juden verlassen immer als erstes das sinkende Schiff.

  2. Das war nur noch eine Frage der Zeit bis es so kommt. Die USA bewegen sich wirtschaftlich am Rande des Abgrunds. Trump hat dies erkannt und reagiert und versucht mit allen Mitteln den Untergang zu verhindern. Das kann er aber nur mit einem prosperierenden  Handel mit der EU und deshalb zwingen ihn die Entwicklungen dazu, den heimischen Markt zu entwickeln bei gleichzeitiger Verhinderung der wirtschaftlichen Verflechtungen der EU in Richtung Rußland. Deshalb auch der weitere Ausbau der Blockaden gegen Rußland, bei gleichzeitiger Anbiederung eigener Produkte Richtung EU. Da kommt auch sofort wieder die uralte Angst der Amerikaner hoch, daß, sollte sich insbesondere Deutschland mit Rußland wirtschaftlich verbandeln eine Wirtschaftsmacht von Berlin bis an den Pazifik entstehen würde, wo die USA das Nachsehen hätten und diese Fläche dann auch nicht mehr kontrollieren können. Man darf gespannt sein, wie das alles ausgeht, vermutlich zum Nachteil der USA, denn die liegen so etwas von Abseits, daß diese Entwicklung vermutlich garnicht mehr aufzuhalten ist.

  3. Ich bin für den Abbruch aller Beziehungen mit den alliierten Schurkenstaaten, mit der Achse der Bösen – insbesondere Israel; bin für einen Atlantikwall mitten im Atlantik mit Macron & Cons auf der westlichen Seite des Walls.

    Lang lebe die Seidenstraße.

    Die Türkei, sprich Kurdistan den Kurden und Gabriel's Türken den Mongolen.

  4. Es kann sein, dass die US-Hochfinanzfaschisten nur eine Kampagne gegen Trump führen, wobei sie das Feindbild Russland einsetzen, ohne den Schaden für Europa zu bedenken. Es kann aber auch eine transatlantische Verschwörung sein: Dank der Sanktionen können sich nun die Eurokraten als Beschützer der Völker Europas aufspielen, obwohl sie diese bislang zusammen mit den US-Hochfinanzfaschisten bekriegt haben. Und nach der gemeinsam intrigant beeinflussten Bundestagswahl ist man auch nach außen hin wieder gut Freund und zerstört Europa, den Orient und die erarbeiteten Ersparnisse der US-Bürger weiter.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.