Philippinen: Duterte mit Rekord-Umfragewerten

Ein Jahr nach seiner Wahl kann der philippinische Präsident trotz medialer Hetzkampagnen auf sehr hohe Zustimmungswerte bauen.

Von Marco Maier

Rodrigo Duterte hat es trotz der ständigen medialen Hetzkampagnen, die vor allem vom größten TV-Sender ABS-CBN und diversen Zeitungen ausgehen, geschafft, ein Jahr nach seinem Amtsantritt auf einen Zustimmungswert von 75 Prozent zu kommen – im Dezember letzten Jahres waren es noch 73 Prozent.

So viel Unterstützung durch die Bevölkerung hatte kaum ein anderes philippinisches Staatsoberhaupt. Mit ein Grund dafür ist sein erbitterter Kampf gegen die Drogen, zumal die Drogenkriminalität in vielen Teilen des Landes extrem ausartete. Auch sein hartes Vorgehen gegen die islamischen Extremisten auf Mindanao, das sich angesichts der schlechten Ausrüstung des Militärs schon seit Mitte Mai hinzieht, kommt bei den Menschen gut an.

Duterte steht vor allem bei den "Amboys" (also jenen, die den Amerikanern in den Hintern kriechen) und den liberalen Kreisen in der Kritik, während das einfache Volk vor allem die Volksnähe des Präsidenten mag und dessen kompromisslosen Kurs.

In den westlichen Medien hingegen schreibt man von einem "Klima der Angst". Man würde Kritiker des Präsidenten einschüchtern und bedrängen. Doch was in Einzelfällen durch seine glühenden Anhänger vorkommen kann, ist kein alltäglicher alles umfassender Usus. Denn auch die – wenngleich kleinere – Gegnerschaft Dutertes nimmt sich kein Blatt vor den Mund und kann auf die Unterstützung der wichtigsten Medien zählen.

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Dem als Linksnationalisten geltenden philippinischen Präsidenten wird zudem zugute gehalten, dass er die Oligarchie des Landes in Schach hält und auch eine in vielen Teilen linke Politik umsetzt. Verbesserungsprogramme in Sachen Bildung, Gesundheitssystem und Häuser für die Ärmsten des Landes zählen dazu.

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3 Kommentare

  1. Linksnationalisten . Die fehlen in Europa. Die Linken in Europa arbeiten den Globalisierungsfaschisten zu, deswegen sind sie unwählbar.

    1. Linke, was ist das??? Das sind doch in Europa gar keine Linken. DIE bedienen sich politischer Begrifflichkeiten, die auf sie überhaupt nicht zutreffen und längst polit-geschichtlich überholt sind. Die heutigen "sich Linke schimpfenen" Politiker gehören zum us-servilen Polit-Einheitsbrei und haben mit "Links" absolut nichts zu tun.

  2. Duterte macht das richtig! Der Drogensumpf ist voll mit Kriminalität, wo Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind. In diesen Kreisen versteht niemand etwas von Demokratie und will das auch gar nicht. Dort zählt Macht und das Recht des Stärkeren. Will Duterte seine Bevölkerung und sein Land vor diesem dahinmodernden erstickenden Schlick befreien, muss er die die Methoden der Volksfeinde rigoros anwenden, um da sauber zu machen. Und das macht er. Dass die von diesen Verhältnissen erschöpfte Bevölkerung hinter ihm steht, kann doch niemand wirklich verwundern.

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