Österreich braucht keine 21 Sozialversicherungen

In Österreich gibt es insgesamt 21 Sozialversicherungsanstalten. Das ist komplett unnötig. Eine für alle reicht vollkommen aus.

Von Marco Maier

Das Sozialministerium beauftragte die London School of Economics mit einer Studie zur Zusammenlegung der österreichischen Sozialversicherungsanstalten, von denen es insgesamt 21 Stück gibt. Im August soll die 1.000 Seiten umfassende Studie der Öffentlichkeit präsentiert werden – nachdem sie ins Deutsche übersetzt wurde.

Dafür jedoch sorgt diese Studie wieder einmal für böses Blut zwischen den Koalitionspartnern SPÖ und ÖVP, denen es ohnehin vor allem um die Absicherung ihrer Pfründe und Politposten geht – und nicht etwa um eine schlanke und effiziente Verwaltung jener Organisationen, die immerhin enorme Summen verwalten.

Allerdings ist klar: Ein kleines Land wie Österreich mit nicht einmal neun Millionen Einwohnern braucht keine 21 Sozialversicherungsanstalten. Vielmehr reicht eine einzelne davon aus, in der vom Selbstständigen über den Arbeitnehmer und den Beamten bis hin zum Landwirt zu gleichen Konditionen sozialversichert ist. Keine Extrawürste mehr für privilegierte Gruppen und keine Benachteiligungen mehr für andere.

Vor allem jedoch würde die Totalfusionierung aller Anstalten dazu führen, dass man unzählige politische Versorgungsposten abschaffen könnte, die ohnehin nur zu viel Geld auf Kosten der Beitragszahler abziehen. Auch bei den Mitarbeitern gäbe es wohl ein Einsparungspotential infolge von Synergieeffekten. Für die Beitragszahler selbst jedoch wäre dies mehrheitlich eine positive Sache.

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6 Kommentare

  1. 21 durchpolitisierte Sozialversicherungen bedeuten  20 Parteibonzen- und parteigänger Versorgungsanstalten. Die meisten beamtet und pragmatisiert sodaß man sie auch niemehr loswerden kann. Es sei denn es geschieht bei Wahlen ein Wunder und ermöglicht eine zweidrittel Verfassungsmehrheit abseits des rotschwarzgrünen Mainstreams!

  2. 21? Das wäre ja wenig. Wenn man in Deutschland alleine das Chaos bei den Krankenversicherungen anschaut: große. kleine, private, und in jedem Kaff eine AOK. Dann kommt noch solch überflüssiger Kram wie Riesters, diverse Betriebsrenten, Rentenversicherungen für Selbstständige, Ärzte, Zahnärzte, und, und und, … . Ein überflüssiger und irrer Verwaltungsaufwand: schickt diese Fachleute bei vollem Gehalt nach Hause, und Ihr werdet trotzdem hunderte Millionen sparen: Papier, Bleistifte, Heizung … .

    Solidarität ist lange vorbei – wenn es so was überhaupt je gab. Das wäre ein Feld für Sozialdemokraten und Linke. Und was macht die SPD: Riester!  Dafür gehört Ihr 20 Jahre in die Oppostion, mitsamt dem Gesindel, das sich auch noch "christlich" nennt.

    Deutschland hat die Wahl, demnächst. Ob (wie wahrscheinlich) die Merkel bleibt oder der Schulz Kanzler wird, wird genau nichts ändern. Mit den Grünen und Linken wird Schulz nicht kaolieren, sonst müsste er ja linke Politik machen. Das hat die SPD noch nie gewollt (bitte lesen: S.Haffner, Der Verrat).

    Was wir brauchen sind ca. 20 % Linke im Bundestag. Zum Aufmischen, nicht an der Regierung! Nur so kann man die SPD zu einer sozialen Politik drängen. Von einer  s o z i a l e n Marktwirtschaft sind wir weiter entfernt denn je. Unternehmer (und ich gehöre dazu) sollten eines nie vergessen: sozialer Friede ist eine Grundbedingung für Wohlstand. Einem Unternehmer kann es nur sehr gut gehen, wenn es dem Arbeiter und Angestellten gut geht, denn die sind letztendlich seine Kunden.

  3. Obacht !

    Es handelt sich hier um einen Winkelzug der Globalisierer. Bevor Institutionen nach Brüssel in's Zentralkomitee ausgelagert werden können, müssen sie National zusammengefasst werden.

    … gell Herr Maier, so isses recht !

  4. Mir hat noch nie eingeleuchtet, warum ein großes Unternehmen besser arbeiten soll, als ein kleines oder mittleres. Im wahren Leben ist es meist umgekehrt, die kleinen familienbetriebenen Unternehmen sind über die Jahrzehnte gesehen erfolgreicher und stabiler.

    Nach der obigen Logik müßte ja dann auch eine einzige große Partei besser für das Volk arbeiten als mehrere!

    Wir haben doch schon im Handel und der Industrie de facto Oligopole. Es gibt für die Konzerne nichts besseres als die Konkurrenz durch die Verminderung der Marktteilnehmer abzuschaffen. Was übrig bleibt ist ein Kartell. Kennen wir auch im Bereich der Medien.

    Wie war das noch mal mit der freien Marktwirtschaft, habe ich da was falsch verstanden?

    1. Das mit der einzigen großen Partei, kommt noch !

      Das ist das angestrebte Ziel. Während die Demokratie weiterhin erfolgreich abgeschafft wird – wobei nicht gerade wenige, nicht nur nichts dagegen haben, sondern geradezu fanatisch danach rufen – sind sie in Brüssel emsig dabei, die sozialistische Einheitspartei für den Superstaat EUropa aufzubauen.

      Man muss erst zerstören, bevor man neues errichten kann – das sind ihre Worte !

       

       

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