Neue Eskalation im Südchinesischen Meer

Nur Tage vor dem Treffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten beim G20-Gipfel in Hamburg, schickte der US-Präsident ein Kriegsschiff ins Südchinesische Meer.

Von Marco Maier

Die Amerikaner können es einfach nicht lassen. Anstatt es mit Deeskalations-Schritten zu versuchen, scheint die Politriege in Washington mehr daran interessiert zu sein, den Chinesen erneut an den Karren zu fahren. Denn laut Bloomberg entsandte US-Präsident Trump nur wenige Tage vor seinem Treffen mit dem chinesischen Amtskollegen Xi einen begleiteten Raketenzerstörer, die USS Stethem, zu den Triton Inseln im Südchinesischen Meer.

Donald Trump setzt damit weiterhin auf eine "Kanonenboot-Politik", wenn es um die Beziehungen zu China geht. Bereits am 24. Mai fuhr die USS Dewey in die Zwölf-Meilen-Zone eines Riffs bei den umstrittenen Spratly Islands. Zu der Zeit entsandte das chinesische Verteidigungsministerium zwei Fregatten in die Region, um das US-Kriegsschiff zu warnen.

Die USA berufen sich dabei auf ein internationales Schifffahrtsabkommen und zur "freedom of navigation", obwohl sie selbst dieses Abkommen nicht einmal ratifiziert haben, weil dies den militärischen Dominanzbestrebungen Washingtons zuwider läuft.

Auch dieses mal lässt die Volksrepublik das Militär aufmarschieren, um gegen die US-Provokation zu protestieren. Laut der Staatszeitung "People's Daily" werden Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge losgeschickt, um die chinesische Souveränität zu verteidigen. Das chinesische Außenministerium warf den Vereinigten Staaten vor, "vorsätzlich Unruhe zu stiften" und warnte Washington, "unverzüglich solcherartige provokativen Operationen zu stoppen, welche die chinesische Souveränität verletzten", sowie die Sicherheit des Landes beeinträchtigten.

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Die Paracel Islands, zu denen Triton Island gehört, werden von der Volksrepublik China, Taiwan und Vietnam beansprucht. Peking ließ dort bereits Landebahnen, Flugzeughangars, Radareinrichtungen und Raketensilos anlegen, wie Satellitenaufnahmen zeigen.

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3 Kommentare

  1. Wahrscheinlich liegt es am amerikanischen Gesundheitssystem, das nicht allen Amerikaner eine Therapie ermöglicht:)

    Genug der Satire:)

    Ihre seit Jahrzehnten einzementierte Strategie der Einschüchterung zeigt sich als ihre eigene Zwangsjacke, die verhindert, daß es eine Lösung gibt, obwohl man berechtigt annehmen kann, daß sie gar keine wollen!

  2. "Die Paracel Islands, zu denen Triton Island gehört, werden von der Volksrepublik China, Taiwan und Vietnam beansprucht. Peking ließ dort bereits Landebahnen, Flugzeughangars, Radareinrichtungen und Raketensilos anlegen, wie Satellitenaufnahmen zeigen."

     

    Also ist doch offenkundig China der expansionistische Aggressor….

  3. In dem Fall ham die Amis Recht. Ist ne Provokation von den Chinesen. Da wird durchgepflügt und n Scheiß drum gegeben. So einfach ist das.

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