MAKS Luft- und Raumfahrtschau nahe Moskau bringt neue Modelle und Vertragsabschlüsse

1992 wurde die Luftfahrtshow MAKS von Boris Jelzin gegründet. MAKC heißt sie auf russisch, Международный авиационно-космический салон, also auf deutsch „Internationaler Luft- und Raumfahrt-Salon. Wer bei der Namensgebung Ähnlichkeiten zu vergleichbaren Veranstaltungen in Paris und Farnborough erkennt, liegt richtig – das war auch so beabsichtigt.

Von Viribus Unitis

Die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung zieht dieses Jahr 700 russische und 180 ausländische Aussteller aus 36 Ländern an. Zahlreiche Geschäftsabschlüsse wurden von russischen Firmen angekündigt. Traditionell werden solche Veranstaltungen genutzt, um ausgehandelte Verträge möglichst medienwirksam zu unterzeichnen – damit auch jeder mitbekommt, dass man seine Produkte gut verkauft. So wird beispeilsweise der russische Hersteller VSMPO-Avisma, der führende Hersteller von Titan-Produkten weltweit, Lieferverträge mit Boeing (777X für die neuen Tragflächen aus Verbundmaterialien) und mit Airbus (Fahrwerksteile) unterzeichnen.

Russischer Kampfflugzeugstar ist dieses Jahr die MiG 35, nun ein Flugzeug der Generation 4++, eine Weiterentwicklung der MiG 29, die in der Klasse der US-F18 angesiedelt ist. Sie ist ein direktes Konkurrenzmuster zur US-F18 „Super Hornet“, und russische Kommentatoren meinen, sie könne es auch mit der US-amerikanischen F15 aufnehmen. Das neue Radar kann bis zu 30 Ziele aus einer Entfernung von mehr als 160 km gleichzeitig verfolgen, Schiffs-Ziele aus 300 km, und daraus resultierend auf lange Distanzen Gegner bekämpfen. Die neue Höchstgeschwindigkeit ist nun bei 2700 km, 300 mehr als die der alten MiG 29, eine Schub-Vektorsteuerung sorgt für maximale Manövrierbarkeit. Das macht sowohl F15 wie auch F18 zu möglichen „Opfern“ der neuen MiG 35. Auch die F16 wird von ihr bedroht, wobei die Frage ist ob die MiG 35 die F16 in einem Dogfight überwinden könnte – fraglich, aber mit der Schub-Vektorsteuerung durchaus möglich.

Russian Helicopters präsentiert den neuen im Ulan-Ude-Luftfahrtwerk in Sibirien produzierten Mi-171 Sh-VN, einen Kampfhubschrauber mit gelenkten Raketen, zwei 12,7mm-MG, und mit einer Kevlar- Verstärkung der Kabine, auch das neue infrarot Raketenabwehrsystem „President S“ ist mit an Bord, ein Helikopter für Spezialeinsätze, der für die russischen Spezialeinheiten konstruiert wurde. Keine Neukonstruktion, Basis für diesen Hubschrauber ist die Mil Mi8, der als Allzweckhubschrauber bisher schon für mehr als 90 verschiedene Einsatzzwecke modifiziert wurde.

Die Drohne von ZALA. Bild: warfiles.ru
Kalaschnikov ist eigentlich für seine Sturmgewehre bekannt. Die Russen hatten ehemals damals Schmeissers deutsches StG44 modifiziert, simplifiziert und damit optimiert, und mit der AK47 einen Welterfolg geschaffen, der bis heute mit modifizierten Versionen andauert. Nun ist Kalaschnikov in das Drohnengeschäft eingestiegen und hat dafür eine neue Firma gegründet, die sich ZALA nennt. Keine große Drohne, eine nach Herstellerangaben sehr leistungsfähige Klein-Drohne die ohne Katapult von der Hand aus gestartet werden kann, und sich ZALA 421-16Е2 nennt.

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Das wohl ungewöhnlichste Mehrzweckfahrzeug ist die BORTS Triton, Hersteller ist die russische Firma NPO Aerospace Technologies. BORTS heißt "Begalet of three-element operational intelligence", wobei Begalet abgeleitet ist von Begak, denn Alexander Begak ist der Erfinder dieses Fahrzeugs. Begak arbeitet dabei mit Firmen aus dem Luft- und Raumfahrtbereich zusammen, vor allem der Flugzeughersteller Sukhoi ist ein enger Partner.

Die BORTS Triton ist die eierlegende Wollmilchsau im Bereich der Fortbewegung. Das zweisitzige 350 kg schwere, 2,95 m lange und 1,9m breite Fahrzeug kann mit einer Nutzlast von 250 kg an Land mit einem 30 PS starken Motor eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h fahren. Es kann auch wie ein Boot im Wasser fahren.

Was sucht das Triton dann bei einer Luftfahrtschau? Nun fliegen kann es auch. Es soll mit einer Art Soft Wing und Druckpropeller starten und fliegen können, und zwar mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h. In der Art eines Paragliders mit Motor-Rucksack und Propeller, nur eben größer. Eine maximale Flughöhe von 4.200 m kann erreicht werden, bei einer Reichweite von ca. 400 km bei Flugbetrieb oder Wasserfahrt.

Borts Triton. Bild: Scientific Production Association "AKT"
Als Kunden sind sowohl Spezialeinheiten des Militärs gedacht, also auch Extrem-Touristen die praktisch ungehindert in den wilden Gegenden der Welt jedes Hindernis überwinden wollen. Die Weiten Sibiriens oder Alaskas und Kanadas bieten sich dafür ebenso an, wie die Wüsten und die wilden Steppen und Dschungel Afrikas, die wilden Gebiete Südamerikas – Adventure bekommt eine ganz neue Bedeutung. Es könnte mit diesen Möglichkeiten auch das neue Fahrzeug für die Camel-Trophy werden.

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8 Kommentare

  1. Raketenantrieb – die Sackgasse der Raumfahrt

    Die Raketentechnik ist für interplanetare Raumreisen völlig untauglich – allein die Stümper bei NASA und ESA haben das bis heute nicht bemerkt und träumen davon, mit Raketenantrieb zum Mars zu fliegen.

    Die fehlende Eignung des Raketenantrieb liegt in seiner Systematik. Ein Rakete nimmt Treibstoffmasse mit auf ihre Reise, um sie nach hinten raus zu schmeißen und sich durch den Rückstoß nach oben abzudrücken. Dabei tauchen zwei Probleme auf:

    1. Je höher die Rakete fliegen soll, desto mehr Masse zum abwerfen muß sie mitnehmen. Doch das macht sie schwerer, weswegen sie noch mehr Treibmasse mitnehmen muß, um die Masse, die sie zum abheben braucht vom Boden weg zu bekommen. Das wird zum Teufelskreis – je größer die Rakete ist, desto ineffektiver wird sie. Ab einem gewissen Punkt wird das Ganze unsinnig. Und innerplanetarische Reisen bräuchten mehr Treibstoff, als man vertretbar aufladen kann. Auch die Kosten explodieren. Das System der Rakete setzt sich so selber Grenzen.

    2. Die mitgenommene Treibmasse ist endlich. Ist sie verbrannt, bleibt die Rakete im Weltraum liegen wie ein Auto mit Motorschaden. Eine Bergungsmission sprengt dann wiederum Aufwand und Kosten.

    Fazit: Der Raketenantrieb ist für kurze Distanzen sinnvoll – für innerplanetarische Reisen hingegen untauglich.

    Die Reise zu den Planeten bedarf ganz neue Raumschiffantriebe.

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    Evolutionsstufe 1: Der thermodynamische Impulsantrieb

    Das Sonnensystem wird permanent von Strahlung der Sonne bzw., wie Physiker es bezeichnen von "elektromagnetischen Wellen" durchströmt. Diese Strahlung transportiert Strahlungsimpuls und Energie zugleich.

    Diese Strahlung, die auf das Raumschiff auftrifft gibt ihre Energie an das Raumschiff ab und wandelt sich in ungerichtete Molekülschwingung um.

    Die Schlüsseltechnologie des thermondynamischen Impulsantriebes synchronisiert nun diese ungerichteten Impulse und richtet sie als Antrieb des Raumschiffes aus.

    Damit läßt sich das Raumschiff in jede beliebige Richtung beschleunigen, ohne Masse nach hingen raus zu werfen. Dies widerspricht natürlich dem dritten Newton´schen Axiom, was aber kein Problem darstellt, da dieses makroskopisch nicht algemeingültig ist – was die Physiker aber bis heute noch nicht gemerkt haben.

    Ein solches Raumschiff fliegt somit ohne mitgeführtem Treibstoff und kann unendlich lange zwischen den Planeten pendeln, da es seine Energie aus der Sonnenstrahlung bezieht.

    1. Evolutionsstufe 2. Der Gravitationsantrieb

      Im Gegensatz zum Irrglauben der Physiker ist Gravitation nicht nur anziehend zum Massenmittelpunkt, sondern ihr Vektor läßt sich in andere Richtungen umlenken.

      Ein Raumschiffe mit einer solchen Gravitations-Manipulationstechnik können das im Sonnensystem permanent vorhandene Gravitationsfeld nutzen, um Gravitation in Impuls umzuwandeln, was natürlich mit der Newton´schen Vorstellung, Gravitation sei nur Kraft und nicht Energie bricht. Auch hier irrte Newton. Er hat die Variationsmöglichkeiten der Gravitation nie begriffen.

      Insofern ist auch die Gleichung der potentiellen Energie E=mgh viel zu kurssichtig und nicht allgemeingültig. Die Höhe h kann aufgrund der Manipulation der Wirkrichtung der Gravitation variiert werden, bzw. unendlich groß sein. Um das zu verstehen, wird man auch den Energieerhaltungssatz über Bord werfen müssen. An der Stelle kann man spekulieren, dass Energie aus Gravitationsmodulation ensteht, aber das müßte man genauer erforschen. Aber es ist halt die Technik von übermorgen, mit der rückständigen Schulphysik kommt man da nicht ran.

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      Evolutionsstufe 3. Der Raumenergie-Antrieb

      Prof. Turtur von der Hochschule Westfalia postulierte und bewies die Raumenergie als eine Eigenschaft des Raums. Anders ausgedrückt: Im Raum existieren gigantische Mengen Energie, die umwandelbar sind.

      Kombiniert man den von Prof. Turtur beschriebenen Raum-Energie-Konverter mit dem thermodynamischen Impuls-Antrieb, so kann man auch außerhalb unseres Sonnensystems Raumreisen durchführen.

      Die Antriebsenergie käme aus der Raumenergie und würde in thermodynamischen Impuls umgewandelt, der wiederum das Raumschiff antreibt.

      Damit ließe sich dann wahrscheinlich Alpha Centauri erreichen.

      1. sehr gut erklärt richard!

        damit kann man das prinzip haunebu erfassbar machen.

        der "kohler"generator lieferte strom für elektromagneten die mit gleichstrom liefen. supraleitendes metall in der oberhälte und unterhälfte, positif und negativ geladen, wurden mechanisch gegeneinander gedrückt. durch diese abstoßenden felder wird bei gegeneinanderdrücken die schwerkraft des planeten ausser kraft gesetzt, da das magnetfeld des objekts unabhängig vom anziehungsfeld der erde ist, und sich dadurch in einem eigens generierten schwerkraftfeld befindet.

        somit ist es möglich, a) ein objekt nach oben zu drücken, und wenn man es dann an den rändern zusammendrückt b) auch in richtungen drängen zu lassen.

        wer jezz sagt, das braucht ja massig an energie, dem widerspreche ich. bewiesen durch tesla und seinen forschungen mit gleichstrom, und dem kohler generator, dessen prinzip mit untergang der korvette und in den forschungsarchiven der nazis verschollen ist.ich glaub da eher die amis haben die pläne.auch ein victor schauberger hat mit der repulsine bewiesen , das es geht.

        man muss nicht fette volt zahlen haben und hohe ampere, das ganze geht auch mit kleinen strömen, nämlich gleichstrom mit hohen volt und niedrigen amperezahlen.

    1. (hier gepostet, weil ich den dafür besseren artikel gerade manuell nicht wiederfinde und in des autors archiv nicht alle – zumindest nicht die letzte – archiviert sind. mit der dahingehende bitte um entschuldigung dafür – viele grüsse). 

      1. obwohl, wie ich grad' sehe das thema bereits von sputniknews aufgegriffen wurde. ich bitte nochmals um entschuldugung für den spam und ggf. um seine löschung.

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