Kommt der Euro-Crash mit dem Zusammenbruch von Italien?

Wer sich intensiv mit der politischen Lage in der EU befasst, der weiß wahrscheinlich schon, dass Italien derzeit 2,3 Billionen Euro Schulden hat, was diejenigen der Deutschen noch übertrifft – und das obwohl Italien wirtschaftlich ohnehin weniger stark ist als Deutschland.

Via Watergate.tv

Für das Land ist diese Schuldenlast untragbar und dass es so nicht weitergehen kann, das wissen die Italiener am besten. Es scheint absolut ausgeschlossen, dass Italien sich auf natürlichem Wege entschulden kann und es schafft, durch Überschüsse Schulden abzutragen. Schließlich ist die Verschuldung auf etwa 150 % des jährlichen Bruttoinlandsproduktes gestiegen.

Dies ist so schon ein fast unüberwindbares Hindernis und wenn man sich nun vorstellt, dass die Zinsen wieder steigen, dann wird die Situation ganz und gar unhaltbar. Absolut nicht hilfreich in dieser Situation ist die Tatsache, dass auch die Banken Italiens mehr als marode sind und kürzlich erst wieder – natürlich auf Staatskosten – gerettet werden mussten.

Doch was nun? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit der Abhilfe für Italien? Nun, Italien müsste eine wesentlich stärkere Wirtschaftsleistung haben, was eigentlich – wenn überhaupt – nur mit einer Anpassung der Währungsstärke zu bewerkstelligen wäre. Doch genau hier liegt nun der Hase im Pfeffer. Denn während man die Lira einfach hätte abwerten können, so dass italienische Produkte im Ausland plötzlich günstiger werden und die Wirtschaft eine Chance hätte aufzuholen, so ist dies in Zeiten des Euro nicht so ohne weiteres möglich.

Zwar wird genau hierüber wild spekuliert – im Rahmen der Suche nach Lösungsmöglichkeiten – und es wird überlegt ob es möglich sei, eine zusätzliche Währung, sozusagen einen I-Euro einzuführen, der dann in Relation zum Euro entsprechend niedriger bewertet würde und den Italienern Pluspunkte in Sachen Wirtschaft bringen würde. Doch dies ist wohl schon allein wegen der anderen Länder, die derzeit innerhalb der EU in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind, nicht machbar. Denn würden dies alle tun, dann wäre es wohl vorbei mit dem Euro.

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5 Kommentare

  1. Die Gemeinschaftswährung zielt auf eine Angleichung der Lebensverhältnisse. Wo aus eigener Kraft (oder Willen) der gewünschte Lebensstandard nicht erreicht werden kann, geschieht dies über Staatsschulden, übrigens sehr zur Freude gewisser Banken und Hedgefonds. Da eine Rückzahlung der immensen Anleihen nie vorgesehen war, türmen diese sich jetzt bei der Bad Bank EZB. Doch Hilfe naht. Die Schulden des Club Med werden zu Schulden der Gemeinschaft erklärt, und damit stehen auch die wenigen erfolgreich wirtschaftenden Länder dafür ein. Um den lästigen und rufschädigenden Weg über immer neue Staatsschulden zu ersparen, wird künftig ein EU-Finanzminister die Zuschüsse zum Lebensunterhalt, natürlich heissen sie jetzt Investitionshilfen, aus eigenem Budget verteilen. Die Länder, die die Gelder erwirtschaften, haben dabei nichts zu melden.

    Dass die über Jahrzehnte aus diversen EU-Kohäsionsfonds geflossenen Milliarden überwiegend nichts bewirkt haben, stört niemanden, ist es doch das Geld anderer was verteilt wird, und eine, z.B. parlamentarische, Kontrolle gibt es nicht.

  2. Hab gerade auf Sputnik die entgegengesetzten Meinungen von F. Hellmeyer und M. Friedrich zu dieser Problematik verglichen, und beide haben recht. (schätze die Experten auch und besonders wegen ihrer Glaubwürdigkeit) Hellmeyer setzt allerdings bei den Italienern voraus, dass diese auch tatsächlich aus dem wirtschaftlichen Niedergang heraus wollen, was aber, bei solider und seriöser Herangehensweise, eine sehr "sportliche" Herausforderung ist. Das Ganze dann womöglich noch  unter "deutscher Anleitung", fast ohne Tricksen, nahezu undenkbar! Jedes Volk sollte seinen selbstbestimmten Weg, passend zu Historie und Mentalität, gehen. Mal angenommen, mit freundlicher deutscher / österreichischer Unterstützung gelänge dies, dazu noch das Gleiche bei FR, ESP, GRE usw., welche nächste Eskalationsstufe gegen die Arbeitnehmer in D würde das dann auslösen? Agenda 2030, mit Lohnkürungen von 20-50%, wegen der ja nun nicht mehr gegebenen Wettbwerbsfähigkeit, wobei, die Anzahl der PKW auf deutschen Straßen bei Industrie 4.0 soll ohnehin um 85% (!!!) sinken- die 15% zahlen dann Maut –  dafür steigt die AL auf 50%, tolle Aussichten der etablierten Politik!  So wird das nichts, die EU versinkt immer mehr im eigenen Morast. Kein Wunder, bei solchen "Volksparteien" wie CDU und SPD und deren transatlantischer Nähe.

    1. Der Mensch neigt eben dazu alles in den Griff bekommen zu wollen. Vielleicht geht's ja einfach nur darum einfach zu sehen das es weiter geht?

      Ich bin mir nicht mehr so sicher was Nationale Währungen anbelangt. Klar die können abwerten um sich ne Atempause zu verschaffen. Das aber auch alles, ne kurze Pause, mehr nicht. Um das grundsätzliche Problem einer Wettbewerbswirtschaft in einem gemeinsamen Markt anzugehen braucht es einen gemeinsamen Haushalt. Andernfalls werden IMMER einige Länder ausbluten. Die Tatsache das wir es in Augenblick nicht sind ist keinesfalls auf ewig in Stein gemeißelt. 

  3. Man setze 50 Personen auf einer Insel aus, wo man mit vorhandenen Resourcen leben könnte, ausgestattet mit gleichen Mittlen pro Person und warte 5 Jahre ab, was dann geschehen ist. Schließen wir dabei mal epidemische Krankheiten aus und dann kann man sehr schnell erkennen, wie das Tier im Menschen hochkommt. Da werden einige bereits eine schönes zuhause haben, andere liegen erfolglos in der Sonne, wiederum andere versuchen den anderen was abzuknapsen und durch Streitereien sind dann noch 45 übrig geblieben. Der Mensch ist einfach nicht fähig logisch an eine Sache heranzugehen, im Sinne des Ganzen und des eigenen Überlebenswillen, nein er trägt in sich eine zerstörerische Ader und das wird mit zunehmender Bevölkerung immer schlimmer und läßt nichts gutes ahnen. Alles was zur Zeit passiert dokumentiert die Unfähigkeit der menschlichen Rasse sich dem Überlebenskampf zu stellen und so geht es immer weiter, bis die Krone der Schöpfung diesen Erdball ruiniert hat. Vieles dessen, was heute angeleiert wird ist der Zeit entsprechend total kontraproduktiv und anstatt völlig neue und den Umständen angepaßte Möglichkeiten zu suchen wird weiter gemacht wie gehabt und man geht dabei mit Volldampf dem Untergang entgegen, Manche Dinge mögen ja noch den schnellen Verlauf etwas verlangsamen, ändert aber nichts an der Tatsache der totalen Unvernunft.

  4. Sehr richtig  Achim , Der Mensch  ist halt  nur Vernunft begabt,  dass heißt  aber nicht  zwangsläufig  das  er auch vernünftig  ist ! Wo wäre  die Menschheit  schon  ohne  Kriege  !

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