Europas Zeitungen in der Krise

Die Auflagen bei den Zeitungen sinken immer weiter. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Mit ein Grund dafür: Die Art der Berichterstattung – aber auch das Internet.

Von Marco Maier

Wenn es einen wichtigen Indikator dafür gibt, wie es um die europäische Zeitungslandschaft tatsächlich steht, dann ist es das Geschäft des größten Herstellers von Zeitungspapier, "Svenska Ceullulosa". In diesem Segment verzeichnete das Unternehmen, das auch die beliebten "Tempo"-Taschentücher herstellt, nämlich einen Auslieferungsrückgang von elf Prozent.

Entsprechend mau dürfte demnach auch das Printgeschäft der Zeitungsverlage verlaufen sein – was sich auch in den Auflagedaten bemerkbar macht. Kaum eine Zeitung schaffte im letzten Jahr noch ein Auflageplus – wenn man bei einigen wenigen Publikationen von den ePaper-Verkäufen absieht.

Das heißt aber auch nichts anderes als: Das traditionelle Zeitungsgeschäft geht ein. Viele Leute wollen die "Lücken- bzw. Lügenpresse" einfach nicht mehr mit einem Kauf unterstützen. Hinzu kommt: Dank der Smartphones und des mobilen Internets gibt es die Nachrichten inzwischen bereits faktisch in Echtzeit, so dass die Meldungen in den Zeitungen – die erst am nächsten Tag verkauft werden – ja schon völlig veraltet sind.

Die Zeitungen befinden sich in einer Krise, die unter anderem auch durch das Internet mitverursacht wurde – und der Möglichkeit, sich auch alternative Informationen zu beschaffen. Das Informationsmonopol der großen Verlage ist faktisch vorüber. Auch wenn man das in deren Redaktionen nicht wahrhaben will.

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22 Kommentare

  1. eine dumme überschrift, nicht die zeitungen, an dummheit nicht mehr zu überbieten, sind in der krise sondern die idioten die sie rausbringen und das ist gut so !!

  2. Sie doch selbst schuld diese Lügenblättchen und natürlich ist das Internet schuld mit dieser elenden Wahrheit. Lügen ist schwer geworden für diese Schmierer. Natürlich wird man stinksauer wenn man erkennt das man Jahrzehnte lang angelogen wird. was hatten wir früher für Abos, Stern Spiegel Bild usw. man wird zornig wenn man erkennt das man das ganze Leben angelogen wird. Desgleichen ARD und ZDF. TV ist seit gut 12 jahren bei mir Out ich hab die Kiste entfernt. Aber man versucht immer wieder den selben Müll mit uns. Nicht mit mir.

  3. Die Menschen im Osten wußten das sie angelogen wurden und haben Westfernsehen geschaut.Heute merken sie das die noch mehr lügen und die Zeitungen ebenfalls.Wer noch einigermaßen informiert sein will muß nun Schweizer Zeitungen lesen oder Alternative Internet Zeitungen/Foren besuchen.

    Eines kann man niemandem abnehmen:Eigenständiges Denken ist HEUTE unerläßlich!

    1. Helmut Nater

      Die Menschen im Osten………….

      Der Teil den wir Osten nennen ist eigentlich Mitteldeutschland ,der wahre Osten liegt jenseits der Oder /Neisse .

      Das ist auch so eine Medienlüge und die Leute fallen immer noch drauf herein,

      weil es halt Jahrelang propagiert wurde.

  4. Wer liest schon das intrigante und kriegshetzerische Geschmiere, das hochfinanznahe Massenmedienbosse ihren Schreibsklavinnen und Schreibsklaven (oft ausgenutzte Generation Dauerpraktikum) gleichsam in die Tasten diktieren? Je schlechter die Arbeitsverhältnisse, desto größer die Angst und desto hektischer getrieben die Schere im Kopf.

    Danke, dass es das contra-magazin gibt! Danke, dass hier die Leserinnen und Leser mitwirken können!

  5. Es gibt im Netz dazu umfassende, offizielle, seriöse  Angaben.

    Man kann vier Hauptentwicklungen unterscheiden.

    01) Blätter, die auch weiterhin weitestgehend offene Kommentarfunktionen haben, sind überwiegend stabil geblieben (leichte, moderate Schwankungen nach oben oder unten).

    02) Die angeblich "neutralen" Standardblätter weisen einen Verulst von ca. 4 bis 4,5 Prozent auf. Hier ist natürlich entscheidend, wie der Trend in den Vorjahren war, denn daraus könnten sich auch Personalreduzierungen ableiten.

    03) Die Sturmgeschütze der MSM liegen bei ca. 8 Prozent Verlust. In der Vergangenheit wurden dann die "neutralen" Bereiche gekürzt, was zu einem Dauersinkflug führte.

    04) Die Spitzenwerte liegen aber wesentlich höher, zum Beispiel beim Springer-Verlag. Da kommt man schon locker, bei einigen Publikationen auf ca. 30 % (Minus). Wenn zum Beispiel die Computerzeitung sich mehr um die Reinigung von Kloschüsseln kümmert aber bei einfachsten Problemen mit dem neuen Betriebssystem nur Müll veröffentlicht, wenden sich die denkenden Leser ab.

    Man reagiert darauf, wird vermeintlich noch jugendlicher, ispontaner,im Endeffektaber aber primitiver und verliert noch mehr Leser.

    Es ist eine selbstinszenierte Krise mit einer Abwärtsspirale, die die Tageszeitungen, Wochzeitungen, Fachzeitschriften betrifft.

    Es ist ein Teufelskreis, der denkende Mensch wendet sich angwidert ab, dem herangezüchteten dummen Menschen sind selbst diese "Einfachmedien" zu intellektuell, wesensfremd.

  6. Entscheidende Fragen wurde nicht geklärt:

    Liegt es daran, das alle online lesen?

    Oder…

    daran das es keiner mehr ließt?

    Ohne diese Antworten ist der Artikel für die Katz.

     

  7. In meinen Augen gibt es beim Auflagen-Rückgang drei Gründe. Zuerst der demoskopische. Mit jedem älteren Leser der stirbt geht auch ein Abonement verloren und durch die jüngeren Generationen wird das derzeit nicht mehr wettgemacht. Dann natürlich das Medium Internet, daß den Verlagen einen großen Teil an Lesern abgegraben hat, entweder aus Kostengründen und Bequemlichkeit oder aus Desinteresse, weil man vielschichtigere Information wünscht und diese oftmals zu einseitig ist und das verägert viele Leser. Als dritte Variante könnte auch das Lesen generell bei jüngeren und mittleren Altersstrukturen in der Printpresse etwas aus der Mode gekommen sein und das alles zusammen führt zum Rückgang und auch zum finanziellen Verlust, weil dadurch auch die Printwerbung in Schräglage gerät, was ja ein wesentlicher Bestandteil des Umsatzes einer Zeitung ausmacht. Das wird aus heutiger Sicht für die Printmedien und den herkömmlichen TV-Sendern nicht gut enden, denn die Wandlung hat sich mit dem Internet und der Telefonkommunikation schlagartig so schnell verändert, daß es fast nicht mehr möglich ist, darauf in geeigneter Weise zu reagieren. Es gab schon einige Übermittlungstechniken davor, die jahrzehnte erfolgreich waren und durch das Internet über Nacht mehr oder weniger verschwanden.

  8. Wer hätte das gedacht, das es auch Mal wieder gute Nachrichten gibt !

    Auch mein Mitleid mit den europäischen und deutschen MSM hält sich in Grenzen, denn wer liest schon gerne einseitige Berichterstattungen – um das zu vertuschen was das Volk nicht wissen soll.

     

     

    1. @Emma

      Die Vertuschung durch die regierungstreuen Medien ist leider weltweit verbreitet. Die einen machen es aus politisch idiologischen Gründen und die anderen gezwungenermaßen wegen der Staatsräson. Bei uns hier in Deutschland sind es idiologische Gründe, in China oder im Iran sind es politische Zwänge, die die Meinung der dortigen Schreiber beeinflussen. Eines aber ist grundsätzlich klar, die öffentliche Meinung in der Presse und in den TV-Medien ist kein Zufall, man sollte nur wissen wer sich als Herausgeber dahinter verbirgt. Es gibt ja das berühmte Sprichwort, dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. So wird zwangsläufig jeder angestellte Journalist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zum Sprachrohr seines Herrn, niemals aber zum Sprachrohr seiner Leserschaft und wenn ja, dann beruht es auf reiner Zufälligkeit. Diesem Diktat haben sich leider nur wenige entzogen, indem sie in Eigenständigkeit ihre wahre Meinung verkünden. Damit hat dann der aufmerksame Leser die Möglichkeit, die Welt in unterschiedlicher Beschreibung zu beurteilen und der Rest ist dann jedermanns ureigene Angelegenheit.

  9. Diese Nachricht kommt gut, nachdem ich erst diese Woche lesen musste, die BILD (Blöd) ZEITUNG hätte wieder eine höhere Leserschar……. 

     

  10. Tja, gegen das Internet kommen selbst die großen Schmierblätter nicht an – das Internet ist nicht nur schneller sondern auch "Weltweit" für fast alle lesbar, man ist nicht mehr auf Lügenblätter angewiesen die  mit Regierungen unter einer Decke sitzen und dementsprechend (nicht ) berichten oder eben nur einseitig ……

  11. Israel ist ein wunscherschönes und abwechslungsreiches Land mit vielen tausend Jahren Tradition. Schicken wir doch öfter mal Kataloge mit Reiseangeboten nach Israel an die Chefs der Massenmedien, damit sie sehen, wie attraktiv ihre Heimat ist! Und wünschen wir ihnen eine beglückende Alija (hebr. für Heimkehr)! Mit ihrer Erfahrung werden sie sogar ihren Landsleuten Auswege aus der monokulturellen Einöde nahebringen: http://www.geneticsandsociety.org/article.php?id=7058 und http://www.youtube.com/watch?v=7f9ni8R13P4

  12. Mit der ausländischen Unterwanderung der Verlage werden und wurden die Medien zunehmend zu politischen Destabilisierungs-Instrumenten im Inneren der Länder. Sie unterstützen die heimische Subversionspolitik und die Wühlarbeit der NGOs! Nur durch wirtschaftliche Aushungerung kann man ihnen den Boden entziehen!

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