Es fehlt ein Gleichgewicht der Mächte

Die aktuelle US-Außenpolitik macht wieder einmal deutlich, dass es der Welt an einem Gleichgewicht der Mächte mangelt. Eine einzige Supermacht ist zu gefährlich.

Von Marco Maier

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der EU- und NATO-Integration großer Teile Osteuropas erreichte das US-Imperium eine größere Machtfülle als jemals zuvor. Doch in den letzten Jahren fand Russland zur Stärke zurück und auch die Volksrepublik China stieg zur militärischen Großmacht auf. Dennoch macht sich die US-Dominanz global immer noch bemerkbar.

Für die Welt selbst ist dies keine gute Sache. Denn das US-amerikanische Motto, wonach nicht jeder der explizit ein Freund der US-Geopolitik ist, automatisch als feindselig gilt, sorgt für ein repressives Klima in der Weltpolitik. Dort heißt es dann eben "im Zweifel für die USA", weil man keinen CIA-Regime-Change oder gar eine US-Militärintervention will.

Ansonsten gibt es genügend Marionettenregimes, wie in Deutschland, Japan oder Südkorea, die die Agenda des US-amerikanischen "deep state" vorantreiben und sich auch nur bedingt der kurzfristigen Politik diverser US-Präsidenten fügen. Siehe auch die Kritik an Trump aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, die jedoch weitestgehend eher oberflächlich wirkt.

Der US-amerikanische Exzeptionalismus, den man durchaus mit der Herrenrassen-Ideologie der Nationalsozialisten oder dem "Wir sind die Auserwählten" der Juden vergleichen kann, sorgt für doppelte Standards. Wie würden sich die USA denn fühlen, wenn die Chinesen oder Russen plötzlich auf die "Navigations- und Überflugsfreiheit" pochen würden, und dabei in die von den Vereinigten Staaten beanspruchten See- und Luftgebiete eindringten?

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Vor allem jedoch sind es nicht nur die Vereinigten Staaten von Amerika, die (mehr oder weniger berechtigte) Interessen in diversen Weltgegenden – wie im Nahen Osten oder in Fernost – vertreten, sondern eben auch Länder wie Russland oder China oder eben auch die Europäer. Das haben Washington und die Wall Street einfach zu akzeptieren. Aber auch die ganzen Vasallen und Alliierten der Amerikaner sollten sich im Klaren darüber sein, dass sie ihre eigenen vitalen Interessen verraten, indem sie ihre Köpfe bis zum Anschlag in den amerikanischen Hintern versenken.

Und noch mehr sollten sämtliche Länder, die heutzutage US-Militärbasen – von denen es weltweit mehr als 1.000 Stück gibt – auf ihrem Territorium dulden geschlossen hingehen und den Amerikanern erklären, dass sie nicht mehr länger willkommen sind. Denn jede Regierung die solche Militäreinrichtungen im eigenen Land duldet, unterstützt damit die völkerrechtswidrigen Kriege und Interventionen der Amerikaner weltweit.

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5 Kommentare

  1. "Es fehlt ein Gleichgewicht der Mächte"

    Das ist nur die halbe Wahrheit. Es fehlt jeglicheHaltung unsererseits, wie sie etwa Orban vorlebt..

    Unsere politischen Bastarde machen gemeinsame Sache mit dem Teufel.

  2. Das Gleichgewicht der Kräfte ist gegeben und deswegen haben wir auch seit 72 Jahren keinen Krieg mehr zwischen den Großmächten. Wenn Kriege, dann nur konventionell gegen kleinere Staaten und das meist ohne vernünftiges Ergebnis. Dort wo die Großmächte direkt aufeinanderprallen, in der Ukraine, Syrien und in Nordkorea kann man sehr genau sehen, wie vorsichtig sie taktieren, denn jede Agression könnte im Ernstfall für beide Seiten tödlich enden. Ohne eigenes Risiko wären bei allen drei genannten Ländern die Fronten schon längst geklärt, und deshalb kann man über Atomwaffen schimpfen solange man will, sie haben aber auch eine psychologische Schutzwirkung, ohne die konventionelle Kriege sicherlich schon in einem oder anderen Fall zwischen den Großmächten ausgebrochen wären. Das einzige was uns wiederfahren könnte, wäre ein irrtümlicher Atomangriff und wenn dies eintrifft, wäre ehedem alles in Schutt und Asche, hüben und drüben.

  3. die usa waren von anfang an schon bei der gründung und danach erst recht

    darauf ausgelegt mit dem ziel als die alleinige weltmacht zu herrschen

    wobei die usa natürlich nur vorgeschoben sind

    one world , neu weltordnung etc.

    china und vor allem rußland können vielleicht nicht so schnell militärisch besiegt werden daher versucht s man ja auch von innen heraus

    mit den ngo  s( für die kann man den ami s nur gratulieren wirklich eine geheimdienstliche meisterleistung )

    farben revolutionen etc.

    käufliche " demokraten " finden sich in jedem land 

    siehe ukraine oder nawalny in rußland etc.

     

  4. Unfassbar!!!! ZDF Journalist Wolfgang Herles: „Wir müssen so berichten, wie es Frau Merkel vorgibt“

    https://lichterschein.com/2017/02/28/unfassbar-zdf-journalist-wolfgang-herles-wir-muessen-so-berichten-wie-es-frau-merkel-vorgibt/comment-page-1/#comment-917

    ZDF Journalist: Es gibt Anweisungen von ganz oben.

    Das Schweigekartell bröckelt ….

    … und „IHR ALLE“ solltet jetzt endlich erkennen was wirklich abgeht!

    WDR Indendant Tom Buhrow verneinte es jüngst ausdrücklich. Doch Zweifel blieben. Jetzt sagt ein leitender ZDF-Journalist: Wir müssen so berichten, wie es Frau Merkel gefällt: “Das ist Regierungsjournalismus”.

    Der Journalist und Publizist Wolfgang Herles, der jahrelang für das ZDF in leitenden Positionen tätig war, hat konstatiert, dass es im Sender “Anweisungen von oben” gebe.

    “Auch im ZDF sagt der Chefredakteur, `Freunde, wir müssen so berichten, dass es Europa und dem Gemeinwohl dient`. Und da muss er in Klammer gar nicht mehr dazu sagen, `wie es der Frau Merkel gefällt`”, so Herles am Freitag im “Deutschlandfunk”.

    Solche Anweisungen habe es auch früher schon gegeben.

    “Es gab eine schriftliche Anweisung, dass das ZDF der Herstellung der Einheit Deutschlands zu dienen habe. Wir durften damals nichts Negatives über die neuen Bundesländer sagen – heute darf man nichts Negatives über die Flüchtlinge sagen – das ist Regierungsjournalismus”.

    »»» Zitat aus dem DLF-Interview:

    Wolfgang Herles: “Wir haben ja das Problem, dass – jetzt spreche ich wieder überwiegend vom Öffentlich-Rechtlichen – dass wir eine Regierungsnähe haben. Nicht nur dadurch, dass überwiegend so kommentiert wird, wie es der Großen Koalition entspricht, dem Meinungsspektrum, sondern auch dadurch, dass wir vollkommen der Agenda auf den Leim gehen, die die Politik vorgibt.

    Das heißt, die Themen, über die berichtet wird, werden von der Regierung vorgegeben…..ALLES LESEN !!!!!!

     

     

    Kommentar

    Der aufmerksame Beobachter und auch Leser der Presse anderer Länder weiß schon lange, dass bei uns die Presse im Auftrag der Regierung lügt, ja noch schlimmer auch noch Kriegshetze betreibt…..besonders gegen Russland.

    Wer also bei der nächsten Wahl so blöde ist und die Oberlügner CDU-CSU-SPD oder GRÜNE wählt dem kann man wirklich nicht mehr helfen !!!

    In den USA ist es umgekehrt, dort sind die Herren der Presse Rothschild, die Waffenlobby und die Banker.

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