Dollardrache. Bild: Flickr / soofazone CC BY 2.0

Der chinesische Mischkonzern Fosun sucht weitere Übernahmekandidaten in Deutschland. Offenbar scheinen deutsche Unternehmen gewinnträchtig zu sein.

Von Marco Maier

Deutsche Unternehmen gehören zu beliebten Beteiligungs- und Übernahmeobjekten für chinesische Konzerne. Der 1992 gegründete Mischkonzern Fosun International, der mehrere Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, übernahm mit der Arag Lebensversicherungs-AG kürzlich ein Unternehmen mit 322.000 Lebensversicherungsverträgen und Kapitalanlagen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Die deutsche Bank Hauck & Aufhäuser gehört bereits zum Fosun-Imperium. Am Hamburger Modehaus Tom Tailor ist man beteiligt.

Gegenüber dem "Handelsblatt" sagte die Vizechefin des Unternehmens, Kang Lan: "Wir schauen in Deutschland und in Europa nach guten Investitionsmöglichkeiten. In Deutschland sind mehrere Teams aktiv dabei, konkrete Chancen auszuloten". Dabei dürfte man versuchen, das aktuelle Portfolio in Sachen Branchen und Produkte zu verbreitern.

Von den strikteren Kapitalrestriktionen der chinesischen Regierung sieht sich das börsennotierte Unternehmen nicht betroffen. Kang glaubt, dass es der Regierung in Peking nicht darum geht, Auslandsinvestitionen generell zu unterbinden, sondern nur darum, Übertreibungen zu verhindern: "Der Staat unterstützt dabei, dass das Kapital in die richtigen Projekte fließt", sagte sie.

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Scharf grenzt die Vizechefin den Konzern von internationalen Finanzinvestoren ab: "Wir sind keine Investoren, die nach einer gewissen Zeit wieder aussteigen wollen. Unser Engagement ist langfristig ausgerichtet." Unternehmen, die übernommen wurden oder an denen man beteiligt ist, will man beim weiteren Wachstum unterstützen.

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4 KOMMENTARE

  1. Ich bin mal gespannt wie lang man sich die Chinesische Wirtschaftspolitik noch als passiver Beobachter aus dem Kanzleramt anschaut.

    Hauptsache es geht gegen Trump und Putin. Alles andere is den Merkeljüngern offenbar scheissegal und wird toleriert.

  2. Der Auftrag lautet doch : Deutschland an die Wand fahren und am besten die

    Scheixx Bevölkerung direkt mit entsorgen. Das hat die SED-Parteisekretärin doch bisher

    gut umgesetzt und es stört ja auch keinen. Alle jubeln und wählen sie

    wieder, diesmal als Königin der EU. Mission accomplished !

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