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Neueste Daten zeigen, dass der deutsche Außenhandel erneut stark zulegte. Für die Target-2-Salden ist die Entwicklung jedoch weniger vorteilhaft.

Von Marco Maier

Deutschland hat laut vorläufiger Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Mai Waren im Wert von 110,6 Milliarden Euro exportiert und gleichzeitig Waren im Wert von 88,6 Milliarden Euro importiert. Damit liegen die Ausfuhren um 14,1 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, die Importe sogar um 16,2 Prozent.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai mit einem Überschuss von 22,0 Milliarden Euro ab. Im Mai 2016 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +20,7 Milliarden Euro betragen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai Waren im Wert von 64,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 57,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2016 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 11,8 Prozent und die Importe aus diesen Ländern um 13,2 Prozent.

In die Länder der Eurozone wurden im Mai Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro (+13,4 Prozent) geliefert und Waren im Wert von 39,1 Milliarden Euro (+12,6 Prozent) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai Waren im Wert von 23,5 Milliarden Euro (+9,2 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 18,7 Milliarden Euro (+14,6 Prozent) von dort importiert. In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Mai Waren im Wert von 46,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 30,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Mai 2016 nahmen die Exporte in die Drittländer um 17,3 Prozent zu, die Importe von dort stiegen um 22,3 Prozent.

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Das heißt aber auch: Bei den Target-2-Salden wachsen die Forderungen Deutschlands gegenüber den anderen EU-Staaten weiterhin an. Die Deutschen produzieren Waren, die schlussendlich nur mit Schulden "bezahlt" werden. Angesichts des anhaltend hohen Außenhandelsüberschusses wird sich das auch in absehbarer Zeit nicht ändern.

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6 KOMMENTARE

  1. Die Zahlen verschweigen, dass dieser Handel vielfach auf Veredelung von Halberzeugnissen basiert.

    Wenn z.B. Porsche Einzelteile oder Baugruppen in Ungarn herstellen läßt, so importiert es  diese nach Deutschland, wo sie endmontiert und dann als fertige Autos exportiert werden.

    Die Produktion findet dann hauptsächlich im osteuropäischen Ausland statt. Durch die Endmontage und den Export wird zwar die Außenhandelsbilanz aufgebläht, es findet hier jedoch wenig Erwerbseinkommen statt. Obendrein sind die Arbeiter in Deutschland dann noch Zeitarbeiter mit Mindestlohn.

    Der Effekt ist der, dass die Außenhandelsbilanz einen Rekord nach dem anderen bricht, während im Inland die Kinderarmut um sich greift.

    Nur wenn die Produktion im Inland mit hohen Löhnen stattfindet und Steuerflucht verhindert wird ist Export volkswirtschaftlich sinnvoll – vorausgesetzt das Ausland bezahlt die Exporte nicht mit ungedeckten Schecks wie den Target2-Salden.

    Die EU-Osterweiterung hingegen hat in Deutschland die Löhne zerstört und für Massenarbeitslosigkeit durch Produktionsverlagerungen gesorgt.

  2. Wieder deutlich mehr Aus- als Einfuhr: Die Deutschen arbeiten, das Ausland nutzt die deutschen Erzeugnisse. Das ist Versklavung. Die hochfinanzfaschistisch versauten Gewerkschaftsbosse und ihr TTIPpelbruder Gabriel loben ihre Sklaven als "Exportweltmeister".

    • Da die über Target2 "exportierten" Waren nicht von den Empfängern bezahlt, sondern bei Target2 "angeschrieben" werden, bezahlt der deutsche Steuerzahler diese sogenannten Exporte. Die Salden/Schulden gegenüber der Bundesrepublik haben sich bereits auf ca.800 Milliarden summiert und werden wahrscheinlich nie bezahlt werden (ist auch so eingeplant). Von Versklavung kann man aber nicht sprechen, da die Arbeiter ganz normal entlohnt werden, ebenso werden die Herstellerfirmen bezahlt – von  unseren Steuergeldern.

      Das Target 2 ist ein gewolltes System zur systematischen und verschleierten Enteignung Deutschlands. Ein anderes SYstem heißt ESM. Hierbei kann der Gouverneursrat  in Straßburg Milliardenbeträge aus den €uro-Haushalten entnehmen "unwiderruflich und unwiederbringlich". Über die Verwendung gibt es keine demokratische oder parlamentarische Kontrolle mehr. Das nennt man totalitär.

       

  3. Was hat eigentlich der Deutsche Michel von dem ganzen Scheiß ? Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum – aber für wen ?

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