Am Wochenende veröffentlichte Peking Reformpläne, welche den Finanzsektor zur Stärkung der Realwirtschaft animieren sollen. Auch systemische Risiken sollen bekämpft werden. Man strebt auch eine Entschuldung der Wirtschaft an.

Von Marco Maier

China müsse die Führung der Kommunistischen Partei über die Finanzarbeit verstärken, an der Grundstimmung des Strebens nach Fortschritt bei gleichzeitiger Beibehaltung der Stabilität festhalten und die Regeln der finanziellen Entwicklung respektieren, so Präsident Xi Jinping auf einer zweitägigen Konferenz über die Finanzarbeit, die am Samstag zum Abschluss kam. Diese wird seit nunmehr zwanzig Jahren alle fünf Jahre abgehalten und gilt als richtungsweisendes Instrumentarium.

Demnach wurden bei dem Treffen drei Aufgaben besonders hervorgehoben: Erstens die Verbesserung der Unterstützung des Finanzsektors für die Realwirtschaft, zweitens die Eindämmung von Finanzrisiken und drittens die Vertiefung der Finanzreformen. Die Unterstützung der Realwirtschaft sei die Pflicht und Schuldigkeit sowie das Ziel des Finanzsektors und der fundamentale Weg, sich gegen Finanzrisiken zu wappnen, so der chinesische Staatschef.

Der Finanzsektor solle die Service-Effizienz und -Qualität verbessern sowie mehr Ressourcen in große und schwache Bereiche der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung lenken, forderte Xi. Man priorisiere ie Förderung von Direktfinanzierungen, während man gleichzeitig die Struktur der indirekten Finanzierung optimieren wolle. Dazu sollen die großen staatseigenen Banken optimiert, sowie kleine und mittelgroße Banken, als auch private Finanzinstitutionen entwickelt werden.

Xi sagte außerdem, dass das Wappnen gegen systemische Finanzrisiken das ewige Thema der Finanzarbeit sei, und die Regierung solle stärkere Initiativen ergreifen, um Risiken zu überwachen, vor ihnen zu warnen und mit ihnen umzugehen. Ziel der Regierung sei es auch, die Wirtschaft zu entschulden, indem eine umsichtige Geldpolitik verfolgt werde. Auch wolle man die Reduzierung der Verschuldung zur Priorität machen, so Xi.

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One thought on “China: Reformpläne sollen Realwirtschaft unterstützen”

  1. Vor rund 15 Jahren schrieb mir ein Börsentyp: Die Chinesen arbeiten fleißig und liefern günstige Waren für den Wal-Mart in die USA; die USA liefern zum Ausgleich bedrucktes Papier. Haben die Chinesen nun endlich den faulen Handel durchschaut? Die Chinesen dürfen das ja wohl durchschauen. Ob es die Deutschen oder die Japaner dürfen, ist fraglich. Deutsche und Japaner durften in den 1930er Jahren die globale US-Finanzblutsaugerei nicht durchschauen, sondern es wurde gegen sie per Hochfinanz-Lügenpresse und Sanktionen gehetzt.

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