Bund gibt weniger Geld für Förderung Arbeitsloser aus

Die Bundesregierung hat die Pro-Kopf-Ausgaben für die Weiterbildung und Wiedereingliederung von Arbeitslosen im Laufe dieser Legislaturperiode weiter zurückgefahren.

Von Redaktion

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach investierte der Bund im vergangenen Jahr für jeden erwerbsfähigen Arbeitslosen 781 Euro in aktive Fördermaßnahmen wie Weiterbildung. 2013 waren es dagegen noch 806 Euro.

Laut dem Haushaltsansatz von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hätte der Bund 2016 eigentlich 962 Euro pro Kopf für die Eingliederung ausgeben sollen, wie aus dem Papier hervorgeht. Das geschah jedoch nicht, weil Nahles tief in den Topf für Eingliederungsmaßnahmen greifen musste, um stark steigende Verwaltungsausgaben in den Jobcentern aufzufangen. 2016 mussten dem Papier zufolge rund 750 Millionen Euro, die eigentlich für die Förderung vorgesehen waren, dafür umgeschichtet werden.

"Ministerin Nahles singt das Hohelied der Qualifizierung und der Weiterbildung", sagte Grünen-Politikerin Brigitte Pothmer. "Für viele Arbeitsuchende sind das aber nur leere Worte." In sie sei 2016 weniger investiert worden als 2013. "Das steht in krassem Widerspruch zum Bedarf", so Pothmer. Knapp 60 Prozent der Langzeitarbeitslosen habe keine Berufsausbildung, jeder Fünfte habe keinen Schulabschluss.

In der Regierungsantwort rechtfertigt das Arbeitsministerium die Umschichtungen. "Erfolgreiche Eingliederungsarbeit ist nicht nur durch Maßnahmen, sondern durch die Betreuung in den Jobcentern bedingt, die sich in der Entwicklung der Verwaltungskosten widerspiegelt", heißt es in dem Papier.

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15 Kommentare

  1. Warum für Wiedereingliederung oder Förderung Geld ausgeben?

    Tür auf! Und schon spazieren die höchstqualifizierten Fachkräfte aller Berufszweige herein – kostenlos, talentiert, hochmotiviert.

    Demnächst wird es staatliche Förderung für Deutsche nur noch geben, wenn diese einen Arabisch- oder Integrationskurs machen wollen. Denn irgendein Rechnungshof wird bald feststellen, dass es günstiger käme, die wenigen Deutschen an die Neubürger anzupassen, als anders herum.  

  2. Das sind genau die Kosten, die für die Gehaltserhöhungen der Jobcenter-Mitarbeiter anfielen.

    Diese Gehaltserhöhung wurde von der Gewerkschaft VERDI "erkämpft", obwohl bekannt war, dass die finanziellen Mittel dafür nicht vorhanden sind.

    Chef der Gewerkschaft VERDI ist der Grünen-Politiker und Bilderberger Frank Bsirske.

    Das vergaß, die im Artikel aufgeführte Grünen-Politikerin, Brigitte Pothmer, hinzuzufügen.

    Im ersten Jahr hatten die Jobcenter die Gelder illegal aus den Mitteln für Qualifizierungsmaßnahmen von Langzeitarbeitslosen abgezweigt. Also kriminell gehandelt. Danach wurde durch die Ministerin diese kriminellen Handlungen legalisiert.

  3. Es gab keine Förderung oder Wiedereingliederung, allenfals kurzfristige Hungerjobs ohne Einstellung weil die Leute dann zu teuer wurden. Das Geld wird verpulfert für unsere lieben Refuges den sogenannten Facharbeitern. Heute wurde schon wieder einer in unseren Supermarkt erstochen, Steit zwischen Albanern und Türken. Man kann nicht mal mehr unbewaffnet einkaufen gehen. Das sind Zustände, man kann es nicht begreifen.

  4. Mal eine kleine Anektdote aus meinen Erfahrungen mit der Arge:

    Also ich auf Hartz4 war, habe ich mir einen ganzen Fächer von Weiterbildungskursen bei der IHK rausgesucht, die ich besuchen wollte und die mich beruflich erheblich weiterqualifiziert hätten. Damit rechnete ich mir deutlich bessere Beschäftigungschancen aus, da ich dann für weitere Aufgaben qualifiziert gewesen wäre.

    Die Beschreibungen der Kurse druckte ich aus und ging damit zur Arge. Die Tante dort schaute sich das an, beriet sich mit ihren Kollegen und teilte mir dann mit, dass man keinen dieser Kurse bezahlen würde, da ich ja keinen Job in diesem Bereich hätte.

    Die Begründung fand ich ziemlich dämlich, da man manche Jobs ja erst bekommt, wenn man eine gewisse Qualifikation vorweisen kann. Das juckte die Tante bei der Arge aber nicht.

    Dann fragte ich, ob man mir wenigstens einen Staplerschein bei der DEKRA bezahlen würde, damit ich mich auf Lagerarbeiterstellen bewerben könne – aber auch das wurde von der Arge abgelehnt.

    Die Arge hat mir am Ende überhaupt nichts an Weiterbildung finanziert. Ich habe dann eine staatliche Abendschule gefunden, wo ich kostenlos mein Abi nachmachen konnte.

    Die Arge versucht nur, die Arbeitslosen unter Androhung von Sanktionen in Sklavenjobs bei Zeitarbeitsfirmen zu verschachern. Nachschub für die Ausbeutung in den Unternehmen. An einer Qualifizierung und einem beruflichen Aufstieg des Arbeitslosen ist die Arge überhaupt nicht interessiert.

    1. Ein mit der Arbeitslosigkeit konfrontierter, der nicht stammelnd und gestikulierend labert, sondern noch immer versteht, waqs um ihn herum vor sich geht. Glückwunsch.

      Arbeitsamt & Co bilden zusammen mit bestimmten Dienstleistern eine Vereinigung nach § 129 StGB.
      http://www.google.de/url?q=https://dejure.org/gesetze/StGB/129.htm.html

      Das geht schon 20 J. so. Nur interessiert das niemanden.

      Bildungsinstitut KRONE sollte Betroffenen (Geschädigten) ein Begriff sein. Krone ist ganz oben in der Hierarchie der Kriminellen. Nur die deutschen Behörden sind noch weiter oben angesiedelt.

  5. Wer Menschen mit beliebig programmierbaren Computern verwechselt, redet viel von Ausbildung und Fortbildung. Menschen werden unter Drohungen von einer dämlichen Qualifizierungsmaßnahme zur nächsten dämlichen Qualifizierungsmaßnahme geschleust. Menschen werden gezwungen, Personalbüros bergeweise mit unsinnigen Bewerbungen zu nerven. Für diesen Psychoterror braucht man viele Bürokraten, die als sog. Arbeitsvermittler kontraproduktiv beschäftigt werden.

    Wie wäre es mit der Ausschaffung der Millionen fremden Rapefugees, Einbrecher, Schmarotzer, Betrüger und Lohndrücker? Und dann eine drastische Verkürzung der Arbeitszeit! Und schon reicht es für alle Volksgenossinnen und Volksgenossen. Für Fremde sind wir nicht verantwortlich, zumal wenn sie uns ohnehin nur auslachen, weil wir uns untertänigst von verkalkten Bürokraten zum Narren halten lassen, die kein produktives Unternehmen haben wollte.

    Das zu erkennen sind Diätenfresser zu doof.

  6. Die müssen nun die neuen Fachkräfte aus aller Welt unterstützen und dafür sollte man doch Verständnis aufbringen. Hier geht es einfach darum, daß diese falsche Politik nicht scheitern darf, denn das wäre der Untergang der Regierenden, also zwackt man überall etwas ab um es den Neubürgern zukommen zu lassen. Das hat Methode, die SED hat sich bis zum Schluß auch niemals geirrt.

  7. Einen smartdebilen Deutschen, der eh nur atmet, weil alle atmen, machen zwei Jahren Arbeitslosigkeit nicht besser. Er stammelt dann nur noch und gestikuliert im Takt fokusierter Ladekontrolllampen. Was soll bei solchen Lebensformen noch förderungswürdig sein?

    Ist schon ok so.

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