Braucht Deutschland ausländische Fachkräfte?

Geht es nach Arbeitgeber-Präsident Kramer, sollen gezielt ausländische Fachkräfte angeworben werden. Nicht nur Akademiker, sondern die ganze Berufspalette müsse im Fokus stehen.

Von Michael Steiner

Braucht Deutschland ausländische Fachkräfte? Geht es nach Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer, ist dies der Fall. Es müssten systematisch Fachkräfte aus anderen Ländern angeworben werden, "auch aus europäischen Nachbarstaaten, wo Arbeitslosigkeit herrscht", sagte Kramer den Funke-Zeitungen.

Es müssten nicht nur die studierten Informatiker aus Fernost sein, so der Arbeitgeber-Präsident. "Es geht um Facharbeiter, um Pflegekräfte. Es geht um die gesamte Breite der Berufspalette, nicht nur im Bereich der Akademiker", erklärte er. Es könnten laut Kramer auch junge Menschen sein, "die bei uns ihre Ausbildung machen und danach in den Fachkräftemarkt gehen". Die deutsche Wirtschaft müsse mehr im Ausland werben. "Vereinzelte Firmen machen das zwar bereits, aber dieser Prozess muss verstärkt werden", machte der Arbeitgeber-Präsident deutlich

Kramer betonte dabei, dass im Jahr 2030 insgesamt sechs Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter seien, sollte sich das nicht ändern. Derzeit sind 44 Millionen Menschen im Erwerbsleben, dann wären es nur noch 38 Millionen - ein Rückgang um rund ein Siebtel. Allerdings ist auch der Arbeitsmarkt im Wandel und die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung wird in den kommenden Jahrzehnten noch viele Arbeitsplätze vernichten.

Die Einwände, dass man so erhebliche Probleme mit der Rentenfinanzierung und der Infrastruktur bekäme, kann man so also nur bedingt stehen lassen. Denn: Man kann das Rentensystem auch von den Erwerbseinkommen etwas entkoppeln, indem man z.B. eine Rentensteuer auf Dividenden und Gewinnausschüttungen erhebt. Diese Fokussierung auf die Besteuerung von Arbeitseinkommen sorgt nämlich für eine sehr einseitige Abhängigkeit der Staatsfinanzen.

Hinzu kommt, dass eine massive Abwerbung von ausländischen Fachkräften auch zu einem "brain drain" in den Herkunftsländern führt, was deren Entwicklungschancen minimiert. Deutschland würde damit auch der eigenen Wirtschaft schaden, weil diese Länder dann weniger in der Lage sein werden, deutsche Produkte zu importieren. Insofern ist es fraglich, ob die massive Anwerbung von ausländischen Fachkräften so positiv sein wird.

16 comments

  1. Diese  " Fachkräfte " gibt es nicht. Nicht in dieser Anzahl. Woher sollen sie denn kommen. Afghanistan, Nigeria? Und wenn jemand etwas kann, z.B im IT-Bereich, der geht doch nicht nach Deutschland? Was will der hier. Schleche Bezahlung und ein Haufen Steuern. Die gehen z.B in die USA. Deutsch müssen sie nicht lernen und Englisch können sie mit Sicherheit. Das bringt ein IT-Beruf mit sich. In Silicon Valley fängt ein Praktikant ( der wirklch was drauf hat ) mit einem Anfangsgehalt von 4000 Dollar an. Das ist kein Scherz. Und arbeitet er z.B für Google, wohnt er frei und muss auch nichts für sein Essen bezahlen.

    In Deutschland will man auch die Könner, aber natürlich nichts dafür bezahlen. Und den Rest nimmt dir dann der Staat. Wer wirklich was drauf hat, macht um unser Land einen grossen Bogen. Ich würde dies tun.

  2. Arbeitgeber  die  Hungerlöhne wie inder 3. Welt zahlen  sind  Antidemokraten  und  schaden  sich im Endeffekt  selbst  !

  3. Natürlich benötigt jeder Staat, jede Industrie und jeder Wissenschaftsbereich auch ausländische Fachkräfte, Spezialisten.

    Doch diese Anzahl ist sehr übersichtlich und wird im Regelfall über Headhunter realisiert.

    Die anderen Fachkräfte gehen dorthin wo das Arbeitseinkommen, die Arbeitsbedingungen und das Umfeld stimmen und das ist nicht Deutschland.

    Was der Herr Kramer meint, aber nicht sagt, er will immer mehr Arbeitssklaven für die Billiglohnwirtschaft. Wenn dann diese Arbeitssklaven nicht mehr benötigt werden, dann werden sie über die deutschen Sozialkassen alimentiert. Die Unternehmen sind längst frei von jeder Verantwortung.

    Jede demographische Veränderung könnte auch als Herausforderung an den Ingenieurgeist angesehen werden, doch soweit denkt der Herr Kramer nicht. Die deutsche Wirtschaft setzt auf den einfachsten Weg - Senkug der Lohnkosten - der zwangsläufig, über die Zeit, in eine Sackgasse führen wird. Die ersten Auswirkungen haben wir schon. Die Erneuerungen aus den Unternehmen heraus finden kaum noch statt. Billig- und Niedriglöhner, wie auch unterbezahlte Techniker und Ingenieure identifizieren sich nun mal nicht mit den Unternehmen in denen sie tätig sind.

    Da hilft auch kein Motivationstraining und ähnlicher Schnickschnack, sie befördern nur die innere Kündigung der Miarbeiter.

  4. Alles klar, das sagt Kramer der Lobbyist der Arbeitgeber !

     

  5. Dietrich von Bern

    Wir haben inzwischen ca. 30 Mio ausländische 'Facharbeiter' und 'Spitzenkräfte' im Abzocken im Land. Gebracht hat's nix, denn die wirklichen Spitzenkräfte und Facharbeiter' werden weltweit umworben und meiden Deutschland wie die Pest.

    Die Gründe hierfür sind mannigfaltig, aber auch das niedribe Lohnniveau und die hohen Steuern sind ausschlaggebend:

    Blue-Card-Desaster – warum meiden Fachkräfte Deutschland?

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=19796

    Es geht wieder einmal darum, die Schleusen für weitere Millionen und Abermillionen strukturelle Analphabeten aus den märchenhaften Orient und Mama Afrika zu öffnen.

     

  6. Der Begriff Facharbeitermangel ist zum euphemistischen Synonym für Lohndumping und asoziale Arbeitsbedingungen mutiert. Beziehungsweise für die schamlose Rechtfertigung einer meines Erachtens inakzeptablen Migrationspolitik!

    Facharbeiter werden gebraucht, aber Deutschland und Europa insgesamt hätte genug Potential bei richtiger Bildung und Ausbildung!

    Durch die kommende Automatisierung und Robotosierung ist allerdings nur ein höheres Niveau bei gleichzeitiger quantitativer Absenkung der Zahl der Facharbeiter nötig!

    Die Mär von den gebrauchten Facharbeitern zielt nur auf die soziale Schlechterstellung der jetzigen Facharbeiter durch die Migration von Menschen, die diese ihnen zugesprochene Qualifikation in den meisten Fällen überhaupt nicht mitbringen!

    Und als Ausrede, den Coudenhove - Kalergi Plan weiterhin konsequent durchzuziehen!

     

  7. Das Märchen vom Facharbeitermangel - Fake News.

    Tatsächlich stehen in Deutschland und Europa sogar schon Akademiker auf der Straße, weil die Arbeitsplätze fehlen.

    Seit dem Freihandel mit China und der EU-Osterweiterung sind die Produktionsbetriebe reihenweise ausgewandert und hier fehlen die jetzt.

    Die Arbeitgeberverbände wollen mit dem Facharbeitermangel-Märche nur ein Überangebot an Arbeitskräften schaffen, mit dem sie die Löhne drücken können.

    Wenn die Arbeitgeber Facharbeiter haben wollen, können sie erst mal die Asi-Türken in Duisburg-Marxloh, die sie milionenfach nach Deutschland geholt haben zu Facharbeitern ausbilden. Dann liegen die auch nicht mehr den Deutschen auf der Tasche.

    Man sollte die Unternehmer den Unterhalt und die Abschiebekosten für die Asi-Ausländer zahlen lassen. Mal gucken, ob sie dann immer noch nach mehr Ausländern rufen.

  8. Fachkräftemangel ist Ideologie .

    Diese Ideologie hat Betreiber : Betreiber sind die, die sich durch Ausschaltung regionaler und kultureller Grenzen Gewinn erwarten .

    Gleichzeitig aufgebaut werden, das ist Teil dieser Ideologie, neue Grenzen , Grenzen die die masslose Ungleichverteilung des Kapitals schützen , das Risiko den Arbeitern und Angestellten zuteilen.

    Diese Entwicklung ist heute unter "liberale Marktwirtschaft" radikal dominant.

    Für die arbeitenden Menschen, für regional funktionierende Gesellschaften, für die große Mehrzahl der Menschen weltweit, ist diese Entwicklung eine Katastrofe , da Ausbeutung und Entrechtung und Freiheitsbeschränkung die Folge dieser "liberalen Marktwirtschaft" , die auch gerne als "liberale Demokratie" verkauft wird, sind .

  9. Rolf Weichert

    Die Fachkräfte die Deutschland wirklich braucht gehen lieber nach. Die Landleute die nach Deutschland flüchten sind für die tatsächliche Kräfte z.B. aus Asoziale mit dene Sie nciht zu tun haben wollen. Aus diesem sind es selbst für Arbeitsgeber ein Kosten faktor z.B. höhere Steuer obwohl Sie es nciht wahrhaben wollen!

  10. Natürlich brauchen wir Fachkräfte. Der Deutsche Arbeiter gut ausgebildet ist ja sogar zu blöde Frauen zu vergwaltigen mit Drogen zu handeln und sonstige Verbrechen zu begehen. Sowas passt natürlich nicht in unsere erzwungene Muli Kulti Gesellschaft.

  11. Das einzige was Sprunghaft gestiegen ist seitdem die Fachkräfte Anfang der 60 ger Jahre kamen sind die Sozialausgaben.

    Es wurde über eine Billionen mehr an Sozialausgaben an Facharbeiter bezahlt als diese 

    eingezahlt haben.Um die Sozialkassen zu Plündern lohnt sich eine Fachkraft allemal.

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