Die Saudi-Spieler interessieren sich nicht für die Schweigeminute. Bild: Youtube

Die Saudis sind immer wieder mal für einen Eklat gut. Dieses mal gab es beim Qualifikationsspiel für die Fußball-Weltmeisterschaft in Australien keine Schweigeminute für die Terroropfer in London.

Von Michael Steiner

Schweigeminuten vor sportlichen Ereignissen haben Symbolcharakter. Doch Saudi-Arabiens Fußball-Nationalmannschaft sorgte beim Qualifikationsspiel in Adalaide, Australien, für einen Eklat. Denn bei einer Schweigeminute für die Opfer der jüngsten Terroropfer in London interessierte sich eine Reihe von Saudi-Spielern nicht dafür und führten ihre Aufwärmrunde fort.

So stellte sich die australische Startelf nebeneinander am Mittelkreis auf und gedachte der Terroropfer, während einige Saudi-Spieler ihre Lockerungsübungen fortführten und nur einige der Spieler des Gästeteams mit hinter dem Rücken verschränkten Armen stehen blieben. Für die Mehrheit der Zuschauer war dies eine eindeutige Geste des Disrespekts der Spieler aus der islamistischen Golfmonarchie.

Der australische Fußball-Verband (FFA) teilte den Medien des Landes mit, dass die Saudis zwar den Toten gedenken wollten, dies allerdings in deren eigenen kulturellen Art und Weise. Eine Schweigeminute stünde "nicht im Einklang mit ihrer Kultur". Als "Dank" für ihr respektloses Verhalten gegenüber den Opfern von Islamisten wurden die Saudis dann von den Zusehern mit Pfiffen und Buhrufen versehen.

Das Ergebnis des Spiels war dann übrigens ein 3:2 für Australien, welches beim Confed-Cup Vorrundengegner der deutschen Mannschaft war. Damit konnten die Australier punktemäßig mit Japan und Saudi-Arabien gleichziehen und somit auch mit 16 Punkten auf Rang drei aufrücken.

8 KOMMENTARE

  1. Aus einer anderen Perspektive betrachtet kann das Verhalten der Saudis sinnvoll erscheinen.

    Denn es ist von dern Veranstaltern abgrundtief heuchlerisch, wenn man eine Schweigeminute für ca. 20 englische Kriegsopfer veranstaltet, jedoch die 3000 Opfer von Obamas Drohnen in Pakistan komplett ignoriert.

    Und was ist mit den 1000 totgebombten Palästinensern aus Gaza? Ebenfalls ein vom Westen ignoriertes Kriegsverbrechen.

    Letzte Woche hat die US-Airforce in Syrien mehr als 20 Zivilisten totgebombt, angeblich aus Versehen – und dafür gibts keine Schweigeminute?

    Man sieht, in der Schweigeminute in Australien liegt eine Menge Zynismus und Menschenverachtung, wenn nicht gar Rassismus. Die Ermordung von Engländern ist ein Drama, die Ermordung von Arabern ist den Veranstaltern hingegen egal.

    Das Verhalten der saudischen Spieler ist also wohl nicht verwerflicher als das der Veranstalter.

    Ich vermute, beide Seiten verfügen nicht über soviel Integrität, um die Opfer beider Seiten zu bedauern.

  2. Mit Ergeiz und Patriotismus hat Fußball schon lange nichts mehr zu tun und das führt dann unter Umständen auch zu solchen seltsamen Verhaltensweisen. Der Fußball von heute wird mit modernen Söldnertruppen gestaltet und der Generalissimus entscheidet was Sache ist. Die römischen Spiele waren ähnlich, wenn auch unfreiwillig und mit dem qualitativen Unterschied, daß man sich zur Erbauung gegenseitig totschlagen mußte. So gehen die Veranstaltungen lustig weiter und es ist nicht auszuschließen daß der Kick eines Tages aus Umsatzgründen erhöht wird und gekaufte Mannschaften gegeneinander antreten, wie damals im alten Rom. Bei dieser irren Gesellschaft ist alles möglich.

  3. Das ist ein plakatives Beispiel! Diese 11 Moslems sind sicher nicht alle Terroristen die auch zur Tat schreiten werden aber sie sind  a l l e  gleichgesinnt! Gemeinsam symbolisieren sie das Zeitbomben- Potential der islamischen Gesellschaft. Wer solches zu sich einläd legt die Lunte die sich jederzeit entzünden kann.

    • Nachtrag: Eine solche Politik kann nicht anders bezeichnet werden als eine massenmörderische gegen die eigene Gesellschaft, was sich in der Realität bereits laufend bestätigt.

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