Riesengewinne auf Kosten der Gesundheit, das ist das Ergebnis dessen, dass dieser Sektor privatisiert ist. Ein öffentliches Gesundheitssystem mit staatlich finanzierter Forschung und Entwicklung wäre deutlich sinnvoller – und vor allem billiger.

Von Marco Maier

Eigentlich müsste das gesamte Gesundheitswesen in öffentlicher Hand liegen. Nicht nur die Krankenhäuser, sondern auch die Hersteller von Medikamenten. Denn angesichts der Tatsache, dass sich mit einigen "Zivilisationskrankheiten" doch sehr gut Geld verdienen lässt, während eher seltene Krankheiten kaum Beachtung finden, erleben wir eine gewaltige Fehlentwicklung.

Bei den Pharmaprodukten handelt es sich immerhin um ein Billionen-Dollar-Geschäft und wer sich die Differenzen zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreisen einmal ansieht, erkennt, welches Schindluder damit getrieben wird. Denn rein am Forschungsbudget liegt es sicherlich nicht, zumal dies bei den meisten Pharmakonzernen deutlich geringer ist als das Werbebudget.

Geforscht wird ohnehin vor allem nach Medikamenten, mit denen sich das meiste Geld verdienen lässt. Zu glauben, dass es hierbei um "Heilmittel" geht, ist reichlich naiv. Kühe muss man melken, so lange sie noch Milch geben. Das heißt zum Beispiel bei Krebserkrankungen: Das Leiden so lange wie möglich hinauszögern. Jeder Tag mehr, den ein Krebskranker im Krankenhausbett verbleiben muss, bringt weitere tausende an Dollars bzw. Euros ein. Man könnte sagen, es handelt sich hierbei um ein Bombengeschäft auf dem Rücken von kranken und leidenden Menschen.

Man braucht sich ja nur einmal anzusehen, wie Krankenhäuser bzw. Krankenkassen mit den Pharmakonzernen um Preise für Medikamente feilschen müssen. Egal ob man nun eine gesetzliche, eine private oder aber auch gar keine Krankenversicherung hat – unter Umständen kommt eine Behandlung so teuer, dass man Haus und Hof verliert.

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Viel besser wäre es doch, wenn man wieder (mit ordentlichen Mitteln) an den Universitäten forschen könnte, wenn staatliche (oder auch überstaatliche) Institutionen gegründet werden, die neue Medikamente entwickeln und produzieren. Finanziert aus staatlichen Mitteln und schlussendlich zum Selbstkostenpreis verkauft. Das heißt: Anstatt Leiden hinauszuzögern um möglichst große Profite zu machen gälte es dann, Krankheiten möglichst schnell zu heilen um Ressourcen zu sparen. Die Medikamente wären dann im Schnitt wohl wahrscheinlich um 50 bis 75 Prozent billiger und effektiver.

Angesichts dessen, dass die Pharmaindustrie heute gerade einmal maximal 20 Prozent des Gesamtbudgets in Forschung und Entwicklung steckt, der Großteil jedoch in Verwaltung, Marketing und Vertrieb, darf man sich nicht wundern, wenn es in diesem Sektor faktisch keine Innovationen mehr gibt. Vor allem jedoch stammen ohnehin über vier Fünftel aller Gelder für die Grundlagenforschung in der Medizin aus öffentlichen Mitteln. Ein Umstand, der auch nachdenklich machen sollte.

Wir brauchen keine private Pharmaindustrie, die lediglich zur Bereicherung einer kleinen Gruppe Menschen dient. Wir brauchen ein öffentliches Gesundheitssystem, welches auch diesen Namen verdient. Profitorientierung steht diesem jedoch im Weg.

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9 thoughts on “Verbietet die Pharmaindustrie!”

  1. Ist mit der Lebensmittelindustrie das Letzte. Kauft nicht bei …..(Krimiellen).

     

    Kaufts nur weiter bei der Industrie ein, die Pharmaheinis haben eh was für EUCH!!

  2. Zweifellos hat ein privatwirtschaftliches Pharmaunternehmen einen Interessenskonflikt.

    Denn das primäre Ziel einer Aktiengesellschaft ist es, für die Aktionäre maximal Profit herauszuschlagen. Den maximalen Profit bringt aber nicht einer gesunder-, sondern ein chronisch kranker Patient.

    Insofern hat ein privates Pharmaunternehmen die völlig falsche Zielsetzung und wird die Kranken möglichst krank halten. Die Verstaatlichung ist da offensichtlich das Ultima ratio.

    ————————————–

    Stichwort Forschung

    Man hört, dass die großen Durchbrüche in der Forschung nicht von den Konzernen gemacht werden, sondern von Wissenschaftlern an den Unis. Diese überlassen die Produktion und Vermarktung dann den Konzernen.

    Mit anderen Worten, die Forschung erfolgt meißtens eh im staatlichen Rahmen, da muß nicht noch ein privater Konzern daraus Profit schlagen und die Medikamente unnötig verteuern. Das ist völlig überflüssig.

  3. Das Aktienwesen ist nur eine Geldvermehrungsmaschine der ehedem Reichen und so liegt es in der Natur der Sache, daß die Produzenten aufgrund ihre Aktionäre hohe Gewinne abwerfen müssen und das können sie nur, wenn produziert wird auf Teufel komm raus, hauptsache es wirkt vordergründig bei den Anlegern, der Patient ist nur Mittel zum Zweck oder man könnte auch sagen ein notwendiges Übel. Wer nicht spurt, dem entzieht man seine Aktienanteile und das wäre dann in zweifacher Hinsicht das Ende eines Unternehmens und die Arbeitslosigkeit der Mitarbeiter. Wenn man den Menschen in der Vordergrund rücken will, kann es tatsächlich nur über öffentlich regulierte Anstalten erfolgen, obwohl auch hier sicherlich Mängel vorhanden sein werden. Die Gesundheit aber mit überzogenen Forderungen zu bewahren ist genauso schädlich, sowohl für`s Portemonaise alsauch für den Kranken. Das ganze Problem liegt schon seit hunderten von Jahren in unserem Geldsystem, das von wenigen ganz brutal zur eigenen Bereicherung benutzt wird und die Mehrheit läßt man mit ihren Alltagssorgen allein. Selbst der Tod kostet noch Geld und weil viele noch so anständig sind halten sie für dieses letzte Ereignis noch ein paar Tausender zurück. Darüber muß sich der Ausbeuter keine Gedanken machen, im Gegenteil, er wird hochdekoriert und mit salbungsvollen Worten zu Grabe getragen und ist im Tiefsten der gleiche Mensch mit allen Fehlern und Schwächen, wie die anderen.

  4. 1. Manche Medikamente basieren auf Blutspende. Der Spender will Kranken helfen, nicht den vermittelnden Firmen und Stiftungen.

    2. Die Wissenschaft ist laut Grundgesetz frei, aber nicht der Wissenschaftler.

  5. Da fällt mir gerade etwas nach Wilhelm Busch klingendes ein (ist aber nicht von ihm):

    Die größte Gefahr für Doktors Brot,
    ist die Gesundheit und der Tod.
    Darum, damit er ewig lebe,
    hält er Dich zwischen beiden in der Schwebe.

    Wie steht es um die Heilung bei Herzinfarkt, Diabetes, Krebs und Schlaganfall?

    Der letzte Satz meines Doktors nach einem Herzinfarkt 2009. "Wir haben sie gerettet und diese Medikamente müssen Sie für den Rest des Lebens nehmen". Mache ich aber schon 5 Jahre nicht mehr.

  6. Oh nein. Das ist nicht das Ergebnis der Privatisierung. Das ist so, weil jeder, absolut jeder Gesundheitsminister sich dieser Branche wie ein Baby auf den Schoß setzt und den Daumen lutscht.

    Der Gesetzgeber verhindert jede Konkurrenz und verleiht ein paar wenigen Großkonzernen Allmacht.

    Das Gesundheitsministerium ist praktisch ein Teil dieser Mafia-Matadore.

  7. Wir werden uns noch wundern, was noch alles privatisiert werden soll. 

    Die Pharmaindustrie war schon immer ein krimineller Verein der mit unsere Gesundheit spielt  – genauso wie so manche Ärzte,  Apotheker, Krankenkassen,Pflegedienste, Altenheime und Krankenkassen .

    Und die Merkelregierung guckt seit Jahren zu und hat nichts anderes zu tun, als es zu ignorieren oder schönzureden.

  8. Das nächste was bald kommt und Teil des NWO Planes ist, ist die Durchimpfung aller Völker oder Kinder – und die seit Jahren z.B. von einem der Reichsten (Bill Gates) gefordert wird.

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