USA: Der Automarkt bricht weiter ein

Trotz Rabatten und Sonderangeboten kaufen die Amerikaner immer weniger Autos. Man erwartet ein desaströses Jahr für den US-Automarkt.

Von Marco Maier

Im Mai wurden in den USA insgesamt knappe 1,5 Millionen Neuwagen zugelassen. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat und auch in diesem Jahr bereits der fünfte Monat in Folge, in dem der US-Automarkt kein Plus vorweisen konnte.

Zwar sind Pick-up-Trucks und SUV weiterhin gefragt, doch bei den kleineren Autos gibt es kein Licht am Horizont. Das heißt aber auch: Jene, die sich die teureren Wagen kaufen können, tun dies weiterhin, doch jene die ein billigeres Auto brauchen, können sich diese zusehends nicht mehr leisten.

Inzwischen geht man davon aus, dass es in diesem Jahr zum ersten Absatzminus seit 2009 kommen wird, obwohl der Sprit weiterhin günstig und die Finanzierungszinsen immer noch recht niedrig sind. Allerdings sieht sich die US-Automobilwirtschaft auch mit einer Subprime-Bombe bei den Autokrediten konfrontiert.

Bei General Motors und Fiat Chrysler lag das Minus bei den verkauften Neuwagen in den ersten fünf Monaten des Jahres demnach bei einem Prozent, Toyota verzeichnet einen Verkaufsrückgang um ein halbes Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Indessen erholt sich Volkswagen vom Abgasskandal und verzeichnet ein Plus von 4,3 Prozent, Ford kann mit Plus 2 Prozent ebenfalls zulegen. BMW (-11,1 Prozent) und Mercedes-Benz (-8,2 Prozent) gehörden indessen zu den großen Verlierern des Monats.

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8 Kommentare

  1. Ja, ja, die Globalisierung ! Wenn 's den Bilderbergern gut geht, dann geht es uns allen gut !? Das Raubtier Kapitalismus zieht sich selbst die Zähne. Der Russe will lieber seine Zähne behalten.

  2. Der Bürger kauf dann kein Auto, wenn sein Bedarf gedeckt ist oder er zuwenig Geld hat.

    Und er hat dann kein Geld, wenn sein Arbeitsplatz nicht genug Lohn abwirft.

    Der Job wirft dann zuwenig Lohn ab, wenn ein neoliberales System den Bürger um den Ertrag seiner Arbeit betrügt und das Geld primär in den Taschen der Konzern-Aktionäre der Wallstreet wie Blackrock-Inc. landet.

    Nachfrage-Loch ist ein Symptom neoliberalen Lohnbetruges.

    Die Umverteilgung von unten nach oben quetscht der Nachfrage die Luft ab.

    Die Lösung des Problems liegt in einem Systemwechsel von Neoliberalismus zu Sozialer Marktwirtschaft wie es zu Zeiten Ludwig-Erhardts in der BRD praktiziert wurde.

    Doch dafür ist das US-System aktuell zu Bankiers-verseucht. Die Amis brauchen eine Art Revolution gegen die Bankiers.

    Occupay Wallstreet!

    1. Völlig egal, ob der Arbeiter um seinen Lohn direkt an der Werkbank betrogen wird (durch Niedriglohn, Leiharbeit und hohe Steuern = Zinsen), oder ob ihm das Geld über den Umweg des Konsums teurer und zugleich minderwertiger Produkte abgenommen wird. Am Ende landet es immer "oben" bei den Rothschilds. Und nur darum geht es im System des ewigen Wachstums.

      Aus ökologischer Sicht ist es sogar besser, wenn die versklavten Menschen direkt bestohlen werden. So muss der Umweg über Verschwendung natürlicher Ressourcen durch zusätzlichen Konsum nicht gegangen werden. Das haben sogar die GRÜNEN längst verstanden. "Nehmt den Leuten das Geld weg, bevor sie damit etwas anfangen können."

      1. och, dann wird man eben durch neue Verordnungen gezwungen, irgendwas zu kaufen. Dafür kann man ja wieder einen Kredit aufnehmen und das Häusle verpfänden. Das kaufen dann Ausländer der Bank ab.

  3. Wenn sie dann wenigstens anständige Autos bauen würden. Ich habe 3 dieser Schlitten gefahren und sie waren nicht mehr als Schrott auf Rädern. Mit 100000 KM ist Feierabend dann kommen die unendlichen Reperaturen. Nie wieder einen Amikübel, warscheinlich gefällt es diesen Autos nicht hier bei uns.

  4. Soll die Subprime-Blase doch platzen. Was juckt es mich?
    Ist doch alles mit Geld aus dem Nichts finanziert und die Käufer gaben als Sicherheit ihre Häuser, Grundstücke und was weiß ich sonst. So werden die es halt wieder los und die Banken die Eigentümer. Wer wird am Ende auf lange Sicht der Gewinner sein?
    Konnte man vorher wissen, oder?

  5. 0,5 bis 1% Absatzrückgang (= in Stück) ist sicher kein "Einbruch" im Automarkt !!!

    Und solange die Umsätze (= in Geldeinheiten) nicht rückläufig sind, weil z.B. Preissteigerungen oder Finanzierungszinsen für die abgesetzten 99% durchgesetzt werden konnten, ist die Welt für Wallstreet in bester Ordnung. Man siehe die Allzeithochs bei Aktienkursen!

    Wenn letztlich die abgesetzten Autos auch noch 10% "kürzer durchhalten", wegen z.B. eingebauter Obsolenz, minderwertigerer Materialien oder zu teurer Ersatzteile, dann ergibt dies unter periodischer Betrachtung = "Lifecycle" sogar ein PLUS beim Profit.

  6. jo und schon würgt das Trumpeltier den seit 2010 laufenden Aufschwung ab. Wurden noch Ende 2016 nahezu Rekordverkäufe gemeldet, geht es seit Trump klar bergab.

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