Zogen die USA bis vor kurzem noch Truppen aus Afghanistan ab, so stockt Präsident Trump die dortigen Verbände wieder um 4.000 Mann auf.

Von Marco Maier

Offiziell heißt es, dem Militär fehle es im Kampf gegen die Taliban an Personal und Kampfkraft, weil der Vorgänger Donald Trumps, Barack Obama, das Militärpersonal auf 8.400 gedeckelt hatte. Nun will der US-Präsident diese Entscheidung rückgängig machen und 4.000 weitere Soldaten nach Afghanistan schicken, so ein Regierungsmitarbeiter zu Nachrichtenagentur AP.

Demnach werde es wohl im Laufe der kommenden Woche eine offizielle Bekanntgabe dieses Schrittes durch Verteidigungsminister James Mattis geben, hieß es. Denn das Kommando in Afghanistan selbst beschwerte sich in der letzten Zeit häufiger darüber, dass es überall an militärischem Personal fehle, um der afghanischen Armee im Kampf gegen die Taliban zu helfen.

Wie sinnlos der NATO-Krieg gegen Afghanistan ist, zeigt sich auch darin, dass die Taliban inzwischen ein deutlich größeres Territorium in dem Land kontrollieren als noch im Jahr 2001, vor dem Einmarsch der westlichen Alliierten. Dennoch hält man seitens Washington an einer militärischen Intervention dort fest, wohl auch, um die Opiumproduktion (die unter der Taliban-Regentschaft fast völlig ausfiel) weiter aufrecht zu erhalten.

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7 thoughts on “USA: 4.000 zusätzliche Soldaten für Afghanistan”

  1. Für den Krieg hat die USrael-Oberclique immer ausreichend Geld und beängstigt die Politiker auf monströse Art und Weise, so dass diese jeder Budget-Präsentation bzgl. Rüstungsausgaben und Kriegsvorbereitungen alle fassungslosen hunderte von Milliardenbeträge ohne Mucks zustimmen. Dies obwohl sie ganau wissen, dass diese Politik ihr Land in den völligen Ruin reiten wird.

    Wie es der US-Bevölkerung dabei geht und in der Folge gehen wird, interessiert das Establishment wenig bis gar nicht. "All for the Establishment, nothing for the people", das versteht Trump unter "Make America great again". American Establishment first, American people last. So sieht's aus, und das bestätigt auch der jährliche Global Wealth Report der Credit Suisse.

    Credit Suisse: 25% aller US-Bürger besitzen weniger als 10 Dollar
    http://www.gegenfrage.com/credit-suisse-25-aller-us-buerger-besitzen-weniger-als-10-dollar/

     

     

  2. Die unüberwindlichen afghanischen Stämme zu unterwerfen, ist eine Kunst die keiner kann. Seit 27 Jahrhunderten haben es immer wieder Größenwahnsinnige versucht. Was "Trump der Möchtegerngroße" und "Alexander der Große" unterscheidet ist, dass Alexander einsichtig war und sein Ansinnen rechtzeitg als nicht realisierbar abbrach. Er war ebend der "Große" und nicht ein so dummer Armleuchter wie alle kleinen Hansels nach ihm. .

     

  3. Das ist der Versuch eine mißlungene frühere Operation nach erneuten Beschwerden durch eine Nachoperation zu korrigieren. Die Frage ist nur, ob es der Betroffene überhaupt will und ob die Gesundung an erster Stelle steht, oder das Prestige der damaligen Operateure mit ihrem vergeigten Eingriff.

    1. @ Walter

      Vorher verdient aber die Ober-Gang noch dabei, indem sie Drogen aus Afghanistan ihrem "existenzunwürdigen" Pöbel verabreichen, bis diese Menschen sich in der Drogensucht gegenseitig abmurksen. Es gibt viele Arten der Bevölkerungs-Dezimierung.

  4. Schleichender Truppenaufmarsch gegen den Iran?

    Man darf nicht vergessen, dass Trump der AIPAC in einer Rede praktisch versprochen hat, den Iran anzugreifen. Und Afghanistan hat eine Grenze mit dem Iran. Irak ebenso.

    Die US-Truppen kreisen also den Iran ein – vielleicht um einen Zweifrontenkrieg zu starten.

    Sollten wir in der Zukunft weiteren Truppenaufmarsch in Afghanistan sehen, dürfte klar sein, worum es wirklich geht.

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