Südchinesisches Meer: Peking kritisiert verbale Attacken Japans und der USA

Die Außenminister Japans und der USA warfen China vor, Spannungen zu schüren. Peking weist dies zurück. Man lehne militärische Muskelspiele ab.

Von Marco Maier

US-Außenminister James Mattis und sein japanischer Kollege Tomomi Inada warfen China vor, eine "regelbasierte Ordnung" abzulehnen und bezüglich des Südchinesischen Meeres Spannungen zu schüren. Das chinesische Außenministerium wies diese Anschuldigungen energisch zurück. Und das, obwohl die USA beispielsweise das internationale Schifffahrtsabkommen noch nicht einmal unterzeichnet haben.

So würde China die unbestreitbare Souveränität über den Nansha-Archipel samt den umliegenden Gewässern ausüben. Allerdings strebe Peking eine Konfliktbeilegung durch Dialog an. Die Sprecherin des Außenministeriums, Hua Chunying, betonte, dass Peking militärische Muskelspiele ablehne, ebenso wie die Infragestellung der nationalen Souveränität Chinas, unter dem Vorwand der Navigationsfreiheit.

Sie forderte mit Blick auf Japan und die USA „einige Nationen außerhalb der Region“ dazu auf, unverantwortliche Bemerkungen zu unterlassen, die Bemühungen zur Wahrung der Stabilität in der Region zu respektieren und diesbezüglich eine konstruktive Haltung anzunehmen. Immerhin setzte Peking stets auf Verhandlungslösungen auf bilateraler Ebene, wenn es um irgendwelche Probleme ging.

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11 Kommentare

  1. Nansha-Archipel – Symptom chinesischen Imperialismus

    Diese Inselgruppe liegt sehr weit vom chinesischem Festland weg und ist weitaus näher an Vietnam und den Philipinen.

    China hat da territorial überhaupt nichts verloren. Hier zeigen sich die chinesischen Imperial-Allüren.

    Chinas Besetzungs-Ambitionen sind in etwa so, als würde Deutschland behaupten, die Azoren-Inseln wären deutsches Gebiet. Völlig absurd.

    —————————–

    Die USA mischen sich dort ein, weil die Inseln militärisch Einfluß auf die Wasserwege zwischen Asien und Europa verleihen. Es geht um geostrategische Positionen, die beide Imperien gerne kontrollieren wollen. Dass die USA auf den Philipinen Militärbasen unterhalten kommt nicht von ungefähr.

    1. Richard

      Nicht vergessen wir sind auch nur eine Kononie der USA.

      Und das soll laut Obama auch so bleiben.

      Im übrigen mischen sich die USA überall ein.

      Das die USA in Deutschland Militärbasen unterhalten kommt ja auch nicht von ungefähr.

      Deutschland ist Dreh und Angelpunkt der USA.

      Zumal die Besatzungskosten der Steuerzahler trägt.

    2. Und weil sie Militärisch (noch) nicht dazu befähigt sind setzen sie auf bilaterale Verhandlung. Der Mensch tut eben sein möglichstes. ?

      Tja obs einem gefällt oder nich, wir brauchen das Nordamerikanische Luder.

    3. "Hier zeigen sich die chinesischen Imperial-Allüren."  

      lol; der war gut…..ach und bitte erzähl uns jetzt einmal was zum Thema "Chinas Imperialismus"…..wie viele Länder wurden von den Chinesen überfallen ? In welchen Ländern hat sich dein imperialistisches China manifestiert ?  Oder war da nicht was mit England in China; mit Frankreich in China; mit Japan in China …ach und die Deutschen nicht vergessen.

      Lies den Artikel einfach nochmal, denn da gehts um Japan die noch viel weiter weg sind vom "Südchinesischen Meer" und von den US-Cowboys will ich gar nicht reden. Würdest du die beiden als Imperialistische Nationen bezeichnen, wäre es geschichtlich wenigstens korrekt aber China !? …lol ^^^^

      1. Sehr gut, du hast die historischen Fakten wieder richtig auf die Füße gestellt! China Imperialismus zu unterstellen ist abenteuerlich!

        China hat ein fundamentales Interesse, dass die Schifffahrtsrouten für den Handel nach Europa und Afrika frei bleiben und nicht von den USA kontrolliert werden! Das ist nicht Imperialismus, sondern das Recht und die Pflicht eines jeden Landes, um damit seine Wirtschaft am laufen zu halten.

        Die Einschnürungspolitik der USA gegenüber China und Russland ist aktuelle US-Doktrin! Frage am Rande, wie weit sind denn die US-Kriegsschiffe von den USA entfernt? Wieviele US-Basen gibt es außerhalb der USA? Über 700!

        Man könnte ja mal überlegen, wenn es andersherum wäre, wenn chinesische Flottenverbände am Panamakanal auftauchen würden…

      2. die amerikaner haben sich schon 1914-1918 in einen innereuropäischen konflikt eingemischt. sie haben damals hier nichts verloren gehabt. nur den dummen können sie heute noch erzählen, sie wären die wahrer der demokratie. nein sie sind die vernichter jedwedem freien lebens.

        1. … ob sich die jüdische Unterwanderung Amerikas noch mal in diesem Jahrhundert herumspricht, wage ich allmählich zu bezweifeln.

  2. Natürlich versucht der Erbfeind, auch dort Unfrieden zu stiften und sich als Großmacht darzustellen. Die EU – Staaten möchten doch bitte mittun. Zitat (heute auf atimes.com):
    At a plenary session of the annual Shangri-La Dialogue forum in Singapore on Saturday, however, new French Defense Minister Sylvie Goulard was more explicit than EU top officials in dealing with the South China Sea topic. In line with the EU’s stance, she reiterated the French commitment to a rules-based regional order in East Asia, as well as Paris’ opposition to unilateral changes of the status quo in the region. France is a Pacific actor, and Goulard emphasized her country’s regular naval presence in the South China Sea. At the Shangri-La forum last year, Goulard’s predecessor, current French Foreign Minister Jean-Yves Le Drian, advanced the idea of routine EU patrol missions in the China Seas to exercise freedom of navigation and fight piracy and illegal trafficking. Goulard restated Le Drian’s proposal, calling on other EU countries to cooperate with France in naval operations in the Indo-Pacific region. (Zitat Ende)

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