Die Schweiz ist zu teurer. Das hört man immer öfter. Schuld daran ist nicht nur der starke Franken.

Von Marco Maier

In der Schweiz Urlaub zu machen, einen Tagestrip zu unternehmen oder auch Verwandte besuchen zu können, muss man sich auch zu leisten vermögen. Egal ob einfach nur ein Einkauf im Supermarkt, die Hotelpreise oder das Essen im Restaurant bzw. in einer Imbissbude – die Preise sind extrem gesalzen.

Ein Durchschnittsverdiener in Österreich oder Deutschland hat nämlich deutlich weniger Geld zur Verfügung als das, was in der Schweiz als Armutsgrenze gilt. Sich dann auch noch beispielsweise einen Schi- oder Kultururlaub bei den Eidgenossen zu leisten, ist da einfach nicht drin. Vor allem dann wenn man bedenkt, dass für viele Menschen schon ein Schiurlaub im deutlich billigeren Österreich nicht leicht zu finanzieren ist.

Selbst für viele Schweizer ist der Urlaub im eigenen Land zu teuer. Sie fahren zum Schifahren eben nach Frankreich oder Österreich. Auch in den grenznahen Geschäften und Einkaufszentren sieht man sehr viele Autos mit Schweizer Kennzeichen stehen, der Schweizer Franken wird zur Bezahlung anstandslos akzeptiert – und es gibt die Mehrwertsteuer-Rückerstattung.

Die Schweiz hat ein Problem, welches zwar bislang noch nicht gravierend ist, sich jedoch auf längere Zeit sehr negativ auf die Wirtschaft auswirken wird – und das nicht nur auf die Tourismusbranche und die Gastronomie: Überteuerung. Und daran ist nicht nur der teure Franken Schuld, sondern auch das allgemeine Preisniveau.

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4 thoughts on “Schweiz: Hausgemachte Tourismuskrise?”

  1. Hm, stimmt schon die Schweiz ist nicht gerade billig 5 Schluck Organgensaft 6 Euro. Essen gehen ist Luxus aber man muss ja alles mal gemacht haben 🙂 Immerhin haben sie Rettungsfonts für überflüssiges Geld das hier nicht gebraucht wird 🙂

  2. Das ist nicht alles. In der Schweiz fehlt es auch an gepflegten Mittelklass-Hotels mit freundlichem Personal, das Deutsch spricht. Nicht selten wirken teure Hotels schmuddelig und man fragt sich, wie sich da eigentlich der Preis zusammensetzt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt schon lange nicht mehr in diesem Land. Und von einer herzlichen Freundlichkeit und Willkommens-Gestik kann man an vielen Orten nur träumen.

  3. Ja, natürlich ist der Deutsche verarmt. Früher haben Sozialhilfeempfänger in Jugoslawien

    Urlaub gemacht. Heute fliegt der Asylant zum Urlauf  nach Afghanistan.

    Der Euro ist eben nichts Wert!

    Ausserdem bezahlt  das Deutsche 60 % Abgaben und der Schweizer 20%.

    Lassen Sie uns in der Schweiz in Ruh mit ihren Ratschlägen.

    Heil Mekel!

  4. In der Schweiz wird im unteren und mittleren Lohn- und Gehaltssegment deutlich mehr gezahlt, als zum Beispiel in Deutschland.

    Diese Kosten fließen selbstverständlich in die Kalkulationen ein. Damit sind die Preise in der Schweiz höher als in Deutschland.

    Wichtig ist aber, was diese Beschäftigten real von ihrem Verdienst haben und das ist erheblich mehr als in Deutschland.

    Ich halte dieses System für demokratischer und humaner als die Lohnsklaverei in Deutschland.

    Die Abwendung der Schweiz von der Orientierung an den Euro, liegt im Werteverfall des Euros begründet. Und gerade jetzt verlangt der IWF ja noch eine stärkere Inflation in Deutschland, was praktisch zur weiteren Abwertung des Euros führt.

    Deutschland ist zum Billiglohnland in Europa geworden. Das werden immer mehr Beschäftigte, vom ehemaligen Mittelständer bis hinunter zum Niedriglöhner und Aufstocker, deutlich zu spüren bekommen.

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