Scheindebatte Fußball-Gewalt: SPD droht mit lebenslangem Stadionverbot

Der bei SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für das Thema innere Sicherheit zuständige Boris Pistorius fordert angesichts der jüngsten Gewaltexzesse in Fußballstadien eine Politik der „maximalen Abschreckung“. Aber ist Fußball-Gewalt wirklich das, wovor die Menschen Angst haben?

Von Redaktion

Pistorius, Innenminister in Niedersachsen, verlangt im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND, die öffentliche Ächtung gewalttätiger Fans, auch durch die eigene Mannschaft. „Mit dem Kauf von Eintrittskarten muss auch im Bedarfsfall, also insbesondere bei Hochsicherheitsspielen, die Pflicht zur Anfahrt unter Polizeibegleitung verbunden sein“. 

Die Täter müssten mit Videotechnik am besten noch vor Ort ermittelt und abgeurteilt werden. „Es gibt nur eine Antwort: lebenslange Stadionverbote.“ Da brauche es „maximale Abschreckung“. Wenn die Gewalt in den Stadien sich so weiterentwickeln sollte wie bei den jüngsten Relegationsspielen, „muss man auch über personalisierte Tickets nachdenken oder über Stadien ohne Stehplätze“.

Die Einhaltung des Pyroverbots im Stadion, die Videoüberwachung während des Spiels und ein zuverlässiger Ordnerdiens, sei zu allererst Sache der Vereine. „Pyrotechnik ist strafbar, Ende!“ Pistorius erinnerte daran, dass es in einigen Stadien zuletzt Fanbanner im Heimblock mit Botschaften wie: „Bullen töten“ gezeigt wurden. „Auch wenn das sicherlich etwas mit RB Leipzig zu tun hat, nach dem Spiel gingen die Spieler hin, als wäre nix gewesen und bedankten sich für die Unterstützung. Da krieg ich so einen Hals.“

So etwas müsse „geächtet werden, auch öffentlich durch die Verantwortlichen und auch die Spieler“, fordert Pistorius. „Wenn skandalöse Plakate gezeigt werden, wenn Pyros fliegen, darf die Mannschaft insbesondere die Kurve hinterher nicht dafür abfeiern. Die fühlen sich doch dann ausdrücklich bestätigt in ihrem kriminellen Treiben", so der Politiker.

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Ja, es gibt sie diese Gewalt in Stadien. Das wollen wir sicher nicht schön reden. Aber ist die Gefahr so groß, die von diesen Rowdys ausgeht, dass sich ganz Deutschland fürchten muss. Schulz und Konsorten schießen sich mit so einer Scheindebatte einmal mehr ins Knie. Die Innere Sicherheit ist gefährdet, nur nicht dort wo die SPD vermutet. Ein Rohrkrepierer nach dem anderen, wird Schwarz-Gelb immer wahrscheinlicher machen. Aber eine SPD, die so eine Führung hat, gehört auch nicht auf die Regierungsbank. 

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10 Kommentare

  1. Fußball ist ja nicht so mein Ding. Ist das da jetzt so eine Art Antifa im Stadion? Und warum sollen die im Stadion nicht dürfen, was sie auf der Straße dürfen?

  2. Oh lieber Gott, laß den neuen linken Kandidaten nicht gewinnen, denn wenn er das Sagen hätte, dann käme ein neuer Innenminister, ähnlich wie in NRW zum Zuge und was das für die innere Sicherheit bedeuted, wäre die Multiplikation des derzeitigen Versagens und würde uns vom Regen in die Traufe führen.

  3. Hier wird wieder nur am Symptom herumgedoktort. Die angedachten Maßnahmen tragen nicht dazu bei, die geistige Reife der Krawallmacher zu heben, die suchen sich dann nur einen anderen Wirkungskreis.

    1. Sehr richtig! Was ist mit Abschreckungsmaßnahmen gegen moslemische Gewalt in der Öffentlichkeit und in öffentlichen Einrichtungen!!!

  4. Lebenslanges Verbot? Klar, für Weiße.
    Der Syrer, der da jüngst in einem Heim ein fünfjähriges Russenkind abgeschlachtet hat, trug als verurteilter Gewaltverbrecher eine elektronische Fußfessel, seine Abschiebung wurde abgesagt und er durfte sich frei bewegen – wegen “Resozialisierung”.
    Der dürfte in ein Stadion.

  5.  Wo ist der Respekt hin. Früher gab es noch Ideale und wo sind die heute ?  Man schaue sich doch nur einmal dieses Irrenhaus: Parlament, an. Findet man da noch jemand, dem man vetrauen kann.  Und weil man an die da oben nicht rankommt, wird der aufgestaute Frust woanders abgeladen. Wenn man dann noch überlegt, was für den Schutz der weichen Birnen ausgegeben wird, packt einen schon wieder die Wut.

  6. Man, man, man – die drehen doch mittlerweile (aus allen etablierten Parteien) alle am Rad.

    Was gibt man denen ins essen ? Gras ?

    Oder was verspricht man ihnen ???

    Statt Scheindebatten –  kümmert euch lieber um unsere immer noch offenen, unkontrollierten GRENZEN und um die brutale Gewalt die extem und rasant in ganz Deutschland zugenommen hat.

    Wie wäre es z.B.mit lebenslangem Moscheeverbot bei gewalttätige Muslime oder knallhart die Hinterhofmoscheen oder sonstige – wo radikale Imane predigen dürfen – dicht machen ? !

    O

     

  7. Die müssen bei den Wahlen einen derartig gewaltigen Schuß vor den Bug bekommen, daß ihnen der Volksverrat ein für alle mal vergeht!

  8. Brot und Spiele um das Volk von unbequemen politischen Entscheidungen hinter ihrem Rücken abzulenken!
    Fussball ist zur Ablenkung der Massen von der "Elite" geschaffen worden, um Fussballereignisse zu nutzen damit sie unbequeme Entscheidungen durchsetzen kann!
    Eberl sieht Fussball als „das moderne Brot und Spiele“. Max Eberl von Borussia Mönchengladbach hat die seiner Meinung nach übertriebene Bedeutung des Fussballs in der Gesellschaft kritisiert. „Man sollte sich immer wieder daran erinnern: Es ist nur Fussball und er ist zur Unterhaltung da. Es ist keine Weltpolitik, er heilt auch keine Krankheiten oder bringt technologischen Fortschritt mit sich“, sagte der Sportdirektor dem Internetportal Spox.

    Der Fussball entferne sich derzeit auch durch die kursierenden Geldbeträge immer weiter von der Realität, so Eberl. „Der Fussball ist so gesehen ein bisschen das moderne Brot und Spiele. Alles fokussiert sich auf ihn und die gesellschaftliche Gewichtung ist unglaublich hoch – für meine Begriffe fast schon zu hoch. Doch das wird sich nicht aufhalten lassen.“
    Quelle: https://www.fussball.com/eberl-sieht-fussball-als-das-moderne-brot-und-spiele/

    Wie die Politik das WM-Fieber nutzt, um im Schatten der grossen Turniere ganz gut versteckt unbeliebte Gesetze durchzuwinken – 57 Sekunden für ein Gesetz  http://www.fr.de/politik/em-2016-unpopulaere-entscheidungen-im-schatten-der-em-a-343412

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