Saudis & Co fordern Schließung Al-Jazeeras

Innerhalb von zehn Tagen soll Katar seinen Sender Al-Jazeera dicht machen. Dies fordern Saudi-Arabien und andere arabische Länder. Auch weitere Forderungen werden erhoben.

Von Marco Maier

Die Forderungen von Saudi-Arabien, Bahrain und anderen arabischen Staaten, die Katar derzeit massiv isolieren, haben es in sich. Einerseits soll das von Muslimbrüdern regierte Emirat seinen TV-Propagandasender Al-Jazeera schließen, andererseits die diplomatischen Beziehungen zum Iran abbrechen, sowie den türkischen Militärstützpunkt im Land stilllegen.

So weit eine Liste, die der als Vermittler auftretende Staat Kuwait den katarischen Vertretern übergab, berichtet die "Basler Zeitung". All dies habe innerhalb der nächsten zehn Tage zu geschehen. Die Forderungsliste enthält zudem eine "Kompensationszahlung" (also faktisch eine Lösegeldforderung) in unbestimmter Höhe.

Bislang ist noch nicht bekannt, was denn die Konsequenzen sein werden, sollte sich Katar nicht den Forderungen fügen. Analysten halten es jedoch für möglich, dass die Gegner Katars am Golf sogar eine militärische Intervention durchführen und die politische Führung des Landes gegen ein Marionettenregime installieren könnten.

Allerdings würde eine solche Maßnahme dazu führen, dass die ohnehin schon instabile Lage am Persischen Golf zu einem ausgewachsenen regionalen Krieg führen könnte, der den ganzen Nahen Osten in Brand setzen würde.

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3 Kommentare

  1. Die 10.000 US Soldaten, die auf Katar stationiert sind stört die Saudis nicht aber die paar türkischen Soldaten sind denen ein Dorn im Auge.

    Ich denke, dass die die Saudis versuchen die Interessen der USA durchzusetzen. Vermutlich wurde die Liste auch von denen ausgearbeitet.  

     

     

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