Statue von Simon Bolivar - Bild: Flickr.com/J. Stephen Conn CC BY-NC 2.0

Weil die venezolanische Erdölindustrie in Flammen aufgeht und selbst das eigene Land nicht mehr versorgen kann, reißt die Venezuela-Krise auch Kuba mit in den Abgrund.

Von Marco Maier

Seit den 1990er-Jahren baute sich sukzessive eine Abhängigkeit Kubas vom venezolanischen Öl auf, nachdem die Sowjetunion zerfallen war. Mehr als zwei Drittel des von Kuba verbrauchten Öls kommt aus dem Ausland – täglich über 100.000 Barrel kommen hierbei aus Venzuela. Doch diese Abhängigkeit rächt sich jetzt bitter. Venezuela ist angesichts der nationalen Krise – als Land mit den weltweit größten Ölreserven – nicht einmal mehr in der Lage sich selbst zu versorgen.

Und Kuba? Dessen Bedarf schon gar nicht mehr. Alleine in den letzten drei Jahren sank der Ölexport Venezuelas um ganze 40 Prozent. Ein weiterer Rückgang wird erwartet, zumal die Probleme bei der staatlichen Ölindustrie anhalten. Das heißt aber auch: Kuba muss die jetzt schon angefangene Rationierung bei der Elektrizität und der Spritversorgung noch weiter ausdehnen.

Russland selbst kann und will Venezuela nicht ersetzen, da Kuba nicht bezahlen kann. Zwar gab es bereits eine Lieferung von 250.000 Barrel per Tanker geschickt. Die erste Lieferung von 1,9 Millionen Barrel, die von der russischen Ölfirma Rosneft aus an Kuba geliefert werden sollen.

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Allerdings ist noch nicht klar, ob es zu einer Ausweitung des Geschäfts kommen wird. Für Kuba selbst ist dies ein enormes Problem. Vor allem die kubanische Wirtschaft leidet unter dem massiven Öl- und damit Energiemangel. Unter Umständen könnte dies sogar dazu führen, dass das kommunistische Regime der Insel fällt. Gerade für die Amerikaner wäre so der Kollaps Venezuelas ein doppelter Gewinn: Nicht nur die Regierung Maduros wäre weg, sondern auch jene Castros.

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9 KOMMENTARE

  1. Die größten Schweine der Welt wollen nun Cuba platt machen. Die USA werden nicht nur durch Katastrophen erlöschen. Rußland,China, Iran. Nordkoreaa. Nieder nmit denUSA. 

  2. man begutachte die aktuelle nationalflagge kubas, 

    man versuche mit einer hotelbuchungsplattform (booking.com etc.) ein hotelzimmer zu buchen – das klappt nur, wenn man sich aus den usa oder mittels einer auf die usa eingestellten proxy-verbindung verbindet. 

    wollen platt machen, tatsächlich? kuba ISt schon lange platt! 

    • Ich meine, wer gegen was auch immer aufbegehrt, dagegen ist muss danach halt alleine zurecht kommen.

      Ich kann auch nicht gegen Coca Cola wettern und gleichzeitig Coca Cola trinken. Kommunismus ist Schrott.

  3. Liebe S. Gurke,

    Jegliche "demokratische wirtschaftliche westliche" Hilfe -Einmischung- bringt nur Versklavung und gnadenlose Ausbeutung mit. Habe ich was Neues behauptet?!

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