Philippinen: USA ziehen Truppen ab

Washington ordnete den Abzug der US-Truppen aus den Philippinen ab, die auf Mindanao die philippinische Armee im Kampf gegen die Islamisten unterstützen sollen.

Von Marco Maier

Nachdem Präsident Rodrigo Duterte betonte, dass er keine Unterstützung der USA brauche, um die Islamisten im Südwesten der Insel Mindanao zu bekämpfen, mit denen sich die Armee seit einiger Zeit heftige Gefechte in der Stadt Marawi City (Lanao del Sur) liefert, teilte die US-Botschaft in Manila mit, man werde die US-Truppen in der Region abziehen.

Dutertes Worte wurden von Washington als "enttäuschend und unglücklich" bezeichnet. Denn dieser hatte in einer Pressekonferenz in Cagayan de Oro City, rund 100 Kilometer von der belagerten Stadt Marawi City entfernt, gesagt, er sei "niemals bei Amerika vorstellig geworden" um Hilfe zu bitten.

Als er wegen der US-Unterstützung im Kampf gegen die Pro-IS-Milizen in Marawi City gefragt wurde, sagte Duterte, er habe dies "nicht gewusst, bis sie angekommen sind". Auf Mindanao sind mehrere US-Verbände stationiert, unter anderem direkt in den Muslimgebieten.

Die Philippinen (als Ex-US-Kolonie) und die USA gelten als langjährige Alliierte. Manila gilt zudem als Ostasien-Zentrum der CIA. Auch sollen viele der als Zivilisten auf Mindanao lebenden Amerikaner eigentlich CIA-Agenten sein, die so vor Ort die Lage sondieren und einen Einblick in die Vorgänge bieten können.

Loading...
Spread the love
Lesen Sie auch:  Erobern und unterwerfen: Amerikas Diebstahl syrischen Öls hat sehr wenig mit Geld zu tun

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

11 Kommentare

  1. Die USA ziehen Truppen ab und lassen wie gewohnt nun eine Terrororganisation(pro IS), die sie offiziell natürlich bekämpfen, ihre Interessen vertreten ?

    1. So ist es! Der IS besteht aus Auftragsmördern, die für die im US-Auftrag durchführende Erledigung der US-Drecksarbeit bezahlt werden. Die US-Regierung posaunt dann laut und verlogen um den Globus, dass die bösen – notabene von den USA und ihren Verbündeten trainierten – Terroristen für die Auftrags-Abschlachtungen die Schuldigen sind und die USA gar nichts mit diesen Brutalitäten etwas zu tun haben. Im Gegenteil, sie würden die Terroristen bekämpfen, womit sie sich Zugang zu den Terrorgebieten schaffen, dort Waffen, Training und Versorgung bewältigen, um den nächsten Angriff zu starten. Kurz, wenn die US-Regierung eine Fake-Info hinausposaunt, hat sie auch schon gelogen.

    2. @brücke

      An diesem Präsidenten werden sich alle die Zähne ausbeißen und die Amis haben ja deswegen schon die Konsequenzen gezogen und verlassen das Land, da sie weder eingeladen noch erwünscht sind. Duterte könnte nur von innen heraus stürzen, aber das ist derzeit nicht zu befürchten, denn er hat eine absolute Mehrheit der Bevölkerung hinter sich und ist sehr beliebt, weil er schon in früheren Jahren bewiesen hat, daß er ein Generalist ist und voran geht, auch wenn es unangenehm ist, im Gegenteil zu den meisten Führern dieser Welt, die Anweisungen geben und die Drecksarbeit muß die Generalität erledigen. Er wird mit den Aufständigen schon selbst fertig und hier kann man exemplarisch sehen, wie ein Regierungschef nicht aus Eigennutz, sondern aus der Überzeugung heraus handelt, seine Bürger vor allem Schlechten zu bewahren, auch wenn sein persönliches Risiko dabei sehr groß ist. Es ist halt ein hemdsärmeliger Typ, der das aalglatte Parkett scheut, und von dieser Sorte sollten wir auch ein paar mehr für unsere Interessen haben.

      1. Es konmt nie auf die Mehrheit der Bevölkerung an, sondern, wer, wie viel, von wem bezahlt bekommt.

         

        Wird eine Demo gegen Duterte innen organisiert, kommen sicher auch zuvor Mittel von außen dafür. Es gibt immer einen unzufriedenen der gern die Hand aufhält.

      2. "An diesem Präsidenten werden sich alle die Zähne ausbeißen und die Amis haben ja deswegen schon die Konsequenzen gezogen und verlassen das Land, da sie weder eingeladen noch erwünscht sind"

        Also bei uns auch ohneweiteres moeglich, sofern wir nur wollten. Aber wir delegieren lieber unsere Zukunft an Vasallen.

  2. Wenn ich Gott wäre, würde ich den Rodrigo Duterte sofort gegen die Merkel austauschen. Außerdem brauchen wir die Amis hier .de auch ebenfalls nicht. Merkel kann irgendwo im Dschungel regieren, wo sie keinen Schaden anrichten kann und unter ihresgleichen ist.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.