Philippinen: Nächste Welle muslimischer Gewalt

Angehörige der muslimischen Bangsamoro haben auf Mindanao eine Schule gestürmt und dabei herumgeschossen.

Von Marco Maier

Nicht nur die mit dem IS-Verbundene Maute-Gruppe, die sich seit einiger Zeit in der Stadt Marawi in der vorwiegend muslimisch besiedelten Provinz Lanao del Sur heftige Gefechte mit der Armee liefert, sorgt für Aufregung, nun attackierte heute um 5:45 Uhr Ortszeit (23:45 Uhr MESZ) eine Gruppe von muslimischen Separatisten eine Schule in der Stadt Pigcawayan in der Provinz North Cotabato, ebenfalls auf Mindanao.

Hierbei soll es sich um Angehörige der "Bangsamoro Islamic Freedom Fighters" (BIFF) handeln, die die Unabhängigkeit des Stammesgebiets der Moro, einer autochthonen muslimischen Gesellschaft, fordern. Der Sprecher der Gruppe, Abu Misry Mama, bestätigte den Angriff, betonte aber, man habe keine Zivilisten als Geiseln genommen.

Man habe die Schüler und Lehrer lediglich an einen sicheren Ort gebracht, damit diese nicht bei Kampfhandlungen verletzt würden. Der Angriff sei als Vergeltungsmaßnahme für eine Serie von Bombardements durch die philippinische Armee in der Muslim-Provinz Maguindanao durchgeführt worden.

Zudem habe die Attacke nichts mit der Krise in Marawi City zu tun, zumal man weder die Maute-Gruppe, noch den "Islamischen Staat" unterstütze.

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5 Kommentare

  1. Eine Gruppe von muslimischen Separatisten traut sich nur jetzt deshalb aus der Stellung, weil die Regierung mit dem vom Ausland angediehenen Problem der IS-Verbündeten Maute-Gruppe voll beschäftigt ist.

    Ich gehe davon aus, daß die Leute um Duterte aber beide in die Schranken verweisen werden. Geduld und Beharrlichkeit bringt in so einem Falle Rosen.

  2. ist schon komisch

    kaum wagt n präsident mal den ami s es rein zu sagen und schon kommt der " IS " um s eck

    klar aufmüpfige hat s vorher auch schon gegeben

    wo gibt s die nicht

    drum haben die usa ja auch immer so leichtes spiel

    es finden sich immer n paar willige " freiheitskämpfer für demokratie und menschenrechte usw.  "

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