Maute-Kämpfer in Marawi City mit der IS-Flagge. Bild: Facebook

Angeblich sollen rund 1.200 IS-Kämpfer auf den Philippinen sein und nicht nur maximal 400. Dies behauptet der indonesische Verteidigungsminister unter Berufung auf Quellen.

Von Andre Eric Keller 

Der indonesische Verteidigungsminister Ryamizard Ryacudu behauptet, es würden rund 1.200 Kämpfer der Terrormiliz auf den Philippinen agieren, Manila spricht nur von maximal einem Drittel, berichtet SputnikNews. Wobei die Zahl nicht unerheblich zu sein scheint. Es macht garantiert einen Unterschied, ob das schlecht ausgerüstete philippinische Militär gegen 400 oder doch gegen 1.200 muslimische Fanatiker kämpfen muss. Der indonesische Minister erkannte die Gefahr, welche die ausländischen Terroristen darstellen. Er ist Befürworter einer globalen Herangehensweise an das islamistische Problem.

Für den philippinischen Vize-Verteidigungsminister Ricardo David war die Information der indonesischen Seite, eine Neuigkeit, da man bisher eben von nur 250-400 Gotteskriegern ausging. Er verwies darauf, dass die ausländischen Kämpfer über die Sulusee und die Celebessee auf die philippinische Insel Mindanao ziehen, wo sich derzeit örtliche Terrorgruppierungen Kämpfe mit dem philippinischen Militär liefern.

Wobei es egal ist, woher sie kommen, klar ist, dass diese wieder verschwinden, gefangen oder getötet werden müssen. Dass es möglicherweise 1.200 Kämpfer sind und auch noch wahrscheinlich mehr werden können, macht die Lage für das philippinische Militär sicher nicht einfacher. Seit dem 23. Mai wird in der Stadt Marawi, welche sich in der muslimischen, autonomen Zone auf der Insel Mindanao befindet, gekämpft. Wir berichteten darüber. Dabei sollen mittlerweilen 177 Menschen ums Leben gekommen sein, unter ihnen angeblich 120 islamistische Kämpfer, die sich 72 Jungfrauen im Paradies erhofft haben.

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Wie eine Handvoll Terroristen das philippinische Militär vorführen kann, beweisen momentan noch ca. 50 Kämpfer, die das Zentrum der Stadt Marawi halten können. In Marawi lebten etwa 200.000 Menschen. Es gibt Berichte, wo die Menschen, die nicht geflüchtet sind, mehrere Tage nichts zu essen oder zu trinken haben, weil sie einerseits befürchten müssen, von den Kämpfern erschossen zu werden und andererseits stellt auch das Militär eine Gefahr dar, weil die Kommunikation mit den armen, mindergebildeten Muslimen, die eine eigene Sprache sprechen, nicht ganz so einfach ist. Auch diese zu identifizieren ist kein leichtes Unterfangen. Es ist besondere Vorsicht geboten, jeder angebliche Zivilist, könnte ein Gotteskrieger sein. 

Es gilt "Martial Law", also Kriegsrecht, und da hat sich ein jeder bei Anhaltung auszuweisen. Nur das ist in dem Dritte-Welt-Land nicht ganz so einfach, denn für einen Ausweis – sprich eine ID-Card – braucht man auch Geld. Das Geld reicht oft nicht einmal für den Reis den diese Menschen für den Monat benötigen. Viele Menschen haben schlichtwegs einfach kein Geld für Lichtbildausweise.

Es wird garantiert ein längerer Kampf, man muss damit rechnen, dass die philippinische Armee diesen Kampf alleine gar nicht erfolgreich beenden kann. Präsident Duterte hatte bereits beim Amtskollegen Putin in Russland um Waffenlieferungen gebeten. Vielleicht bekommt er dort zumindest auch Unterstützung in der Ausbildung seiner Soldaten oder sogar auch russische Spezialkräfte, um die Lage in Griff zu bekommen und Bedrohungen auch in Zukunft fernhalten zu können. 

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5 KOMMENTARE

  1. Von den über 7000 Phillippinischen Inseln sollen ca. 1000 bewohnt sein.
    Es macht also Sinn, wenn jeder Kämpfer/Rebell/Terrorist sein eigenes Gebiet zugewiesen bekommt und dort für Ordnung sorgt.
    Die 1200 sind also plausibler als die 400.
    Kann ja auch mal einer krank werden. Oder ganz ausfallen.

  2. Bei den gestern ausgesetzten hohen Kopfgeldern auf die Anführer ist es nur mehr eine Frage der Zeit bis die aufgestachelten Farbenrevoluzzer ins Grass beissen werden. 

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