Pence ist Trumps Schutz vor einer Amtsenthebung

Mit seinem Vizepräsidenten hat US-Präsident Trump eine Trumpfkarte in der Hand, die ihm ein Amtsenthebungsverfahren ersparen wird.

Von Marco Maier

Bei den Vertretern der Demokratischen Partei ist Trump nicht sonderlich beliebt und sehr viele dort würden ihn gerne aus dem Amt entfernen. Doch damit würden sie wahrscheinlich vom Regen in die Traufe kommen – zumindest innenpolitisch.

Denn selbst wenn sie mit Trumps Außenpolitik nicht wirklich glücklich sind und wo immer es auch nur geht die Russland-Karte zu ziehen versuchen, so ist der US-Präsident innenpolitisch längst nicht so konservativ und reaktionär, wie es sein Vizepräsident Mike Pence ist, der aus einer strenggläubigen katholischen Familie stammt, eigentlich Priester werden wollte, und inzwischen ein evangelikaler Christ ist.

Dieser mag zwar außenpolitisch eher die Wünsche der Demokratischen Partei und deren Unterstützer erfüllen, doch innenpolitisch wäre er zumindest für das liberale Establishment ein Horror. Er gilt als radikaler Abtreibungsgegner, als Anhänger des "Intelligent Design" (also Ablehnung der Evolutionstheorie) und lehnt die Theorie des menschgemachten Klimawandels ab.

Für die Trump-Gegner heißt dies: Sollten sie Trump tatsächlich des Amtes entheben, würden sie – aus ihrer eigenen Sicht – vom Regen in die Traufe gelangen. Zumindest innenpolitisch. Ob dies durch die außenpolitischen Übereinstimmungen wettgemacht werden kann, darf scharf bezweifelt werden.

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Kein Wunder also, dass inzwischen selbst jene Kreise, die Donald Trump am liebsten sofort aus dem Amt katapultieren wollten, lieber die Füße still halten. Auch wenn man nach außen hin und medial wirksam immer wieder das Thema "Impeachment" anspricht, so werden sie sich davor hüten, tatsächlich ein solches Verfahren einzuleiten.

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7 Kommentare

  1. Das "Intelligent Design" ist ein interessantes Konzept,

    das nicht eine evolutionäe Entwicklung ablehnt, sondern das materialistische Bild der Evolution, das die Vorgänge der Evolution rein auf Zufall reduziert , ablehnt.

    Alleine der Zufall, und geht er auch in Richtung unendlich, ist niemals in der Lage eine komplexe Welt zu schaffen, ja nicht einmal einen Wurm .

    Das "Intelligent Design" setzt diesem Zufall ein positives Prinzip gegenüber – also ein Ordnungsprinzip. Religiös orientierte Menschen sehen nun Gott als Ordnungsprinzip … das ist Geschmackssache, ein Ordnungsprinzip, zu dem es allerdings keine wissenschaftliche Erkenntnis gibt (Mangel an Forschung auf diesem Gebiet ?) ist doch ziemlich wahrscheinlich …..

  2. Das ist mir zu schnell gedacht, denn noch ist Trump im Amt und die Vorwürfe, die man ihm macht sind konstruiert und zur Zeit ohne Beweiskraft. Pence wäre ja nicht der Vice-Präsident wenn er die grobe Linie von Donald Trump nicht teilen würde. Trump hat etwas unvorhergesehenes erreicht, was die Linksliberalen Amerikas weder erwartet noch gewollt haben. Damit hat er alle Zukunftspläne zunichte gemacht und nun versuchen sie mit allen Mittel, diesen Mann, auch wenn es sein muß, mit übelsten Mitteln aus dem Amt zu drängen. Sein Vorgänger war für sie ebenso ein willfähriges Mittel, wie es auch Clinton geworden wäre. Daß sie nun die Haltung verlieren zeigt, mit welchem bösartigen Interessenverbänden Trump zu kämpfen hat, aber er ist ein Kämpfer, wenn auch hemdsärmelig und auch die Gegenseite sollte aufpassen, daß sie sich dabei nicht übernimmt, denn Trump kommt vom Bau und hat ein gutes Gedächtnis, was für die Gegenseite nicht immer von Vorteil ist.

  3. Was interessiert uns die Amtsenthebung eines mehrheitlich gewählten amerikanischen Präsidenten? Bei uns taumeln Leute herum, von denen kein einziger von einer Mehrheit gewählt wurde und errichten ein Willkürregime. Man soll immer erst vor der eigenen Tür kehren.

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